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Auslandslieferungen leicht gemacht

Was bei Lieferungen in der EU aus steuerlicher Sicht und bei ausländischen Rechnungsvermerken alles zu beachten ist.

Der freie Warenverkehr zählt zu den Grundfreiheiten des Binnenmarkts und ist in der EU gelebte Realität. Für die Wirtschaft sorgt der Wegfall von Zöllen und mengenmäßigen Beschränkungen für wesentliche Vereinfachungen. Was müssen Unternehmer jedoch aus steuerlicher Sicht bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und ausländischen Rechnungsvermerken beachten? Wir haben dazu mit dem WKO-Rechtsexperten Christian Haid gesprochen. "Innergemeinschaftliche Lieferungen sind im Ursprungsland steuerfrei und führen im Bestimmungsland zu einer Erwerbsbesteuerung, wenn der Unternehmer oder Abnehmer den Gegenstand der Lieferung ins übrige Gemeinschaftsgebiet befördert oder versendet", klärt der Jurist auf. Außerdem muss der Abnehmer Unternehmereigenschaft haben, den Gegenstand für sein Unternehmen erwerben und dieser Erwerb beim Abnehmer in einem anderen Mitgliedstaat steuerbar sein, führt der Experte aus.

Nicht problemlos in der Praxis

Weitere Fälle sind der Erwerb durch juristische Personen, die keine Unternehmereigenschaft haben, sowie die Lieferung neuer Fahrzeuge. "Darüber ist ein Buchnachweis zu führen und Belege über die erfolgte Beförderung oder Versendung der Waren sind aufzubewahren", erläutert Haid. Wird über eine solche Lieferung abgerechnet, so muss in der Rechnung auf die Steuerfreiheit hingewiesen werden. Zudem müssen auch die UID-Nummern angegeben werden. In der Praxis läuft das aber oft nicht problemlos ab, erläutert Haid in einem Beispiel: "Wenn etwa über eine solche innergemeinschaftliche Lieferung von einem slowakischen an ein österreichisches Unternehmen eine Rechnung erstellt wird, so kann der slowakische Unternehmer diese in seiner Landessprache ausstellen. Für das österreichische Unternehmen ist es oft nicht möglich, diese Vermerke auf der Rechnung richtig zu deuten."

Wenn Sprachbarrieren zu Problemen führen

Grundsätzlich gilt: Stellt das slowakische Unterhmen keine Rechnung aus, so entsteht für das österreichische Unternehmen dennoch die Steuerschuld spätestens am 15. Tag des dem Erwerb folgenden Kalendermonats. "Für die etwa im Mai erfolgten Erwerbe entsteht die Steuerpflicht spätestens am 15. Juli, wenn monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben werden", konkretisiert der Rechtsexperte anhand eines Beispiels. Einen Überblick in Tabellenform zu den Rechnungsvermerken, den Bezeichnungen sowie Abkürzungen der UID-Nummer liefert ein eigenes Infoblatt.


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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