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3,9 Milliarden Euro: Bestes Ergebnis seit 2010

Der steirische Einzelhandel zieht Halbjahresbilanz und feiert mit 3,9 Milliarden Euro das beste Ergebnis der vergangenen sieben Jahre. Ebenso gestiegen ist die Zahl der Beschäftigten sowie die der E-Commerce-Nutzer.

Handelsbilanz-Pressekonferenz
© Foto Fischer Der steirische Handel zieht Halbzeit-Bilanz, v.l.: Ernst Gittenberger (KMU-Forschung-Austria), Gerhard Wohlmuth (Spartenobmann) und Helmut Zaponig (Spartengeschäftsführer)..
Traditionell zieht der weiß-grüne Einzelhandel im Sommer gemeinsam mit der KMU Forschung Austria seine erste Bilanz – und diese kann sich 2017 wirklich sehen lassen. „3,9 Milliarden Nettoumsatz hat der stationäre Handel in der Steiermark von Jänner bis Juni erwirtschaftet – das entspricht einem nominellen Plus von 1,7 Prozent“, präsentiert Spartenobmann Gerhard Wohlmuth höchst erfreuliche Zahlen: „Das ist das beste Ergebnis seit 2010“ (s. dazu auch Grafiken).
Unter Berücksichtigung der Preissteigerung, also real, betrage das Plus noch immer 0,6 Prozent, ergänzt Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. „Die durchschnittlichen Preiseffekte  von 1,1 Prozent fallen also im Einzelhandel weiterhin geringer als die Inflationsrate aus.“
Der Aufwärtstrend im Handel zeichnet sich ebenso in der Zahl der Beschäftigten ab: Auch hier war im ersten Halbjahr eine deutliche Dynamik zu spüren, die sich in einem Plus von 1,4 Prozent bzw. 600 neuen weiß-grünen Jobs niederschlägt. „Erstmals seit 2014 ist die Beschäftigtenzahl wieder deutlich gestiegen“, unterstreicht Wohlmuth das gute Ergebnis. Damit beschäftigen die 5.700 heimischen Einzelhändler – von insgesamt über 20.000 Handelsunternehmen in der Steiermark – 45.100 Mitarbeiter. Und es sollen noch mehr werden, unterstreicht der Obmann, weshalb die Sparte Handel die aktive Nachwuchsarbeit deutlich forciere – etwa durch Bewerbe wie den Junior Sales Champion. „Der Handel hat sich auch in schwierigen Zeiten immer als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber erwiesen. Unsere Unternehmen bieten jede Menge Karrierechancen, insbesondere für junge Menschen – das wollen wir, gerade mit Blick auf den harten Wettbewerb um die Nachwuchskräfte, noch stärker aufzeigen“, erklärt Wohlmuth.
56 Prozent der Steirer kaufen auch online ein
Stichwort Wettbewerb: Wenn es um den Bereich E-Commerce geht, fordert Wohlmuth die politisch Verantwortlichen einmal mehr dazu auf, mehr Augenmerk auf die Durchsetzung geordneter Spielregeln zu legen: „Onlinehandel bedeutet, nicht nur den eigenen Kundenkreis auf die ganze Welt zu vergrößern, sondern auch, damit den globalen Mitbewerber direkt vor sich zu haben. Hier sehen sich unsere Händler oft mit Billigkonkurrenz aus dem Ausland konfrontiert, die weder im Lohn- noch im Abgaben- und Sozialbereich Vergleichbares leistet“, argumentiert Wohlmuth. Es brauche also dringend einen Rahmen, der zumindest auf europäischer Ebene einen fairen Wettbewerb garantiere.
Wie wichtig das ist, zeigt der Blick auf die Online-Shopper: Bereits 56 Prozent der Steirer zwischen 16 und 74 Jahren bringen die virtuellen Kassen zum Klingeln. Diese 520.000 Internetkäufer greifen in den digitalen Regalen laut Gittenberger „mit 37 Prozent am häufigsten bei Bekleidung und Sportartikeln, gefolgt von Reisen mit 29 Prozent und Büchern“ zu.

Und die Zahl der Online-Shopper wächst unaufhaltsam, weshalb es gilt, sich sein Stück vom großen E-Commerce-Kuchen rechtzeitig zu sichern, unterstreicht Wohlmuth (s. Interview re.): „Allein wenn man bedenkt, dass 81 Prozent der Steirer das Internet nutzen, zeigt sich, wie viel Luft nach oben hier noch für unsere Unternehmer besteht.“


Interview mit Spartenobmann Gerhard Wohlmuth:

Der Anteil der Onlineshopper steigt stetig. Wie unterstützt die Sparte hier ihre Mitglieder?
Das Servicecenter go-online wurde ins Leben gerufen, wo alle Mitglieder umfangreiche rechtliche Informationen und Beratung zum leichteren Einstieg ins E-Business erhalten.


Laut RegioData stehen die Österreicher beim virtuellen Shopping europaweit auf Platz vier…
Die Lust am Kauf per Klick ist hierzulande groß. Österreichweit werden bereits mehr als drei Milliarden bei Onlinekäufen ausgegeben. Aber noch einmal so viel Geld fließt übers Netz ins Ausland.


Das ist ein Online-Kaufkraftverlust von drei Milliarden im Jahr…
Genau, deshalb wurde die Initiative „Handel goes www“ gestartet, die steirische Händler dabei unterstützt, sich einen größeren Anteil am Online-Business zu sichern.

Von Veronika Pranger

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