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600 Euro Strafe wegen drei „verweigerter“ Spielwaren

Weil Ursula Gradwohl drei Spielzeugpistolen – von denen sie nur vier im Geschäft hatte – bei einer Kontrolle nicht herausgab, will die Behörde 600 Euro.

600 Euro Strafe, weil sie die Spielzeuge nicht aushändigte: Gradwohl mit dem Corpus Delicti.
© Foto Fischer 600 Euro Strafe, weil sie die Spielzeuge nicht aushändigte: Gradwohl mit dem Corpus Delicti.

Bruck/Mürzzuschlag. Das Unternehmerleben ist mitunter reich an ärgerlichen Kuriositäten, wie Ursula Gradwohl jüngst am eigenen Leib verspüren musste.  Weil die Nahversorgerin aus Thörl bei einer Kontrolle die Herausgabe von Stichproben verweigerte, fasste sie nun 600 Euro Strafe aus. „Ich hatte ja nur vier Stück von den Spielzeugpistolen vorrätig, da kann ich nicht drei Stück davon hergeben.“ Selbiges gelte für die Zündhütchen, wo ebenfalls gleich  alle drei vorrätigen Packungen mit je 240 „Schuss“ konfisziert hätten werden sollen. „Da habe ich mich einfach geweigert.“ 

Klingt nach einem Schildbürgerstreich, hat aber berechtigte Hintergründe. Die Gesetze zur Sicherheit der Konsumenten sehen nämlich Kontrollen durch die Behörden der Lebensmittelaufsicht vor, und zwar nicht nur bei den Herstellern sowie den Erstinverkehrbringern (Importeur und/oder Großhändler), sondern mitunter auch bei den Händlern selbst. Und wenn das der Fall ist, dann werden drei Stück bzw. drei Packungen für umfangreiche Tests mitgenommen. Sind weniger Teile der zur Kontrolle ausgewiesenen Produkte vorhanden, wird auch keine Probenziehung durchgeführt. Werden aber Waren mitgenommen, dann haben die Händler diese „Kosten“ selbst zu tragen, sofern der Wert 150 Euro nicht überschreitet. Denn nur was darüber liegt, wird, bei Nichtbeanstandung, ersetzt. 

Aber nicht nur das stößt der engagierten Händlerin sauer auf: „Eine Herausgabe hätte eine enorme Einschränkung meines Sortiments bedeutet. Denn als Nahversorgerin habe ich eine Verantwortung meinen Kunden gegenüber, ihnen eine gewisse Palette an Produkten bereitzustellen. Darum habe ich oft nur wenige Stück an gleichen Waren im Haus.“ Aus diesem Grund hat Gradwohl nun Berufung eingelegt. Verständlich auch für WKO-Präsident Josef Herk, der bei Kontrollen von Klein- und Kleinstbetrieben gesundes Augenmaß einmahnt: „Dem Prinzip ,Beraten statt bestrafen‘ sollte man hier Rechnung tragen.“

Von Veronika Pranger

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