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Begleitung fest in heimischer Hand

Schon seit Mai muss die Verwendungsbestimmung 41 im Zulassungsschein von Begleitfahrzeugen eingetragen sein. Warum, haben wir nachgefragt.

Schnappschuss von einer österreichischen Autobahn. Ein slowenisches Begleitfahrzeug mit montiertem Blaulicht ist zwar ohne Begleitung unterwegs, war aber ganz sicher im Einsatz. Die Branche wehrt sich gegen die schwarzen Schafe aus dem Ausland.
© WKO Schnappschuss von einer österreichischen Autobahn. Ein slowenisches Begleitfahrzeug mit montiertem Blaulicht ist zwar ohne Begleitung unterwegs, war aber ganz sicher im Einsatz. Die Branche wehrt sich gegen die schwarzen Schafe aus dem Ausland.

Auch wenn es längst amtlich ist, dass ausländische Begleitfahrzeuge keine Sondertransporte auf heimischem Boden mehr begleiten dürfen, so verschwinden sie trotzdem nicht vom Straßenbild (siehe Foto). Und das, obwohl ihnen die Verwendungsbestimmung 41 im Zulassungsschein fehlt. Josef Trummer, Berufsgruppensprecher der Transportbegleiter, klärt auf: „Die Verwendungsgruppe 41 kann nur in den Fahrzeugpapieren eines Begleitfahrzeuges eingetragen werden, das bei einer österreichischen Zulassungsstelle angemeldet wurde.“ Die Novelle, die die Ausstattungsvorschriften von Sondertransporten festlegt, gilt bereits seit 15. Mai und wird mit 22. November noch zusätzlich verschärft. Trummer: „Spätestens ab diesem Stichtag muss ein Gutachten über die ordnungsgemäße Ausrüstung des Begleitfahrzeuges mitgeführt werden. Das ist eine Checkliste, die von der Kfz-Landesprüfstelle unterschrieben werden muss.“

Damit sollte, hofft Trummer, endlich vom Tisch sein, dass nach wie vor Begleitfahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen auf unseren Straßen unterwegs sind: „Auch wenn sie gerade nicht begleiten, allein ihre Präsenz ist meist ein klares Signal dafür, dass sie dienstlich unterwegs waren.“ Viele ausländische Unternehmer klammern sich immer noch an die alten Vorschriften, die Begleitfahrzeugen grünes Licht gegeben haben, Sondertransporte unter einer Breite von 3,20 Metern und mit weniger als 25 Metern Länge auf heimischem Boden begleiten zu dürfen. „Es ist uns nach langen und zähen Verhandlungen gelungen, ausschließlich rot-weiß-rote Unternehmer für die Begleitung von Sondertransporten zu autorisieren. Weil auch nur sie die österreichischen Straßenverkehrsgesetze kennen, die vor allem dann anzuwenden sind, wenn der Verkehr geregelt werden muss.“ Begleitfahrzeuge haben ein Hoheitsrecht, und das kann wohl nur von heimischen Unternehmern, die eine spezielle Ausbildung haben und auch vereidigt sind, ausgeübt werden. Dass sich ausländische  Mitbewerber wenig um die Novellen kümmern, das hat ein Unternehmer aus Slowenien gezeigt, der sogar mit montiertem Blaulicht unterwegs war, was generell verboten ist, wenn nicht begleitet wird. Trummer wünscht sich mehr Kontrolle durch die Exekutive, damit Sondertransporte sicher in Österreich unterwegs sein können.

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