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Covid befeuert Trend zum "eigenen Chef"

Nie haben sich mehr Steirer selbständig gemacht als im ersten Halbjahr 2021. Fast jede zweite Gründung ist weiblich.

In der Steiermark gibt es einen Rekord bei den Firmengründungen.
© AdobeStock In der Steiermark gibt es einen Rekord bei den Firmengründungen.

Selbst Lockdowns können die steirische Unternehmerlust nicht bremsen: Mit exakt 2.749 Gründungen haben sich noch nie mehr Menschen in unserem Bundesland selbständig gemacht als im ersten Halbjahr 2021. Damit setzt sich der seit mittlerweile Jahrzehnten andauernde Trend zum Unternehmertum – nach marginalen Einbrüchen im Coronajahr 2020 – wieder fort. Heißt in konkreten Zahlen: Um rund 584 Neugründungen – das entspricht rund 27 Prozent – gibt es mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.  Ein positives Signal ortet WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk im anhaltenden Unternehmerboom: „Trotz Lockdown haben sich durchschnittlich 15 Steirerinnen und Steirer pro Tag selbständig gemacht. Ein Schritt, der angesichts der herausfordernden Rahmenbedin-gungen größte Hochachtung verdient.“ Die immer jünger werdenden Gründer – der Schnitt ist von 36,8 auf 35,9 Jahre gesunken – würden „in der Krise eine Chance sehen, um lang gehegte Ideen in die Tat umzusetzen“, sagt Michaela Steinwidder, Leiterin des Gründerservice in der WKO Steiermark. Das bestätigt etwa der Grazer Neo-Gründer Christian Dremel-Urbas, der im „Massagepanda“, nach Jahren der Anstellung seine „eigenen Vorstellungen umsetzen“ möchte. 

Kurzarbeit als Startrampe ins Unternehmertum

Im Trend liegt indes auch die nebenberufliche Tätigkeit: „Hier stellen wir fest, dass die Kurzarbeit genutzt wurde, um aus dem Hobby ein kleines Business zu machen oder um aus einer gesicherten Position heraus zu gründen“, bestätigt Steinwidder. Gemeinsam mit ihrem Team unterstützt sie – so wie die örtlichen Regionalstellen – im Gründerservice der Wirtschaftskammer mit einem umfassenden Service-Angebot. Vor allem Frauen greifen darauf verstärkt zurück: Denn die Gründungsstatistik des ersten Halbjahres 2021 weist einen bemerkenswerten Frauenanteil aus.  Von allen gegründeten Einzelunternehmen (ohne selbständige Personenbetreuer) sind bereits 44,6 Prozent in weiblicher Hand.

Eigenverantwortung und Eigeninitiative

Für  WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk belegen diese Werte, „dass die Selbständigkeit auch oder gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen eine echte Alternative für die Steirerinnen und Steirer ist. Trotz erschwerter Planbarkeit haben diese Menschen Eigenverantwortung und Eigeninitiative bewiesen. Genau jene Eigenschaften, die jetzt gefordert sind, um wirtschaftlich wieder durchzustarten“, so Herk.

Steuerliche Entlastung wird eingefordert

Nach Sparten betrachtet, liegen neuerlich Gewerbe und Handwerk – mit einem Anteil von 37,2 Prozent – an der Spitze. Knapp dahinter der Handel (mit 30,9 Prozent) sowie Information und Consulting (mit 19,8 Prozent). Insgesamt wird die Gründung in weniger startkapitalintensiven Sektoren immer beliebter – wie etwa der IT-Branche, deren Attraktivität zusätzlich vom Digitalisierungsturbo während Corona profitierte. Das wirkt sich auch auf die wirtschaftspolitischen Ansinnen der Gründer aus, wie eine aktuelle Economica-Umfrage zeigt: Denn neben Senkung von Einkommen- sowie Lohnsteuer  und Begünstigung des ersten Mitarbeiters werden insbesondere digitale Fördermaßnahmen eingefordert. 

Das sagen die Gründer

„Wir versuchen mit KI-Algorithmen geophysikalische Messungen auszuwerten. Das ist ein Riesenzukunftsmarkt, den ich bereits auf Basis von Forschungen evaluieren konnte. Nun will ich hier durchstarten und schon bald auch für neue Arbeitsplätze in der Steiermark sorgen.“
Johannes Amtmann, Geosaic
„Ich bin im Umfeld der technischen Informationsverarbeitung seit zehn Jahren tätig. Die Corona-Pandemie hat diesem Geschäftsfeld einen regelrechten Schub verliehen, wodurch für mich die Chance zur Selbständigkeit entstand – frei nach dem Motto: ‚Jetzt oder nie‘.“
Stefan Gruber-Barowitsch, Congram
„Als Massagepanda gehe ich in meiner neugegründeten Grazer Praxis individuell auf die Bedürfnisse meiner Patienten ein. Durch die Selbständigkeit kann ich mir Zeit nehmen, ein ausführliches Anamnesegespräch zu führen und die Behandlung genau anzupassen.”
Christian Dremel-Urbas, Massagepanda

Start-Up Initiative "Take Off": Ideen aus der KI-Forschung suchen GründerInnen

Das Know-Center hat die Initiative „Take-off“ ins Leben gerufen, die Gründungswillige mit zündenden Hightech-Geschäftsideen versorgt und sie auf ihrem Weg zum eigenen Start-up begleitet. Das Ziel ist, Forschungsergebnisse aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) in die Wirtschaft zu bringen und Unternehmertum im Forschungsumfeld zu fördern.

„Als COMET-Kompetenzzentrum wickelt das Know-Center seit 20 Jahren Forschungs- und Industrieprojekte im Bereich Daten und Künstliche Intelligenz ab. Wir sind dem Markt voraus und wissen, was funktioniert. Unsere Ideen wollen wir in einem sehr frühen Stadium an potentielle Gründerinnen und Gründer übergeben und mit ihnen gemeinsam marktfähige Produkte daraus entwickeln. Dadurch bringen wir die digitale Transformation voran und tragen zur Standortentwicklung in der Steiermark bei“, erklärt Know-Center CEO Stefanie Lindstaedt.

GründerInnen für EduTech Start-up gesucht

Eine KI, die eigenständig einen Vortrag zusammenstellt? Ein Sportarmband, das misst, wann Lernstoff am besten aufgenommen werden kann? Educational Technology (Bildungs-Technologie) verändert das Lernen maßgeblich und hat enorm viele Anwendungspotentiale. Die erste Ausschreibung von Take-off ist in diesem Zukunftsfeld angesiedelt und zielt darauf ab, mittels innovativen Technologien Menschen in allen Lebenslagen beim Lehren und Lernen zu unterstützen.

Wer mitmachen will: Gesucht werden Personen mit Programmier-, Managementfähigkeiten und wirtschaftlichem Know-how. Die Bewerbung ist als Start-up Team oder als Einzelperson möglich. Am 24. August findet ein virtuelles Info-Event zur Gründungsinitiative und der ersten thematischen Ausschreibung statt.

Weitere Informationen: https://www.know-center.at/takeoff


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