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So wird ein altes Handwerk neu vor den Vorhang geholt

Der 22. November steht im Zeichen der weiß-grünen Bäcker: Am „Tag des regionalen Bäckerhandwerks“ forcieren sie die Imagearbeit für das alte Handwerk.

Bäcker bei der Arbeit
© Stock Adobe So mancher Bäcker öffnet am 22. November seine Backstube für die Öffentlichkeit.

Kaum ein Handwerk kann auf eine so lange Tradition zurückblicken wie das Bäckerhandwerk: Was vor 10.000 Jahren mit einem einfachen Fladenbrot begann, zählt auch in Zeiten von industrieller Massenware noch zu einem unverzichtbaren Handwerk. Um die Traditionsbranche wieder in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken, hat die Innung heuer bereits zum vierten Mal den „Tag des regionalen Bäckerhandwerks“ ausgerufen. So betreiben die weiß-grünen Bäckerbetriebe am 22. November gezielt Imagearbeit, sei es mit diversen Aktionen, Verkostungen oder Events vom Schaubacken bis zum „Tag der offenen Tür“.

Derzeit sind es in der Steiermark exakt 189 Betriebe, die die alte Handwerkskunst noch beherrschen und für Gaumenfreuden (nicht nur) auf dem Frühstückstisch sorgen. Die Branche ist zudem ein wichtiger Lehrlingsausbildner, derzeit lernen 69 junge Menschen das traditionelle Handwerk.

Dennoch steht die Branche gehörig unter Druck, denn Supermärkte werden großflächig mit industriell gefertigter Massenware bestückt. Eine übermächtige Konkurrenz für so manchen kleinen Bäcker, der mit diesen Preisen nicht mithalten kann. Wenig verwunderlich also, dass die Zahl der Bäckerbetriebe (nicht nur) in der Steiermark seit Jahren rückläufig ist.

Umso wichtiger seien Tage wie der 22. November, ist Landesinnungsmeister Heinz Regula überzeugt: „Wir wollen bei den Konsumenten ein Bewusstsein schaffen für den Wert echter und regionaler Handarbeit.“

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