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Blackout: Was passiert, wenn's passiert

Jürgen Roth, Bundesobmann des Energiehandels, im Interview über Präventionsmaßnahmen und Notfallpläne für Unternehmen im Falle eines Blackouts.

Strommasten und ausgeblasene Kerze
© Adobe Stock Wenn das Licht ausgeht: Vorsorge ist das Gebot der Stunde, um die Folgen eines Blackouts zu minimieren.

Herr Roth, wie bereitet sich der Energiehandel auf den Fall eines Blackouts vor?

Jürgen Roth: Seit Jahrzehnten liefert der Energiehandel ohne Unterbrechung, das wollen wir auch in Zukunft. Nun ist die Gasversorgung fragil geworden. Fehlt das Gas, wird auch Strom knapp. Wir können aber auf jeden Fall Betriebe im Vorfeld unterstützen. Hier ist vor allem die Belieferung von Notstromaggregaten zu erwähnen, die die Energieversorgung zumindest für einen gewissen Zeitraum aufrechterhalten können, um Prozesse geordnet zurückzufahren. Außerdem zeichnet sich flüssige Energie durch den Riesenvorteil einer hohen Energiedichte aus, kann problemlos gelagert werden und steht im Fall der Fälle sofort zur Verfügung. In Zukunft kann Notstrom mit synthetischen eFuels klimaneutral erzeugt werden – sie basieren auf Ökostrom, der in flüssiger Form optimal lager- und speicherbar ist. 

Wie können sich Betriebe bestmöglich vor einem Blackout schützen?

Roth: Erstellen Sie einen Notfallplan! Ein solcher definiert für den Ernstfall die genauen Regelungen und die Abfolge der notwendigen Schritte. Dieser Notfallplan sollte am besten in Papierform vorhanden sein und in größeren Betrieben allen Führungskräften zur Verfügung gestellt werden. Das betrifft vor allem auch die Schlüsselmitarbeiter sowie deren – auch private – Versorgung im Ernstfall. Darüber hinaus sollten dringend folgende Fragen vorab geklärt werden: Wer ist wann wofür zuständig? Wer trägt wofür die Verantwortung? Wird ein Krisenstab benötigt? Wenn ja, wer ist Mitglied, wie wird er verständigt und wo tritt dieser im Ernstfall zusammen? 

Wie kann ein Blackout vermieden werden? 

Roth: Durch die Fülle an volatilem, erneuerbarem Strom, der in das Stromnetz eingespeist wird, sind Regelungsmaßnahmen (Redispatch) seitens der Austrian Power Grid von entscheidender Bedeutung, um Engpässe im Stromnetz zu vermeiden. Diese Netzeingriffe sind mittlerweile leider tägliche Routine. So musste die Austrian Power Grid bis August heuer bereits 167 Mal mit Redispatch-Maßnahmen eingreifen, um Netz­engpässe zu verhindern. Die Energiewende schreitet voran, der Netzausbau hinkt hinterher  und Redispatch bleibt mit derzeit fossilen Energieträgern unerlässlich.

Worauf müssen Unternehmen während eines Blackouts achten?

Roth: Die Verantwortlichen eines Betriebes sollten im Vorfeld festlegen, welcher Notbetrieb aufrechterhalten werden muss. Für welche Maschinen, Gerätschaften und Prozesse ist eine Stromversorgung unbedingt erforderlich? Was muss bei einem Blackout unbedingt weiter funktionieren? Von den Antworten auf diese Fragen hängen die Anschaffung eines Stromaggregates und dessen erforderliche Leistung ab. Wichtig ist auch die Frage, welche Systeme jedenfalls auch bei einem Stromausfall abgeschaltet werden müssen, zumal es bei einem unkontrollierten Wiederhochfahren von Strom zu Schäden kommen würde. Diese Schäden können so weit reichen, dass ein Totalschaden einzelner Geräte oder Maschinen entstehen könnte. Diese unbedingt notwendigen Prozessschritte sind im Notfallplan festzuhalten.

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