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Coronakrise als Bildungschance genutzt

Qualifikation steht hoch im Kurs: 674 Meister- und Befähigungsprüfungen wurden im Jahr 2020 abgelegt. Das sind um 117 oder um 21 Prozent mehr als im Jahr davor – und das trotz Covid19-Pandemie.

Die vom Land Steiermark und der Stadt Graz im letzten Jahr ins Leben gerufene Meisterprämie von 1.000 Euro pro Absolvent/in wird 2021 verlängert.
© Lothar Drechsel / AdobeStock Die vom Land Steiermark und der Stadt Graz im letzten Jahr ins Leben gerufene Meisterprämie von 1.000 Euro pro Absolvent/in wird 2021 verlängert.

674 Meister- und Befähigungsprüfungen wurden im Jahr 2020 in der Steiermark positiv absolviert – ein Plus von 117 bzw. von 21 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. 274 junge Menschen (229 Männer, 45 Frauen) dürfen sich nun Meisterin bzw. Meister nennen. Dazu kommen noch einmal 400 Absolventinnen und Absolventen (268 Männer, 132 Frauen) von Befähigungsprüfungen. „Das sind mehr als erfreuliche Zahlen in unerfreulichen Zeiten. Sie zeigen, dass die Coronakrise in diesem Bereich als Bildungschance genutzt wurde“, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Und das sei wichtig, denn: „Bei der Aus- und Weiterbildung darf es keinen Bildungs-Lockdown geben! Alle Absolventinnen und Absolventen haben auf die richtige Karte gesetzt, denn Qualifikation ist der Schlüssel zum Erfolg!“ Gestiegen ist auch die Zahl der positiv absolvierten Unternehmerprüfungen, und zwar von 365 im Jahr 2019 auf 404 im Jahr 2020. Die Unternehmerprüfung ist ein fixer Teil fast aller Meister- und Befähigungsprüfungen und sorgt für das unternehmerische Know-how der Absolventinnen und Absolventen.

Höchste Qualifikationsstufe

Die überwiegende Zahl aller Meister- und Befähigungsprüfungen wird in der Sparte Gewerbe und Handwerk abgelegt, wo die klassischen Handwerksberufe dominieren. Der Unterschied liegt dabei lediglich in der gewerberechtlichen Zuordnung, fachlich gesehen entsprechen sowohl Meister- als auch Befähigungsprüfung der höchsten Qualifikationsstufe, die in den jeweiligen Lehrberufen erreicht werden kann. „Die Lehre schafft die Basis und die Meisterprüfung ist die Krönung! Es ist sehr erfreulich, dass die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen erneut gestiegen ist. Denn die Krise wird irgendwann einmal vorbei sein – und dann braucht die Wirtschaft Meisterleistungen in allen Branchen“, so Hermann Talowski.

1.000 Euro Meisterprämie wird verlängert

Großer Beliebtheit erfreut sich die im Jahr 2020 eingeführte „Meisterprämie“ des Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark. 2021 geht diese Meisterprämie nun in die Verlängerung: 1.000 Euro warten erneut auf alle, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung positiv absolvieren. Die Stadt Graz übernimmt dabei die Hälfte der Prämie für Absolventinnen und Absolventen mit Hauptwohnsitz in Graz. Der Antrag dafür kann bei der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG gestellt werden und muss spätestens drei Monate nach dem Prüfungstag eingereicht werden. „Das ist ein wichtiges und notwendiges Zeichen der Wertschätzung auf dem Weg zur Gleichstellung von beruflicher und schulischer Ausbildung“, so Herk und Talowski. Die Meisterprämie dient dazu, einen Teil der Kosten für vorbereitende Kurse auf die Prüfungen abzudecken – Kosten, die es bei der schulischen und universitären Ausbildung nicht in dieser Höhe gibt.

Meister auf derselben Stufe wie Bachelor

Der Meistertitel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgewertet, um seine wirtschaftliche Bedeutung zu unterstreichen. Seit 2018 steht er auf Stufe 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und damit auf derselben Stufe wie der Bachelor. Der NQR ordnet Ausbildungen insgesamt acht Stufen zu, was vor allem der internationalen Vergleichbarkeit dient. Für die Wirtschaft ist dies enorm wichtig, da bei Ausschreibungen der Nachweis gewisser Qualifikationsniveaus gefordert wird. Darüber hinaus können seit 21. August 2020 alle, die eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Bezeichnung „Meisterin“ bzw. „Meister“ auch vor ihrem Namen führen, und zwar als „Mst.“ und „Mst.in“ bzw. auch in ausgeschriebener Form. Der Titel kann auch in amtlichen Urkunden eingetragen werden. Im vergangenen Jahr wurde die höchste Stufe der beruflichen Bildung in der Steiermark in insgesamt 47 Berufen erklommen.


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