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37 Millionen Flaschen Wein

280.000 Hektoliter an feinstem Rebensaft haben die steirischen Winzer heuer geerntet. Das ist ein Plus von 20 Prozent im langjährigen Vergleich. Doch der Supersommer 2018 hat nicht nur die Erträge, sondern auch die Qualität auf ein neues Niveau gehoben. Ein unglaublicher Jahrgang, jubeln die Experten.

Der Supersommer 2018 hat nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des steirischen Weins beflügelt: 280.000 Hektoliter konnten im Steirerland geerntet werden.
© Steiermark Tourismus - Harry Schiffer Der Supersommer 2018 hat nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des steirischen Weins beflügelt: 280.000 Hektoliter konnten im Steirerland geerntet werden.
Was war das für ein Sommer! Und über das ungewohnt lange warme Wetter bis weit in den Herbst hinein freuen sich hierzulande aber nicht nur die Touristiker, sondern vor allem die heimischen Winzer: Weit früher als üblich konnte heuer deshalb mit der Weinlese begonnen werden, und das, was nun an feinen Tropfen in den Kellern lagert, kann sich sehen lassen – da sind sich die Wein-Profis landauf, landab einig.
Gerhard Wohlmuth, Bundessprecher des Weinhandels, hat für die „Steirische Wirtschaft“ genau nachgezählt und präsentiert mit der vorläufigen Wein-Bilanz 2018 Zahlen, die für Jubelstimmung unter den Produzenten sorgen: „Österreichweit werden es drei Millionen Hektoliter Wein sein. In der Steiermark konnten rund 280.000 Hektoliter geerntet werden – das sind um 30.000 Hektoliter mehr als im Vorjahr und es sind auch etwa 20 Prozent mehr als im langjährigen Schnitt.“

Doch bevor die Ernte in die umgerechnet mehr als 37 Millionen Flaschen Wein gefüllt werden kann, steht mühevolle Handarbeit – vom Rebschnitt bis zur selektiven Ernte – für die Winzer am Progamm. Ein Punkt, dem nun in der Konsumenten-Information deutlicher Rechnung getragen wird. „Mit diesem Jahrgang wird auch eine neue Ära in der Kennzeichnung des steirischen Weins eingeläutet“, erklärt dazu der Obmann des steirischen Weinhandels, Georg Regele.

Steirische DAC-Kennung

Denn um die Steiermark und ihre drei Weinbaugebiete noch erfolgreicher im In- und Ausland zu positionieren, tragen die Flaschen des Jahrgangs 2018 erstmals die Kennungen „Südsteiermark DAC“, „Vulkanland Steiermark DAC“ und „Weststeiermark DAC“. Damit wird auf besondere Alleinstellungsmerkmale der Region hingewiesen und die Herkunft – bei der Weinvermarktung schließlich das Um und Auf – in den Vordergrund gerückt. „Für die DAC-Kennung ist Handlese natürlich verpflichtend. Damit stellt sie für den Konsumenten auch ein absolutes Qualitätssiegel dar“, betont Regele.

Stichwort Qualität: Nicht nur bei gesteigerten Ernteerträgen, sondern auch beim „Inhalt“ hat der heurige Supersommer seine Spuren hinterlassen – wie eine Umfrage unter steirischen Winzern bestätigt. Dieses Weinjahr hat uns einen Wein von einzigartiger Qualität beschert, der mit einem wunderbaren Frucht-Säure-Verhältnis überzeugt. Er stellt viele Jahrgänge vor ihm in den Schatten“, erzählt Wohlmuth. Und dieser, laut Regele, „schönste Wein des Jahrzehnts“ werde auch den Export wieder kräftig ankurbeln, der aufgrund des Katastrophenjahres 2016 dann im Vorjahr doch deutlich zurückgeschraubt werden musste: „In diesem Jahr wurden große Weine geerntet, die eine hohe Lagerfähigkeit besitzen.“

Das sagen die steirischen Winzer:

Tamara Kögl (Weingut Kögl): „Wir erwarten sehr ausdrucksstarke und vielschichte Weine im Orts- und Lagenweinbereich und füllige Klassik-Weine.“

Walter Skoff (Weingut Skoff): „Immer wiederkehrende Niederschläge und die gleichmäßige Wärme haben die Reife der Trauben vorangetrieben.“

Katharina Thaller (Weingut Thaller): „Blitzsauberes Lesegut in Weiß wird feinfruchtige bis kräftige Weine bringen. Und es ist ein besonderer Jahrgang für Rotweine.“

Christoph Polz (Weingut Erich und Walter Polz): „Nach einer sehr langen und arbeitsintensiven Ernte freuen wir uns über sehr gute Qualitäten im Keller.“

Katharina Tinnacher (Weingut LacknerTinnacher): „Qualitativ schätze ich den Jahrgang sehr gut ein. Der Ertrag fällt naturbedingt heuer etwas kleiner aus.“

Walter Frauwallner (Weingut Frauwallner): „Dieses Weinjahr war ausgezeichnet, die Trauben waren perfekt.Wir haben einen ganz großen Jahrgang im Keller.“

Weinbilanz 2018:

  • 3: Millionen Hektoliter Wein wurden österreichweit geerntet, im Vorjahr waren es 2,5 Millionen Hektoliter. Schnitt 2013 bis 2017: 2,22 Millionen Hektoliter. 
  • 47.917: Hektar ertragsfähige Anbaufläche sind es in Österreich. Auf Niederösterreich entfallen hier 29.119 Hektar, in der Steiermark sind es 4.902.
  • 280.000: Hektoliter Wein werden heuer im Steirerland geerntet. 2017 waren es 250.000 Hektoliter, was ein Plus von 200 Prozent zum „Katastrophenjahr 2016“ bedeutete.

Von Veronika Pranger

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