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Dachdecker warnen vor Betrügern

Handwerker aus Ungarn bieten im Raum Graz zwischen Tür und Angel ihre Dienste an: Sie arbeiten illegal und äußerst unseriös.

Es ist immer wieder das gleiche Muster: Handwerker läuten an der Haustür von Hausbesitzern und weisen auf kleinere Mängel an Dach und Haus hin - wie etwa einen Defekt der Dachrinne. Daraufhin bieten sie an, die notwendigen Reparaturen sofort durchzuführen, und das zu einem extrem niedrigen Preis. So verschaffen sie sich Zutritt zum Grundstück und finden in der Folge noch weitere Schäden, die sie auch beheben. "Dabei wächst ein vermeintlicher Schnäppchenpreis von 700 Euro dann schnell zu einer monströsen Summe", weiß der Landesinnungsmeister der Dachdecker und Spengler, Helmut Schabauer.

Horrende Beträge gefordert

Aktuell sind es Handwerker aus Ungarn, die Hausbesitzern ungefragt einen Besuch abstatten und diese mit ihren Diensten überrumpeln. "Wir kennen einen Fall, bei dem letztendlich 40.000 Euro verlangt wurden", so Schabauer. "Bevorzugte Opfer sind ältere Menschen und solche, die wenig Erfahrung mit Handwerkern haben." Die geforderten Beträge sind horrend und übersteigen den Wert der geleisteten Arbeit um ein Vielfaches. Die Betroffenen würden dann extrem unter Druck gesetzt, zu bezahlen - meist verbal, aber in manchen Fällen sogar mit Gewalt. Sobald die Betrüger das Geld erhalten haben, machen sie sich aus dem Staub und sind nicht mehr greifbar. Aus Scham, so ein leichtgläubiges Opfer geworden zu sein, würden viele Betroffene derartige Vorfälle nicht melden. "Die Betrüger nutzen dabei auch gezielt psychische Ausnahmesituationen aus", weiß Schabauer, der selbst erst vor kurzem in seiner Nachbarschaft noch rechtzeitig warnen konnte. Allen, die in Kontakt mit derartigen Geschäftspraktiken kommen, rät er zur Vorsicht: "Wer solche Geschäfte zwischen Tür und Angel anbahnt, der kann nicht seriös sein."

Die Finanzpolizei ist über diese betrügerischen Machenschaften informiert und geht nun verstärkt dagegen vor. Für die Steiermark und Kärnten hat sie intensive Kontrollen angekündigt, auch an den Wochenenden. "Die Leute werden brutalst über den Tisch gezogen und was sie dafür erhalten, ist mindere Qualität", weiß der Finanzpolizist Rigobert Rainer.

Teurer als beim Meisterbetrieb

Die durchgeführten Arbeiten sind meist mangelhaft und entsprechen nicht annähernd den hohen Standards, die hierzulande in der Branche üblich sind. Es sind die heimischen Dachdecker und Spengler, die in der Folge ausrücken müssen, um entstandene Schäden zu beheben. So gibt es bereits einen Fall, bei dem sich nach der vermeintlichen Dachsanierung durch einen Trupp aus Ungarn die Dachflächenfenster nicht mehr öffnen ließen und das Dach selbst großflächig undicht war. "Damit wird es letztendlich wesentlich teurer, als wenn man von vornherein einen heimischen Meisterbetrieb mit den Arbeiten beauftragt hätte", weiß Schabauer. "Ganz zu schweigen davon, dass die Betrüger auf vorgeschriebene Gerüstung und sonstige Schutzmaßnahmen verzichten, was im Falle eines Unfalls dann noch zusätzlich zum Schaden für den Aufraggeber werden kann."

Als äußerst problematisch erweist sich zudem der nicht fachgerechte Umgang mit gesundheitsschädlichen Materialien, wie etwa Asbest. Wird mit dem falschen Werkzeug oder der falschen Arbeitsweise gearbeitet, können sich krebserregenden Asbestfasern lösen und in die Umwelt gelangen.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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