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30 Jahre Urlaub in "Ballonien"

In Wirtshäusern soll ja häufig „heiße Luft“ produziert werden. Hotelier Adi Thaller aus Hofkirchen füllt damit seine Betten.

Seit 30 Jahren hebt Wirt Adi Thaller (kleines Bild) im Ballon mit seinen Gästen ab.
© Thaller Seit 30 Jahren hebt Wirt Adi Thaller (kleines Bild) im Ballon mit seinen Gästen ab.

Hartberg-Fürstenfeld. Es war Mitte der 80er-Jahre, als Adi Thaller den elterlichen Hotelbetrieb in Hofkirchen (Kaindorf bei Hartberg) übernahm. Dem 30-jährigen war klar: Das abseits der touristischen Zentren gelegene Hotel braucht ein Zugpferd, etwas Besonderes, etwas, was Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Wie es der Zufall wollte, zogen in jener Zeit Heißluftballone, die bei der im nahe gelegenen Schielleiten stattfindenden Europameisterschaft starteten, vorbei. Die Idee „Ballonhotel“ war geboren.

Mittlerweile sind 30 Jahre vergangen. Oft zweimal täglich startet er mit einem seiner fünf hauseigenen Ballone. Und das Angebot findet seine Zielgruppe: 30 bis 40 Prozent der Gäste kommen allein wegen der Ballonfahrten in sein Vierstern-Haus mit modernem Spa-Bereich und perfekter Ausstattung für Kinder. „Fast wöchentlich haben wir mittlerweile Heiratsanträge in der Luft. Auch ein romantisches Ballon-Dinner für nur zwei Passagiere ist bei uns machbar“, erzählt der Wirt, der auch über den Wolken für seine Gäste da ist und akribisch nach Wetter, Windrichtung und Landeplatz Ausschau hält.

Dabei hatte es anfangs nicht gut ausgesehen: „In drei Monaten hatten wir nur einen Passagier“, erinnert sich der Hotelier, der seiner Innovation dennoch treu geblieben ist. Heute ist er froh darüber – und jede Ballonfahrt bringt ein neues Erlebnis: „Du weißt vorher nicht, wohin dich der Wind tragen wird. Auch die Welt und ihre Probleme sieht man von da oben aus einer völlig anderen Perspektive.“

Hier geht es zum Ballonhotel.

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