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Corona bremst Konjunktur im Gewerbe aus

Während sich konsumnahe Branchen tief im Minus bewegen, zeigen sich investitionsgüternahe Branchen wie der Bau stabil.

Baustelle
© Adobe Stock Auch wenn die Baubranche recht gut durch die Krise gekommen ist, müssen viele Betriebe enorme Einbußen hinnehmen.

Die größte Arbeitgebersparte, das Gewerbe und Handwerk, wurde durch die Corona-Krise um Jahre zurückgeworfen. Das ist die bittere Schlussfolgerung aus den Daten der KMU Forschung Austria, die für das Vorjahr ein nominelles Umsatzminus von 7,3 Prozent ausweisen. In absoluten Zahlen ist der österreichische Umsatz um 7,7 Milliarden Euro auf 98,2 Milliarden Euro geschrumpft. Auch in der Steiermark ist die nominelle Umsatzentwicklung um sieben Prozent eingebrochen. „Alle unsere Branchen verzeichneten 2020 ein Umsatzminus“, so Bundesspartenobfrau Renate Scheichelbauer-Schuster.

Dramatische Einbrüche bei konsumnahen Branchen

Unterm Strich zeigt sich eine Zweiteilung im Gewerbe und Handwerk: Während in den investitionsgüternahen Branchen – etwa dem Bau- und Baunebengewerbe – die Einbußen relativ moderat ausfielen, wurden konsumnahe Branchen massiv getroffen. Entsprechend dramatisch sind die Einbrüche bei  Fotografen (minus 37,3 Prozent), bei Mode und Bekleidungstechnik (-34,1 Prozent), im Kunsthandwerk (-23,6 Prozent) bei  Friseuren (-21,7 Prozent), Fußpflegern, Kosmetikern und Masseuren (-20,9 Prozent).

Auch die steirischen Zahlen belegen den bundesweiten Trend: So meldeten 58 Prozent der steirischen Betriebe für 2020 Umsatzrückgänge, das Minus betrug im Schnitt satte 19,9 Prozent. Nur je 20 Prozent konnten die Umsätze stabil halten oder Zuwächse erwirtschaften.

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