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500-Millionen-Euro-Investition in Leoben

Erfreuliche Nachrichten vom Mikroelektronik-Primus AT&S: Eine halbe Milliarde Euro will man in der Obersteiermark investieren, das bringt 700 neue Jobs nach Leoben.

Produktion AT&S
© AT&S_Werner Krug Bahnbrechende Richtungsentscheidung bei AT&S: 500 Millionen Euro werden in Leoben investiert, dadurch werden 700 Jobs neu geschaffen

Der anhaltende Nachfrage-Boom im Mikroelektronik-Bereich hat aus steirischer Sicht eine höchst erfreuliche Folgewirkung. Bei AT&S hat dieser Umstand nämlich zur Entscheidung geführt, am Standort Leoben-Hinterberg in ein neues R&D-Center für Substrat- und Packaging-Lösungen für die globale Halbleiter-Industrie zu investieren. Zusätzlich erfolgt ein weiteres Technologie-Upgrade bei Produktionsanlagen. 

Unterm Strich ergibt das bis zum Jahr 2025 eine Gesamtinvestition in der Höhe von 500 Millionen  Euro. „Leoben ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt von AT&S. Von hier aus ist das Unternehmen zum Weltkonzern aufgestiegen und gehört heute zu den bedeutendsten Playern im Bereich von Highend-Leiterplatten und IC-Substraten“, erklärt AT&S-Aufsichtsratsvorsitzender Hannes Androsch. Man investiere zwar viel im Ausland, die Produktionsstandorte in Asien und die Investitionen zu ihrer Erweiterung hätten aber auch die österreichischen Standorte und ihre Mitarbeiter abgesichert. Und mehr noch, wie Androsch betont: „Etwa 700 hochqualifizierte Arbeitsplätze werden durch den Ausbau am Standort Leoben neu geschaffen.“ 

Bereits heute werden in der Obersteiermark Vorprodukte für diverse IC-Subs-
trate hergestellt, die an den Produktionsstandorten im chinesischen Chongqing und künftig auch in Kulim (Malaysia) zu hochwertigen Endpro-
dukten weiterverarbeitet werden. Um die steigende Nachfrage befriedigen zu können, wird ein Technologie-upgrade in Produktionsanlagen durchgeführt und zusätzlich ein Produktionsgebäude mit etwa 18.000 Quadratameter errichtet.

Forschungszentrum wird  am Standort neu gebaut

Ein wesentlicher Teil des Investitionsvolumens wird auch in ein neues Forschungszentrum, inklusive einer Kleinserien- und Prototypen-Produktion, fließen. Mit dem neuen, hochmodernen R&D-Center adressiert AT&S sowohl Kunden im Highend-Halbleiterbereich als auch internationale Forschungseinrichtungen. „Die hier eingesetzten Technologien sind einzigartig in Europa und verschaffen uns ein Alleinstellungsmerkmal am Markt“, sagt AT&S-CEO Andreas Gerstenmayer. „Forschung und Entwicklung auf diesem technologischen Niveau wird es uns ermöglichen, unseren Kunden noch proaktiver innovative Lösungen für künftige Produktgenerationen anzubieten und damit zu einem Vorreiter in der Industrie zu werden. Darüber hinaus ist diese Investition ein klares Bekenntnis zum Standort Leoben und wird einen Beitrag für eine wettbewerbsfähige Mikroelektronik-Industrie in Europa leisten“, so Gerstenmayer.

 Diese Vorhaben korrespondieren laut AT&S mit dem European Chip Act, der von der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Mitte September angekündigt wurde. Ziel sei es, gemeinsam ein hochmodernes europäisches Chip-Ökosystem zu schaffen, um die Beschaffungssicherheit zu gewährleisten und neue Märkte für bahnbrechende europäische Technologien zu erschließen. Das freut natürlich auch Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Mit dieser Investition unterstreicht AT&S die Position der Steiermark als eine der führenden Innovations- und Forschungsregionen in Europa. Auch die positive Entwicklung der Mikroelektronik als eines unserer wirtschaftlichen Stärkefelder ist untrennbar mit dem Unternehmen verbunden.“


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