th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Bilanz und Ausblick – Fünf bewegte Jahre WKO Steiermark

Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Derschoneg ziehen anlässlich der bevorstehenden WKO-Wahl Bilanz und geben Ausblick.

Von 24. bis 26. Februar findet die WKO-Wahl statt. Mehr als 65.000 steirische Unternehmerinnen und Unternehmer sind aufgerufen, ihre Vertretung zu wählen. „Jede Stimme zählt und stärkt die Interessenvertretung“, betonen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Sie ziehen Bilanz unter fünf Jahre WKO und geben Ausblick auf die künftige Arbeit des Hauses: „Schwerpunkt ist und bleibt die Stärkung des Unternehmertums.“

 

Am 26. Februar endet die „Bilanzperiode“ der WKO Steiermark – die Unternehmerinnen und Unternehmer sind aufgerufen, ihre Vertreter neu zu wählen. Zeit, um Bilanz zu ziehen unter fünf bewegte Jahre. „Leider waren und sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen alles andere als einfach. Umso wichtiger ist eine starke Interessenvertretung“, betont Präsident Josef Herk. Dafür steht die WKO Steiermark, die in den vergangenen fünf Jahren für die Unternehmer vieles erreichen konnte.

 

Wir ziehen Bilanz: Die zehn wichtigsten Erfolge in der Interessenvertretung

  • Einführung des Handwerkerbonus: 30 Millionen Euro stehen für Handwerksleistungen seit Juli 2014 im Bereich Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Wohnraum als indirekte Förderung zur Verfügung. Eine Idee, die ursprünglich aus der Steiermark kommt und jetzt erfolgreich umgesetzt wurde. Insgesamt können pro Förderwerber, Wohneinheit und Jahr bis zu 600 Euro ausbezahlt werden. „Eine effektive Maßnahme zur Ankurbelung der klein- und mittelständischen Wirtschaft, die weiter ausgebaut werden muss“, fordert Herk.
  • Bürokratieabbau:  Auf Initiative der WKO Steiermark hat sich die Bundesregierung zu einer Reduktion der sogenannten beauftragten Personen bekannt. Konkret wurden bereits vier Beauftragte gestrichen, für Herk ein erster vielversprechender Ansatz: „Dieses sogenannte Beauftragenwesen verursacht allein für die steirische Wirtschaft Jahr für Jahr Kosten in der Höhe von 150 Millionen Euro. Geld, dass bei Investitionen dringend fehlt. Darum muss es hier auch eine rigorose Reduktion geben, wie bei der Bürokratie allgemein. Denn diese lähmt die Wirtschaft.“
  • Faire Auftragsvergabe: Auf Initiative der WKO hat sich das Land Steiermark zur Einführung des Bestbieterprinzips bekannt. Damit zählt nun bei öffentlichen Ausschreibungen nicht nur mehr der Preis als alleiniges Kriterium, sondern auch ob das Unternehmen zum Beispiel Lehrlinge ausbildet, ältere Mitarbeiter beschäftigt oder die Entfernung zur Baustelle als ökologisches Kriterium.
  • Masterplan Innenstadt: Auf Initiative der WKO Steiermark wurde mit Land und Städtebund das Pilotprojekt „Masterplan Innenstadt“ ins Leben gerufen. Anhand der Pilotgemeinden Bruck an der Mur, Hartberg und Bad Radkersburg wurden Möglichkeiten der Innenstadtentwicklung aufgezeigt. Ergebnis ist das „Weißbuch Innenstadt“ mit mehr als 40 Handlungsempfehlungen.
