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Binnen drei Minuten zum neuen Job

LinkedIn, Facebook, Hokify und Co: Wer heutzutage qualifiziertes Personal sucht, wird in Apps und Netzwerken fündig.

Die Jobsuche via Apps wie Hokify ist immer mehr im Vormarsch.
© Hokify Die Jobsuche via Apps wie Hokify ist immer mehr im Vormarsch.

Im Jahr 2018 konnte die Steiermark den höchsten Jobzuwachs seit Aufzeichnung der Arbeitsmarktdaten feststellen: Bei den unselbstständig Beschäftigten stellten die Steirer mit rund 524.000 Personen im Jahresschnitt einen neuen Rekord auf. Diese erfreuliche Zahl und die damit verbundene niedrigste Arbeitslosenquote seit 30 Jahren (6.1 Prozent) sorgen aber auch dafür, dass viele offene Stellen unbesetzt bleiben. 9995 Mitarbeiter werden aktuell über das AMS Steiermark gesucht, das sind 41,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. 

9995 Stellen, die es also dringend zu besetzen gilt. Doch wie und wo findet man am schnellsten qualifizierte Mitarbeiter? Die Mittel und Wege haben sich im Laufe der Digitalisierung und durch den Personalmangel sehr verändert, umso wichtiger ist es daher für Unternehmen, am Zahn der Zeit zu bleiben und beim Recruiting neue Wege und Methoden in Betracht zu ziehen.

Via App zum neuen Mitarbeiter

„80 Prozent der Smartphone-User suchen ihre Jobs über das Handy. Diesem Trend sind wir gefolgt und haben mit Hokify eine App ins Leben gerufen, die sowohl die mobile Jobsuche als auch den Bewerbungsprozess einfach und schnell gestaltet“, so Karl Edlbauer, Co-Founder und Geschäftsführer von Hokify. Die mobile Job-Plattform, die sich auf die einfache Vermittlung von Fachkräften in den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Handwerk, Handel, Gewerbe und Büro spezialisiert hat, funktioniert ähnlich wie die Partnersuche auf der Datingapp „Tinder“: Arbeitssuchende „swipen“ durch verschiedene Jobangebote bis sie ein „Match“ mit einem Unternehmen haben. „Der gesamte Bewerbungsprozess dauert im Schnitt nur drei Minuten und kann einfach und direkt über die App erledigt werden“, so Edlbauer. Mittlerweile wird Hokify allein in Österreich von rund 18.000 Unternehmen in Anspruch genommen. Auch große Jobvermittler wie das AMS und Karriere.at haben den Vorteil von mobilen Jobportalen erkannt und bieten mittlerweile ähnliche Apps und Netzwerke für Arbeitssuchende. 

Aber nicht nur das mobile Recruiting, sondern auch das „Active Sourcing“, also die Personalbeschaffung durch Headhunter und Personalvermittler hat stark zugenommen. „Während die Jobsuche früher hauptsächlich passiv verlief, geht man heute verstärkt aktiv auf potentielle Mitarbeiter zu. Vor allem bei Professionisten, die Nischenjobs bedienen, ist das Active Sourcing das Mittel der Wahl“, erklärt David Oliver Ertler, Geschäftsführer von „Ertler Executive Search“. Somit könne man auch jene Personen ansprechen und eventuell abwerben, die zwar aktuell beschäftigt sind, aber für eine andere Position besser geeignet wären.

LinkedIn als Jobbörse der Zukunft

Obwohl die aktive Personalsuche einen zeitlichen Mehraufwand bedeutet, ist sie bereits in einigen steirischen Firmen wichtiger Bestandteil des Recruitings. „Für gutes Personal muss man einfach auch mehr Zeit investieren. Wir nutzen deswegen auch Apps wie Studo (siehe unten), um Mitarbeiter zu finden“, sagt Eva Mittermair, HR Business Partner bei Knapp AG. 

Als ein weiteres, wichtiges Tool im aktiven und mobilen Recruiting positionieren sich soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram, Xing oder LinkedIn. „Letzteres gilt in Amerika bereits als DIE Jobbörse schlechthin, bei uns dauert das wohl noch eine Weile. Meiner Meinung nach wird LinkedIn auch in Europa noch massiv an Bedeutung gewinnen und das berufliche Vernetzen erleichtern“, so Ertler.


Von der Uni in den Joballtag

Studo Jobs bietet für Studierende und Uni-Absolventen ein mobiles Jobportal, das den Einstieg in den Arbeitsalltag erleichtert.

Mit Jobs für Uni-Absolventen, ausbildungsspezifischen Praktikumsplätzen, Nebenjobs sowie Bachelor- und Masterarbeiten bietet die Studentenapp „Studo Jobs“ eine große Bandbreite an Arbeitsplätzen während und nach dem Studium. Namhafte Unternehmen wie Porsche, Red Bull, Siemens oder Magna sind einige der rund 150 Unternehmen in ganz Österreich, die bereits Jobs, Forschungsplätze und Praktika via Studo Jobs anbieten. 

„Aktuell bietet die App zwischen 400 und 600 verschiedene Stellen an, die für Studierende und Absolventen interessant sind. Das Spektrum reicht von Vollzeitstellen bis hin zu gerinfügigen Nebenjobs“, erklärt Studo-CSO und Co-Founder Manuel Schmölzer. 

Das junge Unternehmen aus Graz ist mit mittlerweile 100.000 Usern an 46 Hochschulen die größte Jobplattform für Studierende in Österreich. Da auch Social Media eine immer größere Rolle beim Recruiting spielt, wird  in Form von speziellen Kampagnen ein besonderes Augenmerk auf den Online-Auftritt der Unternehmen gelegt. „Die meisten Studierenden gehören der Generation Z an, die Nachrichten und Informationen hauptsächlich über das Smartphone beziehen. Uns ist es daher wichtig, dass Unternehmen mit ihren Jobangeboten auch auf Facebook, Instagram und Co. präsent sind“, erklärt Schmölzer. 

Von Miriam Defregger

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