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Appetit auf Lehre

Mit den Jugendlichen werden auch die Lehrlinge weniger: Der demografische Wandel hat im Steirerland voll eingesetzt.

Mehr als 40 Prozent aller 15-jährigen Steirer haben sich im Vorjahr für eine Lehre entschieden. In absoluten Zahlen sind das 4.639 Jugendliche - um 135 weniger als im Jahr davor. Trotzdem bleibt der Anteil der Lehranfänger in diesem Altersjahrgang mit 40,4 Prozent (minus 0,4 Prozent) vergleichsweise stabil - denn es gibt in absoluten Zahlen nicht nur weniger Lehrlinge, sondern auch weniger Jugendliche. "Dieser leichte Rückgang zeigt, dass der demografische Wandel in der Steiermark voll eingesetzt hat", erklärt der Präsident der WKO Steiermark, Josef Herk. Insgesamt absolvieren derzeit 15.820 Jugendliche in unserem Bundesland eine duale Ausbildung, dafür stehen ihnen 5.221 Lehrbetriebe und 47 überbetriebliche Ausbildungsstätten zur Verfügung. Zahlen, die einerseits den Stellenwert der dualen Ausbildung trotz konjunkturell schwieriger Situation unterstreichen – aber andererseits auch Maßnahmen einfordern, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

Neue Zielgruppen
"Wir müssen künftig neue Zielgruppen für die Lehre ansprechen", sagt Herk. "Außerdem muss sich die Ausbildungswahl stärker an den Talenten der Jugendlichen orientieren und ihnen damit die Berufswahl erleichtern." Nicht zuletzt deshalb investiert die WKO Steiermark derzeit mehr als zwei Millionen Euro in das neue "Talent Center", in dem Jugendliche ihre Fähigkeiten testen und gleichzeitig die darauf basierenden Ausbildung- und Karrieremöglichkeiten aufgezeigt werden können. Die Einrichtung öffnet ihre Pforten mit Beginn des kommenden Schuljahres im September. Aber auch darüber hinaus ist es laut Herk ein Gebot der Stunde, moderne Formen zu forcieren:

Lehre mit Matura

Ein Erfolgsbeispiel ist dabei die "Lehre mit Matura": Hier hat sich die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren nahezu verdoppelt und steht aktuell bei etwa 1.850. Auch die "Lehre nach der Matura" mit teils verkürzten Ausbildungszeiten und Anrechnungsmöglichkeiten ist ein zukunftsfähiges Modell. Das alles wird aber nicht ohne eine weitere Imageverbesserung der Lehrberufe in der Öffentlichkeit gehen. Deshalb bewirbt sich die WKO derzeit gerade um die Berufs-Europameisterschaft "Euroskills" im Jahr 2020. Herk: "Die halbe Welt beneidet uns um unser duales Ausbildungssystem. Mit so einem Superevent wollen wir nicht nur die Jugendlichen für die Lehre begeistern, sondern auch der Welt zeigen, dass wir eine Fachkraft- Supermacht mit hervorragenden Ausbildungsbetrieben sind." Und das nicht nur in den beliebtesten Berufen.

Lehrlingsbilanz
Die Lehrlingsbilanz 2015 liegt vor und bringt zahlreiche interessante Fakten ans Tageslicht:

  • Der am häufigsten gewählte Lehrberuf war "Metalltechnik" mit 2.223 Auszubildenden, gefolgt vom "Einzelhandel" mit 1.932, der "Elektrotechnik" (1.376) und der "Kraftfahrzeugtechnik" (1.185).
  • Insgesamt standen 2015 exakt 15.820 Lehrlinge in 5.221 Betrieben in Ausbildung. 2011 waren es noch 18.911 Lehrlinge in 6.112 Betrieben.
  • Die meisten Lehrlinge mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft stammten aus Kroatien (182), Rumänien (146) und Bosnien (140).
  • Nach Bezirken stellt die Landeshauptstadt Graz mit 4.018 Lehrlingen und 873 Betrieben zweimal die Bestmarke auf. Es folgen Graz-Umgebung (1.398 in 451) und Weiz (1.358 in 367).
  • Geht es lediglich um die Lehranfänger, kann hinter Graz (1.231) der Bezirk Bruck- Mürzzuschlag mit 412 Lehrlingen Graz-Umgebung (399) überholen. Weiz (343) rutscht auf Rang sechs, hinter Liezen (382) und Hartberg-Fürstenfeld (379), zurück.
  • 60,5 Prozent (2.484) der Lehrbetriebe kommen aus Gewerbe und Handwerk, dort werden 6.924 Lehrlinge ausgebildet. Platz zwei geht an den Handel (13,6 Prozent/ 558 Betriebe/ 2.119 Lehrlinge), gefolgt von Tourismus und Freizeitwirtschaft (11,8 Prozent/483 Betriebe/ 1.211 Lehrlinge).
  •  6.499 von 7.552 Kandidaten haben 2015 ihre Lehrabschlussprüfung bestanden (86,1 Prozent), 18,4 Prozent mit Auszeichnung, 26,5 Prozent mit gutem Erfolg. 

 


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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