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Auf Lockdowns folgt der Ruf nach Lockerungen

Nach über einem halben Jahr coronabedingter Schließungen durften Gastro und Hotels, Kultur- und Sportbetriebe wieder öffnen. Ein Stimmungsbericht. 

Paar trinkt ein Glas Sekt in einem Lokal, Kellner serviert.
© Foto Fischer Nach monatelangen Schließungen überwiegt nicht nur in der Gastro die Freude über das Wiederaufsperren.

Vor wenigen Tagen war es endlich so weit: Nach über einem halben Jahr coronabedingter Schließungen durften Gastronomie und Hotellerie, Veranstaltungs- und Kulturbetriebe sowie Fitnessstudios wieder ihre Pforten öffnen. Tausende Betriebe konnten endlich wieder ihre Kunden und Gäste willkommen heißen. „Ein Tag, auf den wir uns alle sehr gefreut haben“, betonen WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Wir haben die Wiedereröffnung am 19. Mai zum Anlass genommen, um quer durch die Branchen zu fragen, ob der Neustart gelungen ist und wo die Herausforderungen liegen.

Durchwachsen fällt die erste Zwischenbilanz in der Gastronomie aus, berichtet Spartenobmann Johann Spreitzhofer: „Wetterbedingt war der Start in der Gastro verhalten, aber in der Hotellerie konnten wir zu Pfingsten fulminant starten.“ Auch die Buchungslage für den Sommer sei „sehr gut“. Die Gäste seien sehr diszipliniert, der 3G-Nachweis funktioniere einwandfrei. Bei den Gästen ortet er „Dankbarkeit, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung.“ Angesichts rückläufiger Infektionszahlen plädiert er aber für eine weitere Lockerung – konkret schlägt er vor, die Maskenpflicht für Mitarbeiter und Gäste zu überdenken und die Abstandsregelung auf einen Meter zu reduzieren.

Fehlende Frequenz im Mittagsgeschäft

Auch Gastro-Fachgruppenobmann Klaus Friedl pocht auf weitere Lockerungen in den Lokalen: „Größere Zusammenkünfte wie Begräbnisse, Erstkommunionen, Hochzeiten müssen wieder möglich werden“, hofft er auf ein baldiges Ende der Vier-Personen-Regel – und auch auf die Rückkehr aus dem Homeoffice in die Büros: „Das Mittagsgeschäft lebt von der Frequenz. Und die ist leider derzeit nicht vorhanden.“

Von den offenen Lokalen profitiere indirekt auch der Handel, „weil das die Kauflaune bei den Kundinnen und Kunden hebt“, geht Handel-Spartenobmann Gerhard Wohlmuth von steigenden Umsätzen bei den Handelsbetrieben in den nächsten Wochen aus.

Neues Bewusstsein für körperliche Fitness

Recht erfreulich fällt auch die erste Zwischenbilanz von Martin Wirth, Berufsgruppensprecher der Fitnessbetriebe, aus: „Wir haben seit der Öffnung überwiegend positives Feedback bekommen.“ Die Pandemie habe ein neues Bewusstsein für die Wichtigkeit von körperlicher Fitness geschaffen, ist er überzeugt.

Weniger positiv ist das Echo aus der Reisebüro- sowie der Busbranche. Da wie dort herrscht große Verunsicherung – und Reisen ins Ausland sind oft mit großen Hürden behaftet. „Von Normalität kann noch lange keine Rede sein“, so Reisebüro-Fachgruppenobmann Michael Schlögl. Kurt Matzer, Obmann der Busunternehmen, berichtet von einer Obergrenze von 50 Prozent bei der Auslastung: „So kommen wir diesen Sommer sicher nicht in Fahrt.“

Gespalten fällt indes die Bilanz der Veranstaltungstechniker aus. „Während kleinere Formate wieder möglich sind, sind Großveranstaltungen noch immer in der Warteschleife. Sie werden wohl erst im ersten Quartal 2022 wieder machbar sein“, so Branchensprecher Daniel Zötsch. Unterm Strich überwiegt aber die Freude,  dass kleinere Events jetzt wieder über die Bühne gehen können. „Ein positives Signal für die ganze Branche.“

Antigen-Tests als "Eintrittskarte"

Damit die Öffnungen möglichst sicher sind, wird weiter auf umfangreiches Testen gesetzt. In besonders betroffenen Branchen wie etwa den körpernahen Dienstleistern können Antigen-Schnelltests direkt im Betrieb von Kunden als Eintrittstest durchgeführt werden. Dafür werden wöchentlich 500.000 Testkits für steirische Betriebe zur Verfügung gestellt, „und das Kontingent kann bei Bedarf auf 700.000 aufgestockt werden“, so Herk und Dernoscheg. Organisiert wird die Abwicklung durch die WKO Steiermark mit Unterstützung einiger Tourismusverbände und Gemeinden. Die Tests können in 27 Ausgabestellen gegen vorherige elektronische Bestellung bezogen werden. Nähere Informationen zur Abwicklung gibt es in der jeweiligen Fachgruppe. 

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