  • Entlastung bei der Sozialversicherung: Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, angefangen bei der Einführung eines Krankengelds für Selbständige (ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit) bis hin zur Verdoppelung des Wochengeldes oder der Möglichkeit zur monatlichen statt quartalsweisen Abrechnung der SVA-Beiträge. Seit Juli 2013 besteht für Jungunternehmer zudem die Möglichkeit, allfällige Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen auf Antrag zinsenfrei auf maximal drei Jahre, das heißt auf zwölf Quartalsbeiträge, aufzuteilen.
  • Verbreiterung der Forschungsbasis: Mit einer F+E-Quote von 4,4 Prozent zählt die Steiermark zu den erfolgreichsten Forschungsstandorten Europas. Allerdings: 80 Prozent der privaten Forschungsgelder kommen von Großbetrieben. „Unser Ziel war und ist es, diese Forschungsspitze zu verbreitern“, betont Herk. Mit dem Leitprojekt „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ wurde darum mittels einer Anschubfinanzierung der WKO der Neustart des Projekts „Science Fit“ in Angriff genommen. Gemeinsam mit dem Land Steiermark und der Stadt Graz werden steirische KMU an Forschung und Entwicklung herangeführt. Weiters wurden seitens der WKO auch erstmals Forschungsstipendien für wirtschaftsrelevante Diplom- und Masterarbeiten, speziell für Themen der KMU vergeben und die Kooperation mit den Universitäten verstärkt (z.B. WIFI-Unternehmertrainings für TU-Studenten).
  • Kampf dem Fachkräftemangel: Die WKO konnte 2010 die Streichung der Lehrstellenförderung abwenden. Die Basisförderung sowie spezielle Förderprogramme in der Höhe von rund 155 Millionen Euro sind gesichert. Weiters konnten gemeinsam mit dem Land Steiermark und der Industriellenvereinigung zielgenaue Fachkräfte-Missionen z. B. in Spanien und Kroatien umgesetzt werden und beim AMS das Programm zur „Arbeitsplatznahen Qualifizierung“ (AQUA) implementiert werde. Denn die beste Qualifizierung erfolgt nach wie vor in den Betrieben, wie die zahlreichen Erfolge bei den EuroSkills und WorldSkills zeigen.
  • Reduktion des Feinstaubsanierungsgebiets:  Nicht nur, dass eine volkswirtschaftlich teure und für die Umwelt fast sinnlose Umweltzone in Graz verhindert wurde, es konnte auch das Feinstaubsanierungsgebiet um 34 Kommunen reduziert werden. Ein wichtiger Schritt, denn in diesen Gebieten wurden die unternehmerischen Spielregeln (z.B bei UVP-Verfahren, Betriebsanlagengenehmigung etc.) noch einmal verschärft. „Wir stehen zu sämtlichen Maßnahmen, die die Qualität unserer Luft nachweislich verbessert haben, gleichzeitig sollten sie aber auch nur da zum Einsatz kommen, wo es wirklich notwendig ist. Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der erlaubten Überschreitungstage im Vorjahr in keiner einzigen steirischen Kommune überschritten wurde, halte ich das für mehr als berechtigt“, so Herk.
  • Ausbau der Infrastruktur: Mit dem Bau des Koralmtunnels und der Bau-Freigabe für den Semmeringbasistunnel konnten zwei Jahrhundertprojekt auf Schiene gebracht werden. „Jahrzehntelange Forderungen der Wirtschaft wurden damit umgesetzt. Jetzt gilt es die strategische Bedeutung durch konkrete Maßnahmen, zum Beispiel bei der Flächenwidmung für Betriebsansiedelungen, zu nutzen. Gleichzeitig gilt es auch im Straßenbereich die Lücken zu schließen“, betont Herk.
  • Breitbandoffensive: Auf Initiative der WKO Steiermark und des Landes hin wurde Ende 2014 die Implementierung einer umfassenden Breitbandstrategie mit Fokus auf den Ausbau bis 2020 umgesetzt. Vom Land Steiermark wurden bis 2014 rund 10 Millionen Euro an Fördergeldern und ein Sonderbudget für Schladming und Murau bereitgestellt.


