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Corona setzt den Brauern zu

Keine Veranstaltungen, keine Gastronomie: Tausende Liter feinster steirischer „Gerstensaft“ müssen entsorgt werden. Außer man hat eine echte Schnapsidee.

Verschiedene Biere im Glas
© AdobeStock_141298273 Die Gastronomie muss weiter geschlossen halten – jetzt läuft bald das Bier ab. Tausende Liter müssen bald vernichtet werden.

Da blutet wohl den meisten  Steirern das Herz: Tausende Liter Bier müssen aufgrund der durch Corona gesperrten Gaststätten nun entsorgt werden. „Die Wirte können das Fassbier nicht verkaufen – und da es sich hier um ein Naturprodukt handelt, ist es nicht so lange haltbar“, weiß Andreas Werner, Obmann der Lebensmittelindustrie und Chef der Brauunion in der Steiermark. Viele hätten in der Hoffnung auf eine doch mögliche Wintersaison ihre Lager aufgefüllt – „in wenigen Wochen werden wir also die ungeöffneten Fässer von den Hütten, den Hotels und den Gaststätten wieder abholen müssen und diese dann vernichten“, so Werner.

Aber auch generell habe Corona die heimischen Brauereien hart getroffen. Der Österreichschnitt liegt bei rund 30 Prozent, der direkt an die Gastronomie geht – diese Menge fällt seit Corona so gut wie gänzlich weg. Aber nicht nur die fehlende Gastronomie setze dem Fassverkauf zu, so Werner, auch die fehlenden Volks- und Vereinsfeste, Bälle, Weihnachtsfeiern und jetzt auch noch der abgesagte Fasching zehren an den Braumeister-Nerven. „Alleine die damit verbundene Schankwartung und -technik und die Bierführer machen bei uns in Göss die Hälfte des Personals aus. Mit vereinten Kräften konnten wir aber alle Mitarbeiter in Beschäftigung halten.“

Brenner und Brauer in hochprozentiger Mission

Noch stärker von den Corona-Maßnahmen betroffen sind die kleinen Brauereien im Land. Denn diese Spezialisten sind oft gar nicht oder nur mit einem sehr kleinen Prozentanteil im Lebensmittelhandel verteten, der Folgeverlust durch die geschlossenen Gaststätten macht sich noch wesentlich stärker bemerkbar. So etwa bei der Brauerei Pock in St. Veit in der Südsteiermark. „Rund 1.200 Liter Bier stehen bei mir im Lager. Das wurde im Oktober für die Gastronomie gebraut, dann aber wurde nichts, mit dem Aufsperren und jetzt steht das Bier kurz vor dem Ablaufen“, erzählt Georg Pock. Zum Wegwerfen aber viel zu schade sei der Gerstensaft, deshalb schmiedete er gemeinsam mit seinem Nachbarn, dem Edelbranderzeuger Robert Selinschek, den Plan, einen Bier-Schnaps namens „Zeitgeist“ zu kreieren. „Wir kleinen Unternehmer halten in der Not noch stärker zusammen“, so Pock – und zeigt sich überwältigt ob der großen Nachfrage nach dieser echt steirischen „Schnapsidee“. 

Georg Pock und Robert Selinschek
© Pock Bier Geniale hochprozentige Idee: „Brauer“ Georg Pock und „Brenner“ Robert Selinschek (v.l.)


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