th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Sie bieten Corona mit Mut und Innovationen die Stirn

Die Pandemie hat die Welt weiter fest im Würgegriff. Dennoch gibt es zahlreiche steirische Betriebe, die Corona mit Investitionen und Innovationen Paroli bieten, wie diese nicht ganz alltäglichen fünf Fallbeispiele zeigen.

Stefan Maier mit Harmonika in seinem Musikhaus
© Maier Unternehmer Stefan Maier hat seinen „Online-Quetschn-Shop“ hocherfolgreich an den Start gebracht.

Stefan Maier löste mit seinem Online-„Quetschn-Shop“ einen echten Corona-Harmonika-Boom aus:

Als der erste Lockdown vor einem Jahr die Geschäfte zum Schließen zwang, stellte sich auch Stefan Maier, Musikhändler in Rosental,  die Frage, wie es weitergehen solle. „Natürlich hatte ich bereits einen Online-Shop, aber ein Instrument kauft man nicht so einfach per Mausklick, das will man man angreifen, das will man hören“, erzählt der Unternehmer. Doch einfach den Kopf in den Sand zu stecken und verzweifelt der Dinge zu harren, die da noch kommen würden, sei nicht seine Art: „Also entschloss ich mich, eine Vision, die ich schon lange im Kopf hatte, jetzt umzusetzen, und habe meinen allerersten ,Quetschn-Shop‘ auf Schiene gebracht.“ 

Harmonikas professionell online anzubieten, sei ein ungemein komplexes Feld, das intensive Betreuung und Beratung benötige, betont Maier – selbst der weit über die Grenzen hinaus bekannte steirische Harmonikaprofi Strasser verkaufe nicht über das Internet. „Ab einem bestimmten Level wird jede Harmonika auf den Kunden individuell angepasst. Das sind Custom-made-Produkte, die bei mehreren tausend Euro aufwärts starten.“ 

Dennoch wagte Maier das Projekt gemeinsam mit Strasser und hat sich dazu interaktive Features einfallen lassen. „Der Kunde sucht sich online ein Modell aus und nimmt direkt über die Homepage per Whatsapp mit mir Kontakt auf. Zusätzlich zur individuellen Beratung schicke ich von mir persönlich produzierte Videos zur ausgesuchten Harmonika. Man sieht also das gewünschte Instrument nicht nur rundum, sondern kann den Klang auch genau hören. Und mittels Online-Konfigurator kann jeder seine Tasten-Belegung selbst wählen. Mit diesen Services bin ich so gut wie alleine am Markt.“ 

Aber nicht nur der Quetschn-Shop zeugt von Innovationsgeist, Maier hat in der Pandemie auch drei eigene Strasser-Modelle lanciert. Und während etwa bei Blasinstrumenten der Verkauf massiv eingebrochen sei – „Musikkapellen und Bands können ja nicht auftreten“ –, habe sich die Quetschn zu einem Renner entwickelt, so Maier: „Ich verkaufe ein paar Tausend Prozent mehr, die Bestelllisten sind bis April 2022 voll. Es gibt also genug Auswahl für alle Musikfans.“ Infos: harmonika-quetschn.at

 

Corona hat Erwin Haider auf eine Steirerkracherl-Innovation gebracht. Eine Million Euro hat er dazu investiert: 

Seit mehr als 120 Jahren wird in Vorau Limonade produziert – das berühmte Himbeerkracherl weckt auch heute noch bei vielen süße Kindheitserinnerungen. Erwin Haider führt die Geschicke des gleichnamigen Familienunternehmens bereits in der fünften Generation und präsentiert eine echte Innovation beim „Steirerkracherl“. Ausgelöst durch den coronabedingten Wegfall der Lieferungen an die Gastronomie, hat er beschlossen, in ein neues und dem Zeitgeist entsprechendes Produkt für Endkonsumenten im Handel zu investieren. „Seit drei Wochen sind wir mit der ersten wiederverschließbaren Steirerkracherl-Halbliter-Glasmehrwegflasche am Markt. Damit entsprechen wir dem sich veränderten Kundenbedarf, was Füllmenge und Nachhaltigkeit entspricht.“ Eine Million Euro hat er dafür inves-tiert. Haider: „Das ist natürlich eine enorme Summe, gerade in Zeiten wie diesen. Aber Corona hat das Verhalten der Menschen im Land deutlich beeinflusst, der Trend zur Konsumation daheim wird bleiben – und dem tragen wir mit dieser nachhaltigen Lösung Rechnung.“ Infos: www.steirerkracherl.at


Erwin Haider mit Steirerkracherl
© Haider Erwin Haider führt die Steirerkracherl-Geschäfte bereits in fünfter Generation.