Wir ziehen Bilanz: So gefragt sind die Serviceleistungen der WKO Steiermark

Ob Unklarheiten bei Steuern und Abgaben, Fragen zu Dienstverhältnissen oder andere Probleme, die den Unternehmeralltag erschweren – die Serviceeinrichtungen der WKO Steiermark sind die Anlaufstellen für unternehmerische Fragen aller Art. Mitarbeiter der Servicestellen, Sparten und Regionalstellen sind tagtäglich im Einsatz, um Mitgliedern rasch und kompetent in sämtlichen Belangen weiterzuhelfen. Exakt 395.434 Servicefälle wurden seit der letzten WKO-Wahl im Jahr 2010 erledigt – Tendenz steigend. Wurden 2010 noch rund 25.416 Servicekunden und  71.512 Servicefälle gezählt, waren es 2014 bereits 31.138 Kunden und 86.666 Fälle. „Das entspricht einem Plus von mehr als 20 Prozent“, betont WKO Steiermark Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Am häufigsten nehmen Großbetriebe die Serviceeinrichtungen in Anspruch – im Jahr 2014 nutzten Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern im Schnitt 47 Mal die Serviceleistungen der WKO Steiermark. Aber auch Ein-Personen-Unternehmen wenden sich immer häufiger an ihre Interessenvertretung – so stieg die Zahl der Anfragen im vergangenen Jahr um 30 Prozent. Die häufigsten Anfragen gab es in den letzten fünf Jahren in Bezug auf das Gewerberecht (rund 58.560), gefolgt von Zoll (47.980) und branchenspezifischen Inhalten (47.690). Weitere Top-Themen: Beendigung von Dienstverhältnissen, Dienstverhinderungen, Zivilrecht, Entgelt, Arbeitnehmergruppen, Arbeitszeit sowie Transport und Verkehr. Für Dernoscheg dabei besonders wichtig: „Die Zufriedenheit der Kunden. Wir messen diese permanent und sind sehr stolz, dass die Unternehmer hier der WKO quer durch die Bank ein tolles Zeugnis ausstellen. 84 Prozent der befragten Servicekunden geben an, dass die Beratung durch die WKO sehr wichtig ist. Mehr als die Hälfte der Anliegen konnten sofort beantwortet werde.“ Ein ganz besonderes Service wird zudem der Exportwirtschaft geboten: das Internationalisierungscenter der  steirischen Wirtschaft. „Wachstum und damit Wohlstand werden künftig noch stärker von unserer Exportwirtschaft abhängen. Dabei wird schon jetzt jeder zweite Euro im Außenhandel verdient. Hier unterstützen wir steirische Betriebe aktiv mit unserem ICS und dem weltweiten Netz der AWO“, so Dernoscheg.

 

Wir ziehen Bilanz: So gefragt sind die Bildungseinrichtungen der WKO Steiermark

Nicht minder gefragt sind die zahlreichen Bildungsangebote. Dernoscheg: „Mit dem Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI), der Fachhochschule Campus 02, der Tourismusschule in Bad Gleichenberg und dem künftigen TALENT.Center zählt die WKO Steiermark zu den Top-Bildungsanbietern des Landes.“ Das zeigt ein Blick auf die Statistik: Rund 180.000 Bildungsteilnehmer zählt allein das Wirtschaftsförderungsinstitut seit der letzten WKO-Wahl im Jahr 2010, 5.500 Studierende der Campus 02. Dazu wird in Bad Gleichenberg die Elite des heimischen Tourismus ausgebildet, 545 Absolventen hat man hier seit 2010 hervorgebracht. Wie gut der Ruf dieser Einrichtung ist, davon zeugen die Einsätze beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel, bei der Ski-WM in Schladming, bei der Olympiade in Sotschi, aber auch beim Wiener Opernball. Aber zurück zum WIFI: 2.000 Steirer haben hier in den vergangenen fünf Jahren ein Unternehmertraining absolviert, 3.900 Teilnehmer zählen die Meisterschulen (im Vorjahr +20 Prozent!), weiters wurden 1900 firmenspezifische Projekte durchgeführt. „Bildung und Qualifizierung sind für uns kein Lippenbekenntnis, sondern ein echtes Herzensanliegen“, betonen Herk und Dernoscheg unisono. Ein Herzensanliegen, das für den Standort Steiermark von entscheidender Bedeutung sei. „Die Jugend ist unser wertvollster Rohstoff. Aus diesem Grund investieren wir jetzt auch zwei Millionen Euro in die Einrichtung eines TALENT.Center. Dieses soll Jugendlichen ab Herbst die optimale Ausbildungs- und Berufswahl erleichtern“, so die WKO-Führungsspitze.


