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Am Ziel einer langen Reise: EuroSkills in Graz

In wenigen Tagen geht in Graz mit der Berufs-EM eine Veranstaltung der Superlative über die Bühne. Wir werfen einen Blick zurück: von der Faszination, die Skills zum Heimspiel für Österreich zu machen, bis zur finalen Umsetzung.

Riesenfreude bei den österreichischen Teilnehmern bei der Siegerehrung der Skills
© Skills Austria Im Freudentaumel: Österreichische Teilnehmer liefern bei den Skills immer wieder Höchstleistungen ab.

Nur noch wenige Tage, bis am Gelände des Schwarzl Freizeitzentrums Europas beste Jungfachkräfte bei den Berufseuropameisterschaften „EuroSkills“ an den Start gehen werden. Ein Format der Superlative mit im wahrsten Sinn des Wortes jahrelangen Vorbereitungszeiten – denn die Veranstaltung musste coronabedingt zwei Mal verschoben werden. Doch werfen wir einen Blick zurück zu den Anfängen: Von den ersten zarten Banden, die für die Bewerbung geknüpft wurden, bis zur finalen Umsetzung des Superevents.

Initiator war und ist WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Seit Jahren brennt er für die Skills und hat die rot-weiß-roten Teilnehmer immer tatkräftig unterstützt. Wie ein Blick auf den Medaillenspiegel zeigt, liefern die österreichischen Teilnehmer Höchstleistungen am laufenden Band ab (siehe S. 20-21).  Aber auch darüber hinaus übe die Veranstaltung eine ganz besondere Faszination aus, sagt Herk. „2008 reifte bei den EuroSkills in Rotterdam die Idee, diese Veranstaltung in die Steiermark holen zu wollen“, erinnert er sich.

Weichen für die Bewerbung

Die Weichen für die Bewerbung der Murmetropole um die Euro-Skills wurden bei den Berufsweltmeisterschaften in São Paolo im August 2015 gestellt. Damals sickerte durch, dass sich Graz bewerben würde. „Wir werden bis Ende September offiziell unser Interesse für die Ausrichtung der Berufs-EM mit Austragungsort Graz bekannt geben“, so Herk damals an der Seite des damaligen WKÖ-Präsidenten Christoph Leitl.

Entsprechend groß war die Freude, als Graz wenige Monate später – im April 2016 – tatsächlich den Zuschlag für die Ausrichtung des Großevents bekam. Bei der Jahreshauptversammlung von WorldSkills Europe in Göteborg hatten damals Vertreter der WKO Steiermark, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und der Messe Congress Graz erfolgreich ihre Pläne präsentiert – und damit den Mitbewerber Helsinki in den Schatten gestellt. „Ein lang ersehnter Traum geht in Erfüllung, ein Segen für den Standort Steiermark und ein starkes Signal für die Wertigkeit der dualen Ausbildung“, jubelte Herk. 

Doch mit dem Zuschlag fiel erst der Startschuss für die umfangreichen Vorarbeiten: Im Oktober 2016 wurde die „EuroSkills 2020 GmbH“ gegründet – eine gemeinnützige Gesellschaft, die die Ausrichtung und Umsetzung der Berufs-EM bis ins Detail plant und koordiniert.

Übergabe der Skills-Fahne 

Wichtigen symbolischen Charakter hatte auch die Übergabe der Skills-Fahne von Budapest an Graz im September 2018. Kurze Zeit später, bei den AustrianSkills, lösten die rot-weiß-roten Kandidaten das Ticket für die Teilnahme an der Heim-EM, die planmäßig im September 2020 über die Bühne gehen hätte sollen.

Noch im Jänner 2020 wurde bei einer Kick-off-Veranstaltung das österreichische Nationalteam präsentiert, doch wenige Wochen später machte Corona den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung: Die Pandemie zwang die Verantwortlichen, die Großveranstaltung auf Jänner 2021 zu verschieben. Und auch dieser Termin konnte nicht gehalten werden, viel zu hoch waren die Infektionszahlen. Abermals musste verschoben werden – auf den 22. bis 26. September 2021. Nicht nur zeitlich mussten die Verantwortlichen viel Flexibilität beweisen – und statt der Messe Graz auf das Gelände des Schwarzl Freizeitzentrums ausweichen. Doch nach diesem „Marathon“ steht einer erfolgreichen Austragung jetzt nichts mehr im Wege: 400 Teilnehmer aus 19 Ländern werden in 48 Bewerben in den nächsten Tagen um die begehrten Medaillen rittern. Wir wünschen viel Erfolg!   

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