Ein Bier zum Tatoo, ein rockiges Outfit und dazu noch Werbemittel und Homepage: Das gibts nur bei „Rock & Ink“:

„Wir können jammern, oder wir können etwas tun“, stellt Manuel Marx, Geschäftsführer der „Rock&Ink Bar“ in Deutschlandsberg, klar. Und deshalb hat er gemeinsam mit seinem Team die Ärmel hochgekrempelt, um das bereits sehr breite Geschäftsportfolio – Tatoo&Piercing, Rock-Bar, Online-(und stationärer)Modehandel nun um eine weitere Facette zu bereichern. „Die Bar ist seit Monaten geschlossen, das ist natürlich sehr hart für uns. Doch die damit frei gewordene Zeit haben wir genutzt, um eine Full-Service-Werbeagentur in diesem März zu eröffnen. Denn unsere Tätowierer sind hochkreativ – das sieht man an unseren Shirts, Hoodies und Accessoires. Gemeinsam mit ihrem Know-how und dem externer Profis bieten wir seit Kurzem Werbetechnikleistungen aller Art von Stick und Druck über Beschriftung und Grafik bis hin zur kompletten Homepagegestaltung an“, erzählt Marx. Man sei nur handlungsfähig, wenn man etwas tue, so Marx, „wir können die Entwicklungen der Pandemie nicht beeinflussen, aber wir können unser Business beeinflussen, indem wir uns weitere Tätigkeitsereiche suchen“. Infos: www.rock-and-ink.com

Das Team von Rock&Ink im Büro am Schreibtisch.
© Rock&Ink Das kreative Team von „Rock&Ink“: Christian Painsi, Thomas Tosa und Manuel Marx (v.l.)

„Alles Event“ investiert vier Millionen Euro in eine „grüne“ Waschanlage für Mehrweggeschirr:

Zu Recht stolz zeigt sich Markus Knaus, Geschäftsführer von „Alles Event“, über den kürzlich erfolgten Spatenstich zu einer der modernsten und grünsten Geschirrwaschanlagen Österreichs. „Wir haben den Auftragsrückgang in der Gastronomie genutzt, um unsere Kräfte für dieses Herzensprojekt zu bündeln“, erzählt Knaus. Schon im August wird die Anlage im Vollbetrieb laufen, pro Stunde können die insgesamt drei Bandwaschanlagen 21.000 Stück (!) Mehrweggeschirr wieder hygienisch sauber machen. „Der Trend im Eventbereich geht immer stärker in Richtung Ressourcenschonung. Das EU-Verbot von Einwegplastik unterstützt dieses Umdenken natürlich massiv“, so Knaus und gibt zu bedenken, dass etwa alleine im Kaffeebereich  Tag für Tag mehrere Tausend Becher anfallen: „Die werden fünf Minuten benutzt und dann in den Müll geworfen. Das ist Wahnsinn, nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem ökologisch.“ Deshalb habe man jetzt – mitten in der Krise – dieses Vier-Millionen-Euro-Investment in Seiersberg umgesetzt, um perfekt gerüstet zu sein, wenn es wieder in Richtung „Normalität“ gehe, so Knaus. Infos: www.alles-event.at

Markus Knaus vor einer Bandwaschanlage
© allesEVENT „Alles Event“-GF Markus Knaus vor einer der Bandwaschanlagen.

Andreas Frankl hat mitten in der Krise ein Unternehmen gegründet, das die Pflege daheim digital unterstützt:

Der Ausbruch der Corona-Pandemie im letzten Frühling hat das unternehmerische Engagement von Andreas Frankl nicht aufgehalten, ganz im Gegenteil: Im April 2020 startete der Jungunternehmer die „Opus Novo GmbH“ in Graz mit dem Ziel, mittels Entwicklung digitaler Produkte das Leben hilfs- und pflegebedürftiger Menschen sowie deren Angehörigen und Pflegern zu erleichtern. Nun präsentiert er mit „Elly“ eine smarte multifunktionale Leuchte mit Smartphone-App. „Das Leuchtenmodul erkennt ein Verlassen des Bettes, markiert nächtliche Wege mit Lichtpunkten und sendet bei Bedarf eine Bett-Exit-Meldung an das Smartphone oder Tablet der pflegenden Person“, erklärt der Start-up-Chef. Und er tüftelt bereits an weiteren Hilfsfunktionen der Leuchte – etwa eine Gegensprechfunktion oder auch die Möglichkeit zur Überwachung der Raumtemperatur. „Die Betreuung sturzgefährdeter Menschen ist oft eine schlafraubende Belastung für Angehörige, weil sie sich ständig in sorgenvoller ,Hab-Acht-Stellung‘ befinden“, so Frankl. „Die Bewegungsmeldung auf dem Handy entlastet Angehörige in der Nacht und unterstützt sie auch tagsüber.“ Infos: www.opus-novo.com


Andreas Frankl mit der Lampe
© Opus Novo Die Lampe „Elly“ von Andreas Frankl registriert, wenn jemand das Bett verlässt, und leuchtet den Weg aus.






















Das könnte Sie auch interessieren

Clubmanagerin Mirjana Basaric und Hildegard Frühwirth (v.l..)

Corona-Kilos haben keine Chance mehr

Den Lockdown hat man bei Mrs. Sporty in Leibnitz genutzt, um Knowhow wie auch das Studio selbst auf Vordermann zu bringen. "Wir freuen uns riesig aufs Wiederaufsperren", erzählt Clubbetreiberin Hildegard Frühwirth. mehr

Das Adient-Betriebsgelände wurde von Rema-Holzwerke gekauft und wird ausgebaut.

Platz für den Vorbesitzer bei Millionenumzug

Die Rema-Holzwerke übersiedeln und investieren rund 20 Millionen Euro in einen neuen Standort in Mandling. mehr