Wir blicken in die Zukunft: So wird die Steiermark noch unternehmerischer

Die WKO Steiermark hat sich auch in diesem Jahr ein höchst ambitioniertes Arbeitsprogramm gesteckt. Ziel ist eine weitere Stärkung des Unternehmertums, wofür es vor allem einen rigorosen Bürokratieabbau braucht. Stolze 110.000 nationale und europäische Vorschriften gelten derzeit in unserem Land, 1.200 fallen allein beim Arbeitnehmerschutzgesetz an. „Ein bürokratischer Wahnsinn, der die Wirtschaft lähmt“, kritisiert WKO Steiermark Präsident Josef Herk. „Wir stellen hier quer durch alle Branchen eine enorme Steigerung fest. Allein im Bereich der Betriebsanlagengenehmigung beziehungsweise Betriebsanlagenprüfung sind die Anfragen innerhalb von nur drei Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen. Dazu werden wir auf sämtlichen Ebenen mit immer mehr Einzelfällen konfrontiert, die zeigen, dass hier dringendst Handlungsbedarf gegeben ist“, so Herk. Aus diesem Grund startet die WKO Steiermark eine neue Online-Plattform (wko.at/stmk/schlussmitschikanen), die betroffenen Unternehmern die Möglichkeit geben soll, ihr persönliches Bürokratie-Erlebnis ihrer Interessenvertretung auf niederschwelligste Art und  Weise mitzuteilen. Darüber hinaus haben die Experten der WKO ein konkretes Maßnahmenpaket mit zehn zentralen Forderungen entworfen:

 
  • Schaffung des Übergangs von der Genehmigungspflicht hin zur Anzeigepflicht
  • Einrichtung eines „Key Accounters“ bei Betriebserweiterungen
  • Einführung eines Online-Akten-Trackings
  • Vereinfachung der landesgesetzlichen Verfahren z.B. im Bereich des Naturschutz
  • Abbau von Doppelgleisigkeiten im Gesetzesvollzug
  • Abschaffung der aufsichtsbehördlichen Überprüfungen z.B. in der Raumordnung
  • Schaffung einer Schlichtungsstelle im Vergabewesen
  • Reduzierungen des Erfüllungsaufwands bei den „Beauftragten im Betrieb“
  • Einführung eines Rückwirkungsschutz bei der Abgrenzungsproblematik Unselbständigkeit vs. Selbständigkeit
  • Mithilfe von Angehörigen im Unternehmen flexibel handhaben
  • Vereinfachungen im Anlagenrecht


Rückfragehinweis:

Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652

Das könnte Sie auch interessieren

  • Presseaussendungen 2015

Feinstaub-Bilanz bestätigt Wirtschaft: „Höchste Zeit für eine spürbare Reduktion!“

Sämtliche steirische Kommunen haben im Vorjahr erstmals die Feinstaubgrenzwerte eingehalten. mehr

  • Newsletter 2016

Auch Chefs müssen lernen

Wenn der Chef die Schulbank drückt, können Weiterbildungsmaßnahmen steuerlich abgesetzt werden - wir zeigen wie. mehr

  • Newsletter 2016

Dienstleister auf der Siegertreppe

Der "Handelsmerkur" ist ein Gradmesser für leidenschaftliche Unternehmer und ihre Dienste für die Kunden. mehr