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Auch in Krisenzeiten zeigt die Wirtschaft ihre Kraft

Die steirische Wirtschaft legt Zeugnis ab: Welchen enormen Wert Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter haben, beweist ein Blick auf die aktuellen Zahlen.

Fast 400.000 Steirerinnen und Steirer sind in der gewerblichen Wirtschaft beschäftigt.
© die Industrie Fast 400.000 Steirerinnen und Steirer sind in der gewerblichen Wirtschaft beschäftigt.

Alle Jahre wieder wird am 1. Mai der Tag der Arbeit zelebriert, um all jene vor den Vorhang zu holen, die für das Wachstum, den Wohlstand und die wirtschaftliche Stabilität in unserem Land verantwortlich zeichnen. Welchen Stellenwert die heimischen Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter haben, wurde gerade in den letzten Wochen noch einmal verdeutlicht: Covid-19 hat die Arbeitswelt komplett auf den Kopf gestellt. Viele Betriebe mussten vorübergehend schließen, Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und Arbeitgeber mussten hohe Umsatzeinbußen hinnehmen. 

Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, bewies die steirische Unternehmerschaft Mut und Durchhaltevermögen: Der Online-Handel wurde stark forciert, Waren wurden vom Chef persönlich vor die Haustüre geliefert und Produktionsprozesse wurden unter strengen Schutzmaßnahmen fortgesetzt. 

Kurzarbeit als Chance

„Betroffen von der globalen Pandemie sind so gut wie alle Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Aktuell zählen wir in der Steiermark 76.404 Firmen, wovon 27.726 in die Kategorie ,Arbeitgeberbetriebe‘ entfallen“, so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Diese beschäftigten bis zum Ausbruch von Covid-19 Anfang März insgesamt 393.659 Menschen. „Nun gilt es, diese Zahl zu halten, unter anderem durch das Modell der Kurzarbeit“, unterstreicht Herk die kritische Lage.

„Wenn die Wirtschaft Anfang Mai wieder hochgefahren wird, müssen wir dafür sorgen, dass alles möglichst rasch in Schwung kommt. Nur so können wir die Arbeitslosenquote wieder rasch senken. Dies liegt nicht nur im Interesse jedes Arbeitnehmers, sondern auch des gesamten Landes.“
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk

Sozialsystem bewahren

Denn ohne eine florierende Wirtschaft ist die Auszahlung von rund 13,3 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern pro Jahr nicht mehr möglich. Weitere 3,9 Milliarden Euro fließen aus den steirischen Unternehmerkassen direkt in diverse Sozialtöpfe (Pensions-, Unfall-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung etc.) – inklusive schleichender Steuererhöhung. „Die von Arbeitgeberseite finanzierten Sozialabgaben sind allein in den vergangenen fünf Jahren um 16,4 Prozent gestiegen. Hier müssen wir nach der Bewältigung der Corona-Krise dringend eine Trendumkehr einleiten“, so Herk weiter. „Denn wenn die Wirtschaftskraft aufgrund der aktuellen Krise mit den Kosten des Sozialsytems nicht mehr Schritt halten kann, setzen wir den gesamten Sozialstaat aufs Spiel.“

Damit sich die lokale Wirtschaft nun rasch erholen und  in Folge wieder wachsen kann, müssen die Landesgrenzen schnellstmöglich geöffnet werden. „Jeder zweite Euro wird bereits im Außenhandel verdient. Mit einem Gesamtvolumen von rund 25,4 Milliarden Euro ist die Steiermark mittlerweile zum zweitgrößten Exportbundesland aufgestiegen“, weiß WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. „Wir müssen deshalb dringendst dafür sorgen, dass der Außenhandel wieder ins Rollen kommt“, betont Dernoscheg.

WKO-Serviceleistungen

Die Corona-Pandemie hat auch das Service-Team der WKO Steiermark vor ganz neue Herausforderungen gestellt.

„Seit Beginn der Corona-Krise ist die WKO Steiermark gefragter denn je: 25.031 Servicefälle, 44.491 Telefongespräche, 94.324 Anfragen per E-Mail. Insgesamt wurden 20.500 Förderanträge im Rahmen der Phase 1 des Härtefallfonds abgewickelt.“
WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg

In normalen Jahren werden sonst insgesamt rund 85.000 Servicefälle registriert. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Mitgliedern eine schnelle Hilfe zu gewährleisten“, so Dernoscheg.

Start der Aktion #Einkaufspatriot

Ob und wie das Wiederhochfahren der Wirtschaft ab 2. Mai gelingt, liege aber zu einem guten Teil auch an uns selbst, ist Herk überzeugt. „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Am Ende entscheiden aber auch wir mit unseren Kaufentscheidungen ob und wie schnell die Menschen, die durch Corona ihre Jobs verloren haben oder sich in Kurzarbeit befinden, wieder voll ins Erwerbsleben zurückkommen können. Denn auch die umfangreichste Hilfe kann Umsatzeinbrüche von bis zu 100 Prozent auf Dauer abfedern.“  

Darum startet die WKO jetzt auch eine neue Aktion, so Herk: „Unter dem Hashtag Einkaufspatriot werden wir ab sofort noch stärker für Waren und Dienstleistungen mit Heimvorteil werben.“

„Gehen Sie in unsere Geschäfte, konsumieren Sie steirisch und planen Sie Ihren Urlaub wieder einmal in Österreich. Gemeinsam schaffen wir das wirtschaftliche Comeback unseres Landes. Davon bin ich überzeugt.“
WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk


Hier die Videobotschaft von WKO-Präsident Josef Herk

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