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Bald wieder freie Fahrt durch Gleinalm

Frächter und Pendler können aufatmen: Um den 15. Dezember soll die Oströhre des Gleinalmtunnels wieder freigegeben werden.

Seit fast zwei Monaten wird mit Hochdruck an der Sanierung des Tunnels gearbeitet.
© Asfinag Seit fast zwei Monaten wird mit Hochdruck an der Sanierung des Tunnels gearbeitet.

Auf eine Geduldsprobe wurden Frächter und Pendler nach dem Brand im Gleinalmtunnel gestellt: Zwar wurde seit dem Brandinferno am 5. Oktober mit Hochdruck an der Sanierung der desolaten Oströhre gearbeitet, doch für Auto- und LKW-Fahrer bedeutete die Tunnelsperre eine Zusatzstrecke von 30 Kilometer, wenn man über Bruck/Mur ausweichen musste. Jetzt zeichnet sich aber ein Ende der Sanierungsarbeiten ab: Die Wiedereröffnung wird laut Asfinag mit 15. Dezember angepeilt. „Auf den Tag genau können wir es aber jetzt noch nicht sagen. Es reicht, wenn ein Sensor ausfällt – dann verzögert sich die Eröffnung um einen weiterern Tag“, setzt Projektleiter Herwig Moser nach. Anfang nächster Woche werde der endgültige Termin bekannt gegeben.

Bis dahin werden laut einer Hochrechnung Pkw und Schwerverkehr über die Ausweichroute zusätzliche 49 Millionen Kilometer heruntergespult haben – mit zusätzlichen Spritkosten von von über vier Millionen Euro. Auch der Schaden an der Tunnelröhre geht in die Millionen, laut Asfinag rechnet man für die Bauarbeiten in der Oströhre mit Kosten von 2,7 bis drei Millionen Euro. „Das sind allein die Sanierungskosten“, präzisiert Moser: „Dazu kommen noch der Mautentgang, der ein paar Milionen Euro ausmacht, und Zusatzkosten für die Ausweichstrecke.“

Was viele nicht wissen und ein „Trostpflaster“ sein dürfte: Das Mautpickerl wird um die Dauer der Sperre – insgesamt rund zehn Wochen –  verlängert.
Mittlerweile seien die Sanierungsarbeiten zu mehr als 90 Prozent abgeschlossen, sagt Moser: „Auf 60 Metern wurden fünf neue Deckenfelder der Betonzwischendecke erneuert, Tunnelwände und Kabelkanäle saniert.“ Jetzt werden noch die Licht- und Sicherheitstechnik samt Notrufzellen sowie Fluchttüren erneuert.

Ungeklärt ist indes noch die Versicherungsfrage, das Gutachten ist noch ausständig. Grundsätzlich wird die Haftpflichtversicherung des ausgebrannten Kranwagens in die Pflicht genommen, die genaue Schadenshöhe steht aber noch nicht fest.

Von Karin Sattler

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