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Aufschwung nach dem Einbruch

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft 2020 um 3,3 Prozent einbrechen lassen. Für 2021 rechnet der IWF mit einem Wachstum von sechs Prozent. Doch es wird Gewinner und Verlierer geben.

Coronavirus, Abschwung
© adobestock, vegefox.com Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft gewaltig durcheinandergewirbelt.

„Der globale Aufschwung ist da“, so Robert Brugger, Geschäftsführer des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS). Und das, obwohl das Coronavirus nach wie vor über den Globus fegt und die WHO weltweit Rekordzahlen bei den Infektionen meldet. Wie so oft werden wohl die reichen Länder auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen. „Sie haben die Mittel für Konjunkturpakete und besseren Zugang zu Impfstoff“, so Brugger. Nach Schätzungen des IWF (Internationaler Währungsfonds) könnten Schwellen- und Entwicklungsländer erst Ende 2022 auf die flächendeckende Impfung hoffen. Ärmere Länder werden dadurch wohl noch mehr abgehängt, als es ohnehin der Fall ist. „China und die USA ziehen dem Rest der Welt schon jetzt davon. Europa zieht mit, jedoch langsamer“, so Brugger. Ein Streifzug durch die globale Wirtschaftentwicklung:

Europa

Insgesamt hat die Wirtschaftsleistung der EU wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Länder mit einer starken produzierenden Industrie kommen dabei besser durch die Krise als jene mit einem ausgeprägten Dienstleistungssektor wie Tourismus, Hotellerie, Gastronomie oder Kultur. Österreich steht vergleichsweise gut da: Die Erholung wird von der Industrie getragen und die Beschäftigung in diesem Bereich liegt sogar um 15 Prozent höher als vor zehn Jahren. 

Im Urlaubsland Spanien – einer der Corona-Hotspots in Europa – hat die Pandemie hingegen tiefe Spuren hinterlassen: In Vor-Corona-Zeiten kamen jährlich rund 83 Millionen internationale Touristen ins Land, 2020 waren es nur mehr 19 Millionen. Vielen kleinen Unternehmen wie Bars, Restaurants, Freizeit- und Sportbetrieben droht die Pleite. Um die Wirtschaft anzukurbeln, setzt Spanien auf EU-Programme. 

Das Vereinigte Königreich wurde durch das kaputtgesparte Gesundheitssystem, die hohe Bevölkerungsdichte und das soziale Ungleichgewicht besonders hart von der Pandemie getroffen. Hinzu kommt noch der Brexit. So schrumpfte die Wirtschaft 2020 um 10,3 Prozent. 

Schweden, Norwegen und Finnland gelingt der Weg aus der Krise besser als anderen Staaten Europas. Um die Wirtschaft anzukurbeln und die Arbeitslosenzahlen zu senken, wurden umfangreiche Konjunkturpakete geschnürt. Schwedens Sonderweg durch die Pandemie – es gab nie einen kompletten Lockdown – führte zunächst zu sehr hohen Todeszahlen, wirtschaftlich war der Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent aber gering.

Die „dritte Welle“ scheint in Europa schon den Höhepunkt erreicht zu haben, in den meisten Ländern geht die Zahl der Neuinfektionen zurück oder stagniert, allerdings auf unterschiedlichem Niveau.

Amerika

In den USA rechnet man mit einer starken Erholung der Wirtschaft und mit einem Wachstum von 6,5 Prozent in diesem Jahr. Auch der Einkaufsindex deutet auf einen massiven Aufschwung hin.In dem stark von der Pandemie betroffenen Land wird nun geimpft, was das Zeug hält.  

Auch Mexiko zählt zu den vom Coronavirus am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Nun ist eine Entspannung spürbar, die auch mit dem Impffortschritt einhergeht. Wirtschaftlich steht es schlecht um den Mittelstand – die Regierung hat bisher keine Unterstützung für Unternehmen auf den Weg gebracht. 

In Brasilien wurde wenig unternommen, um die Verbreitung des Virus einzubremsen. Das hat zu Mutationen und einer erneuten Welle geführt, mit enorm hohen Todesraten und einem völlig überforderten Gesundheitswesen. Der Wirtschaftseinbruch um 4,1 Prozent im Jahr 2020 ist allerdings weniger stark als erwartet. Positiver sind die Aussichten für Chile: Es profitiert von den hohen Kupferpreisen, und auch hier ist man beim Impfen gut im Rennen. 

Asien 

Der weltweite Wachstumssieger ist Südostasien. Mit einem Plus von 2,3 Prozent zählt China – neben Taiwan und Vietnam – zu den wenigen Ländern der Welt, die selbst aus dem Krisenjahr 2020 mit einem Plus ausstiegen. Und auch für 2021 rechnet man in China mit einem Wachstum von mehr als acht Prozent, allein im ersten Quartal wurde ein Exportwachstum von über 50 Prozent verzeichnet. Die Nachfrage nach Waren aus Fernost ist in Europa sowie in den USA enorm. 

Australien

Obwohl das Land aus einer Rezession in die Krise gestartet ist, ist das Minus von 2,5 Prozent für 2020 moderat. Unterstützungsleistungen der Regierung wie das Ankurbeln von Bauprojekten, haben die Wirtschaft rasch wieder auf Fahrt gebracht. Ein Vorteil sind die hohen Rohstoffpreise, ein Nachteil die Abschottungspolitik.

Afrika

Betrachtet man die Weltwirtschaft, so spielt der Kontinent mit seinen rund 1,3 Milliarden Einwohnern keine große Rolle. Jene Länder, die über Rohstoffe verfügen, können von den gestiegenen Rohstoffpreisen profitieren.

Von Petra Mravlak

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