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9,8 Millionen Hektoliter Bier wurden im Vorjahr gebraut

Hoch die Krügerl: 2018 verzeichneten die österreichischen Brauereien bei Produktion und Exporten erneut Zuwächse.

Mehr als 1.000 verschiedene Biere werden in Österreich gebraut.
© gstockstudio - stock.adobe.com Mehr als 1.000 verschiedene Biere werden in Österreich gebraut.

Die aktuellen Zahlen der rot-weiß-roten Brauwirtschaft unterstreichen einen ungebrochenen Trend zur kulinarischen Veredelung von Hopfen, Wasser, Gerste und Malz: So wurde im Vorjahr ein Gesamtausstoß von rund 9,8 Millionen Hektolitern verzeichnet, was ein Plus von 1,5 Prozent bedeutet. Und die österreichische Braukunst schmeckt Biertrinkern auch jenseits der Grenzen: Die Exporte legten um 11,2 Prozent zu. 

Insgesamt sei das vergangene „Braujahr“ eine Konsolidierung auf hohem Niveau, kommentiert Braue­reiverbandsobmann Sigi Menz die Bilanz: „Österreichs Brauereien erweisen sich einmal mehr als stabiler Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktor.“ In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro. Und die heimische Braukunst ist auch ein echter Beschäftigungsmotor. Menz: „Jeder Job in einer Brauerei schafft im Schnitt 17 weitere Arbeitsplätze: zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie.“

3,027.047 Hektoliter Bier

Wenn es ums Bier geht, dann hält natürlich die Steiermark eine besonders erfolgreiche Tradition hoch – die Big Player Brauunion und Murauer werden hier ergänzt von weiteren 30 Bierproduzenten. „Schladming, Leoben/Göss und Graz/Puntigam: Ohne Zweifel ist die Steiermark sehr, sehr wichtig für uns. In keinem anderen Bundesland haben wir drei Brauereien“, betont Brauunion-Sprecherin Gabriela Straka. „Und mit Göss präsentieren wir auch die einzige CO₂-neutrale Großbrauerei der Welt.“ Und groß ist auch der Output: Rund eine Million Hektoliter sind es in Göss pro Jahr. Zum Vergleich: Exakt 3,027.047 Hektoliter wurden laut Brauereiverband im Vorjahr in der Steiermark und Kärnten gemeinsam ausgestoßen (plus 4,4 Prozent).

Aber es wird auch in den kleineren Kesseln eifrig gebraut. „Bei Kleinbrauereien sehen wir einen starken Vorwärtstrend“, erklärt Fachgruppengeschäftsführer Helmut Röck. Diese Craftbeer-Community zeichne sich durch besonders variantenreiche Produktpaletten aus. „Und die Produzenten sind ebenso bunt gemischt“, verrät Röck. „Mit Anton Paar und dem eigenen ,Sudhaus‘ oder Mateschitz mit dem ,Thalheim‘-Bier finden sich auch große Konzerne unter diesen steririschen Bierbrauern.“ 

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