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All-Technik bremst den Verbrauch von Wasser

Der Klimawandel stellt Landwirtschaft und Nahrungsproduzenten vor existenzielle Herausforderungen. Das Start-up Refarmo schafft Abhilfe.

Handy mit App, im Hintergrund grüne Wiese
© Smileus, Adobestock Eine App zeigt die Ergebnisse, die sich aus Erdbeobachtungsdaten ableiten lassen.

Eine Spur der Verwüstung hinterließen die heftigen Unwetter zuletzt in der Steiermark – nicht nur optisch, sondern auch wirtschaftlich: Insbesondere heimische Agrar- und Nahrungsmittelsproduzenten leiden unter den seit Jahren kontinuierlich steigenden Wetterkapriolen. Die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels machen vor allem eine Bearbeitung der wirtschaftlich nutzbaren Böden zunehmend komplexer. Gelöst soll dieses Problem mit einer Technologie werden, die buchstäblich nicht von dieser Welt ist: Das steirische Start-up Refarmo analysiert Erdbeobachtungsdaten des ESA-Satelliten Sentinel, um in Folge eine optimierte – und auch dokumentierte – Bearbeitung von Agrarflächen zu ermöglichen. „Wir verarbeiten die Satellitendaten in unserer appbasierten Cloudlösung, um in Folge etwa die Bewässerung von Weinanbaugebieten zu optimieren. Den Böden werden dadurch auf Basis des vorangegangenen und prognostizierten Wetters die ideale Menge an Wasser verabreicht. So soll der Wasserverbrauch insgesamt reduziert und die Produktion in weiterer Folge gesteigert werden“, erklärt der studierte Informatiker Tomaž Ščavničar. 

Der gebürtige Marburger hat sich dazu am Grazer Junggründerzentrum der ESA niedergelassen, wodurch er auf das Know-how der europäischen Weltraumagentur zugreifen kann.
Die Reduktion des Wasserverbrauchs – in der Regel zwischen 15 und 30 Prozent – ist nicht der einzige Anwendungsfall auf Basis  der steirischen Hightechanalyse: „Nahrungsmittelproduzenten setzen zunehmend auf unsere Lösung, auch um die nachhaltige Bewässerung der Agrarflächen dokumentieren zu können“, erklärt Ščavničar.

Spezielle Zertifizierung als Qualitätsnachweis

Durch die kontinuierliche Erfassung der Bewässerung kann die Historie etwa für etwaige Nachhaltigkeitsförderungen bzw. gegenüber Kunden als Qualitätskriterium eingesetzt werden. Aktuell arbeitet Refarmo daher an einer speziellen Zertifizierung, die das Unternehmen künftig Partnern ausstellen wird. Europaweit ist das steirische Jungunternehmen damit bereits auf der Überholspur: Aktuell setzen fünf Nahrungsmittelproduzenten auf die Grazer Analysesoftware. Tendenz steigend: „Wir sind in einer Vielzahl von interessanten Gesprächen mit Unternehmen, die unsere Technologie einsetzen wollen“, sagt der Gründer.

Quergefragt

Wie viel Wasser kann eingespart werden?

Im Schnitt wird der Wasserverbrauch zwischen 15 und 30 Prozent reduziert. In Ausnahmefällen sogar um bis zu 50 Prozent. 

Welche Daten werden ausgewertet?

Es handelt sich dabei um die Erdbeobachtungsdaten des ESA-Satelliten Sentinel. Die Ergebnisse werden bequem per App präsentiert.

Wie lauten die Zukunftspläne?

Aktuell verspürt Refarmo ein gewaltiges Interesse des Marktes – wohl auch aufgrund der zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Das Unternehmen plant daher die Expansion.




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