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Aktien seit 2007 um 51 Prozent im Plus

Wer Ende Juni 2007 – also unmittelbar vor dem Ausbruch der Finanzkrise – global gestreut Aktien gekauft hat, ist heute mit rund 51 Prozent im Plus.

Über längere Zeiträume, etwa zehn Jahre, versprechen Fonds ansprechende Renditen bei kalkulierbaren Risken.
© Eisenhans – stock.adobe.com Über längere Zeiträume, etwa zehn Jahre, versprechen Fonds ansprechende Renditen bei kalkulierbaren Risken.

Der Fachverband Finanzdienstleister hat gemeinsam mit dem Finanzjournalistenforum die Aktienentwicklung der vergangenen zehn Jahre analysiert. Unterm Strich steht dabei ein zwar von Experten, nicht jedoch der breiten Öffentlichkeit erwartetes Ergebnis: Wer Ende Juni 2007 – und damit unmittelbar vor dem Ausbruch der dramatischen Finanzkrise – in Aktienfonds weltweiter Streuung investiert hat, darf sich heute um 51 Prozent reicher betrachten: Aus 10.000 Euro wären demnach heute bereits 15.110 Euro (vor Steuern) geworden – das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von 4,2 Prozent.


Aktien bis März 2009 um 59 Prozent gefallen

Zu diesem bemerkenswerten Ergebnis kommt die Studie trotz äußerst ungünstiger Parameter: Im Juni 2007 stand man unmittelbar vor dem Höhepunkt der damals spektakulären Kursrallye (Peak: Juli 2007). Es folgte die schwerste Finanzkrise der vergangenen 80 Jahre: Der Weltaktienindex MSCI brach bis März 2009 um 59 Prozent, der österreichische ATX sogar um 72 Prozent ein. Dennoch sind heute fast alle Anleger, die vor zehn Jahren Aktien gekauft haben, im Plus – die meisten von ihnen sogar deutlich. Von den 303 Weltaktienfonds, die laut dem Fonds-Analysehaus Morningstar schon mindestens zehn Jahre bestehen, liegen heute 292 im Plus und nur elf im Minus. Die meisten von ihnen warfen zwischen drei und fünf Prozent Rendite pro Jahr ab, also deutlich mehr als ein Sparbuch, das in den vergangenen Jahren nahezu mit Nullrendite zu kämpfen hatte.


„Beratung entscheidend, nicht der Zeitpunkt“

Dies zeige deutlich, dass Aktienfonds als langfristige Anlageprodukte gut geeignet sind. „Der Einstiegszeitpunkt ist dabei weniger relevant als angenommen“, erklärt der Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister, Hannes Dolzer. Ertragserwartungen von vier bis sechs Prozent, die viele Anleger haben, seien mit risikoärmeren Anlageformen unter den derzeitigen Bedingungen gar nicht möglich. Dolzer: „Hier sind Berater gefragt, die bei der Auswahl von Produkten mit langfristig intakten Ertragschancen Unterstützung geben können. Die fachkundige Information von Finanzdienstleistern wird damit zum unverzichtbaren Schlüssel für erfolgreiche Veranlagungen.“

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