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Großflächige Covid-Tests als Weg zu mehr Normalität

Die Testrakete hat abgehoben: In den letzten vier Wochen wurden um 252 Prozent mehr Tests durchgeführt. Ein erster Schritt zu weiteren Öffnungen.

Grafik zu aktuellen Corona-Tests
© AGES_BMSGFK

Wer mehr testet, der findet auch mehr Infizierte und kann dadurch Infektionsketten unterbrechen. Großflächige Untersuchungen bringen nämlich die Dunkelziffer ans Licht, also jene Personen, die zwar selbst keine Symptome bemerken, aber als Träger des Corona-Virus diesen unbemerkt weitergeben können. Deshalb wurde die Testkapazität in Österreich massiv erhöht: Allein die Anzahl der durchgeführten öffentlichen Tests ist in den letzten vier Wochen um 252,1 Prozent gestiegen. Kostenlose Testmöglichkeiten gibt es nun nicht mehr nur in öffentlichen Teststraßen und Schulen, sondern auch in rund 900 Apotheken (mit Kapazitäten für bis zu 325.000 Menschen) und in mehr als 1.000 Betrieben (mit Kapazitäten für bis zu 550.000 Mitarbeiter).

Das durch Eintrittstests – etwa bei Friseuren und körpernahen Dienstleistern – geschaffene Anreizsystem zur breiten Teilnahme trägt zu einer umfassenden, regelmäßigen Testung der Bevölkerung bei. Und wenn wöchentlich 25 Prozent der Menschen mitmachen würden, so wäre dies ein Mittel, um den R-Faktor (die Anzahl der Personen, die eine infizierte Person ansteckt) um 40 Prozent zu senken. „Jetzt muss der volle Effekt des Anstiegs des breitflächigen Testens beobachtet werden“, so WKÖ-Präsident Harald Mahrer. „Mit FFP2-Masken, verschärften Abstandsregeln und umfangreichen Testmöglichkeiten sind nun jedenfalls alle Instrumente vorhanden, um die Wirtschaft etappenweise und sicher wieder hochzufahren.“ Die Werkzeuge seien klar definiert, um ein Öffnen für Gastronomie, Hotellerie und für den Veranstaltungsbereich zu ermöglichen. 

Anders als in Österreich, wo Tests staatlich gefördert und kostenlos sind, ist die Strategie bei unseren Nachbarn: In Bayern und der Schweiz etwa werden primär Menschen mit Symptomen getestet, was sich in einer neun Mal niedrigeren Zahl an Testungen widerspiegelt und in einer höheren Zahl von Corona-Positiven in Relation dazu. So sind in Österreich 0,75 Prozent der Getesteten positiv, in Bayern drei und in der Schweiz 4,9 Prozent.

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