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Corona-Bilanz: Außenhandel mit dickem Minus

Um 14,2 Prozent oder 3,69 Milliarden Euro sind die steirischen Exporte 2020 eingebrochen. Nun herrscht wieder Aufbruchstimmung.

22.265 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr trotz Coronapandemie von steirischen Unternehmen im Außenhandel erwirtschaftet.
© Photo Gallery/AdobeStock 22.265 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr trotz Coronapandemie von steirischen Unternehmen im Außenhandel erwirtschaftet.

Die Coronapandemie hat die globalen Warenströme im vergangenen Jahr ordentlich auf den Kopf gestellt. Mit massiven Einbrüchen als Folge, quer über alle Kontinente, von denen auch die steirische Wirtschaft nicht verschont geblieben ist. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnet die Statistik Austria in ihrer nun vorliegenden Exportbilanz für die grüne Mark nämlich ein Minus von 14,2 Prozent. In aboluten Zahlen bedeutet das Ausfuhren in der Höhe von 22,26 Milliarden Euro, ein Rückgang von 3,69 Milliarden Euro. 

Lieferkettenengpässe

„Dieser Einbruch ist aber nicht ausschließlich der gesunkenen Nachfrage geschuldet“, weiß ICS-Geschäftsführer Robert Brugger, sondern auch das Ergebnis von Lieferkettenengpässen, insbesondere im zweiten Halbjahr. „Durch fehlende Semi-Conductors beispielsweise konnten in vielen Branchen die Bestellungen nicht abgearbeitet werden“, so Brugger. Parallel dazu habe man im zweiten Halbjahr aber auch erste Anzeichen einer Erholung feststellen können, die durch besagte Lieferkettenengpässe bzw. durch mangelnde Frachtkapazitäten gedämpft wurden. Aber zurück zur eigentlichen Statistik: Bedeutendster Handelspartner der Steiermark ist demnach nach wie vor Deutschland, und zwar sowohl im Export als auch im Import. Warenverkäufe im Wert von über sechs Milliarden Euro stehen hier trotz Corona fürs Jahr 2020 zu Buche – das sind 27 Prozent aller weiß-grünen Ausfuhren. Die zentralsten Güter waren dabei einmal mehr Zugmaschinen und Kraftwagen mit einem Anteil von über 25 Prozent, gefolgt von mechanischen Geräten (zwölf Prozent) und elektrischen Geräten mit knapp zehn Prozent. Den stärksten relativen Rückgang unter den wichtigsten Handelspartnern der Steiermark verzeichnete übrigens Frankreich mit rund 25 Prozent.

Nun hat sich das wirtschaftliche Blatt aber zum Glück gewendet, sämtliche Konjunkturprognosen gehen – vorausgesetzt die Coronalage bleibt stabil – von starkem Wachstum aus. Ein Kurs, den Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl aktiv unterstützen will: „Mit der Initiative ‚Restart Export‘ helfen wir heimischen Unternehmen dabei, dass sie so rasch wie möglich an die Exporterfolge vor der Corona-Krise anknüpfen können.“ Umso mehr pocht WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk auch auf einen Ausbau der (Export-)Infrastruktur: „Allem voran die Pyhrn-Schober-Achse und die A9 im Süden von Graz müssen ausgebaut werden.“ 

O-Töne

Barbara Eibinger-Miedl: „2020 war eine enorme Herausforderung. Die aktuellen Prognosen stimmen jedoch zuversichtlich.“

Josef Herk: „Das vergangene Jahr hat uns mit aller Härte die Bedeutung globaler Lieferketten vor Augen geführt.“

Robert Brugger: „Die Zahlen lassen uns jetzt wieder optimistisch in die mittelbare Zukunft blicken.“


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