th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

31 Millionen Euro für die steirischen Skiberge

Während am Dachstein bereits Hochbetrieb herrscht, harren die steirischen Skigebiete dem Winterbeginn: Großinvestitionen sollen sicherstellen, erstmals mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erzielen zu können.

Die Vorfreude auf den Winter steigt – und die Seilbahnen sind gut gerüstet.
© Steiermark Tourismus/Ikarus Die Vorfreude auf den Winter steigt – und die Seilbahnen sind gut gerüstet.

Während die Steirer endlich den lange ersehnten Altweibersommer genießen können, sind die Blicke der heimischen Seilbahner längst auf den Winter gerichtet: Insgesamt wurden 31 Millionen Euro in Qualität, Komfort und Sicherheit (siehe auch Interview unten) investiert: Dies soll der Branche erstmals mehr als 100 Millionen Euro an Umsatz bringen.

„Unsere steirischen Seilbahnen konnten ihre Umsätze im letzten Jahr gegenüber den 88,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf starke 96,1 Millionen Euro steigern. Heuer wollen wir die magische Marke von 100 Millionen Euro knacken“, sagt Arthur Moser, Geschäftsführer am Hauser Kaibling und Obmann der Seilbahner in der Steiermark. Dies soll nicht zuletzt durch eine weitere Steigerung der Ersteintritte gelingen. Gezählt wird dabei die täglich erste Bergfahrt jedes Seilbahnbenützers. Moser: „In der Wintersaison 2016/17 haben wir 3,8 Millionen Ersteintritte gezählt, das ist ein stolzes Plus von 5,5 Prozent. Im heurigen Sommer waren es erstmals mehr als eine Million.“ 

Seilbahnen als wichtiger Motor für die Regionen
Zahlen, die allesamt aus einer  brandaktuellen Studie stammen, die die Seilbahner in der vergangenen Woche präsentiert haben. Diese zeigt, wie wichtig die Branche für die steirischen Regionen ist: So betrug etwa die Wertschöpfung durch Ticketkäufe und sonstige Ausgaben der Seilbahnbenutzer allein in der Wintersaison 2016/17 rund 273,9 Millionen Euro. Die Seilbahnen selbst sorgten mit ihren 1.230 Arbeitsplätzen dabei für eine Wertschöpfung von 57,8 Millionen Euro. Geld, das zum großen Teil in den Regionen bleibt und auch indirekt für Umsatz sorgt: So sind aktuell 5.060 Menschen beschäftigt, die im Umfeld der Seilbahnen in einer anderen Branche einen Arbeitsplatz finden. Damit sind die heimischen Skiberge als Umsatzbringer (504,2 Millionen Euro) und Steuerzahler (71,3 Millionen Euro an Umsatzsteuer) nicht wegzudenken. Der Wertschöpfungsfaktor von 6,5 Prozent belegt zudem, dass die Regionen Hauptprofiteure dieser Entwicklung sind: Pro 1.000 Euro an Löhnen fließen 6.500 Euro in die Registrierkassen der Region.
Damit das auch in Zukunft so bleibt, rückt der Sommer verstärkt in den Mittelpunkt: Hier gebe es noch viel Potenzial zu heben, was in künftigen Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden muss. Äußerst positiv wirkt sich laut Studie auch die steirische Qualitätsoffensive für kleinere und mittlere Skigebiete aus, die durch diese Förderung wichtige Investitionen tätigen und so als Freizeitinfrastruktur für den Skifahrer-Nachwuchs erhalten bleiben können. Als gelungenes Beispiel nennt die Studie etwa die erfolgreiche Neuausrichtung der Grebenzen durch Ex-Kreischberg-Boss Karl Schmidhofer.

Internationale Aushängeschilder bleiben aber „Leuchtturm-Betriebe“ wie die Schladminger Planai-Bahnen. So hat am zugehörigen Dachstein die Saison bereits Ende September – drei Wochen früher als geplant – gestartet. „Derzeit trainieren täglich 300 Langläufer aus aller Welt am Gletscher. Auch die ÖSV-Alpinen waren bereits zu Gast“, sagt Boss Georg Bliem. Insgesamt habe man heuer acht Millionen investiert – unter anderem in einen neuen Speichersee auf der Hochwurzen. „Damit sind wir zu 100 Prozent schneesicher.“


Interview mit dem Obmann der Seilbahner in der Steiermark, Arthur Moser (Hauser Kaibling):

Es wurde gewaltig investiert, um sich für den Winter zu rüsten. Mit welchem Schwerpunkt?
Moser: „Der Blick auf die Zahlen zeigt es schon: 18 von gesamt 31 Millionen sind in Beschneiungsanlagen geflossen. Das war dank einer Förderungsoffensive des Landes Steiermark möglich. Schneesicherheit bedeutet für unsere Betriebe die Absicherung ihrer unternehmerischen Lebensgrundlage.“

Große helfen Kleinen, gilt das Motto auch in Ihrer Branche?
Moser:“Die kleinen Schigebiete, vor allem nahe der Ballungszentren, sind unverzichtbar, weil sie den Nachwuchs für den Sport begeistern. Davon profitieren langfristig alle großen Brüder im Land. Wir unterstützen die kleinen Branchenkollegen unter anderem mit gebrauchter Hardware (Pistengeräte etc.), die wir kostengünstig weiter geben.“

Familien lockt man heuer mit besonders vielen Sonderaktionen auf die weißen Hänge. Mit welchen Ziel? 
Moser: „Wir haben pro Saison 3,8 Millionen Schifahrer auf den Pisten, darunter viele Eltern mit Kindern, die sich den Sport auch leisten sollen. Dafür schnüren alle Bahnenbetreiber Sonderpakete. Den Auftakt für die Preisoffensive setzen wir am 17. Dezember mit einem Familienschitag und einer 50 Prozent-Aktion in der ganzen Steiermark. Familien sind wichtige Glieder in der Wertschöpfungskette.“

Das könnte Sie auch interessieren

  • Steiermark
Newsportal Mit Vollgas auf zum Moto-Grand Prix

Mit Vollgas auf zum Moto-Grand Prix

In Spielberg haben am Wochenende beim MotoGP heulende Motoren das Sagen. Das Großevent soll trotz der schweren Unwetter über die Bühne gehen. mehr

  • Steiermark
Newsportal 700 Gäste schnupperten Gründerluft

700 Gäste schnupperten Gründerluft

Informationen von unschätzbarem Wert und ein Gründerstartpaket im Wert von 6.000 Euro als Hauptpreis: die Gründermesse war ein Gewinn. mehr