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China im Fokus europäischer Autobauer

Reduktion als Entwicklungstreiber: Zwei Tage lang fasste die europäische Automotive-Spitze in Graz China ins Auge.

Mit rund 35 Millionen gebauten Pkw hat sich China zum größten globalen Kfz-Markt entwickelt – immerhin entspricht diese Menge der gemeinsamen Produktion von Europa und Japan. Gleichzeitig steht das Land aufgrund dramatischer Abgassituationen in den Megacities vor einer sehr anspruchsvollen Emissionsgesetzgebung. Grund genug, die jährliche AVL-Konferenz in Graz dem chinesischen Markt zu widmen.

Zwei Tage lang diskutierte die Crème de la Crème der europäischen Hersteller auf Einladung von AVL-CEO Helmut List darüber, wie sehr die strikten Regularien Chinas bei Emissionen (ab 2020 Standard China 6a) bzw. Treibstoffverbrauch (ab 2020 fünf Liter/100 Kilometer) die Autobauer in Europa antreibe.

„Sowohl die Schadstoffproblematik, aber auch die Ressourcen- und Wettbewerbssituation machen insbesondere die Elektrifizierung für China interessant“, betonte List in seiner Eröffnungsrede und ebenso, dass die technische Weiterentwicklung in den Megacities durch Förderungen und Zulassungsbeschränkungen gelenkt werde: „Dadurch ist China der Wachstumsmarkt für Elektro- und Hybrid-Mobilität. Die Umstellung könnte hier rascher erfolgen als in anderen Ländern.

Jun Li von First Automotive Works, dem größten chinesischen Hersteller, machte deutlich, wie entscheidend das Thema Kraftstoffverbrauch ist. Denn Autos mit großem Durst haben keine Chance mehr auf chinesischen Straßen – ab 2025 dürfen es nur mehr vier Liter auf 100 Kilometern sein. „Die Zeitfenster sind eng und fortgeschrittene Verbrennungsmotoren notwendig“, erklärte Li vor rund 300 Gästen aus 18 Nationen.

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