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280 Millionen Euro für die Chip-Forschung

Die Steiermark ist in der Forschung Europaspitze. Nun entsteht hier auch die Zentrale des Mikroelektronik-Forschungszentrums.

Die Steiermark hat zahlreiche internationale Leitbetriebe im Bereich der Mikroelektronik zu bieten.
© Die Industrie/Kniepeiss Die Steiermark hat zahlreiche internationale Leitbetriebe im Bereich der Mikroelektronik zu bieten.

Mit einer F&E-Quote von 4,87 Prozent des BIP ist die Steiermark mit Abstand Forschungsbundesland Nummer 1. Auch im Bereich der Mikroelektronik hat die grüne Mark zahlreiche internationale Leitbetriebe zu bieten, die sich erst unlängst zum „Silicon Alps“-Cluster zusammengeschlossen haben. Nicht zuletzt deshalb wurde nun auch die Geschäftsführung und Gesamtkoordination des bundesweiten Forschungszentrums für Mikroelektronik („Silicon Austria Labs“) in die Steiermark vergeben. Geforscht wird darüber hinaus auch in Villach und Linz, erklärt Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Durch die enge Kooperation unserer Forschungsgesellschaft Joanneum Research, der Technischen Universität Graz und nicht zuletzt unseren heimischen Unternehmen bieten wir beste Voraussetzungen, um die strategische Ausrichtung und Koordination dieses großen Vorhabens übernehmen zu können.“ Bis  2022 sollen insgesamt 280 Millionen Euro investiert werden und 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Der Anteil des Landes Steiermark an den Investitionen beläöuft sich dabei auf 28,75 Millionen Euro, der Bund stellt 70 Millionen bereit. Kärnten und Oberösterreich bringen weitere 41 Millionen Euro ein.

Die zweiten 50 Prozent der Investitionen stemmt die heimische Industrie. Wie wichtig dies für den Innovationsstandort ist, haben WKO und Industriellenvereinigung Steiermark erst in der vergangenen Woche mit einer Studie unterstrichen. So ist  neben dem neuen Forschungsschwerpunkt „Electronic based Systems“ vor allem der Kraftfahrzeugbau (37,1 Prozent Forschungsanteil an der Bruttowertschöpfung), die Elektronik (27,4), die Elektrotechnik (26,7), der Maschinenbau (14) sowie die Kunststofftechnik (10,9) führend. Dies sichere 30.000 Arbeitsplätze und löse unmittelbar mehr als 2,2 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung in Österreich aus – die Hälfte davon direkt in der Steiermark, freut sich Georg Knill, Präsident der Indurstiellenvereinigung: „Das zeigt eindrucksvoll, dass sich jeder in Forschung und Entwicklung investierte Euro rechnet.“

Dennoch gebe es Nachholbedarf, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk – etwa im Bereich des Breitbandausbaus und in der Bildung (siehe Details unten). Vom nun erfolgten Zuschlag für das neue Kompetenzzentrum in der Steiermark erhofft Herk diesbezüglich auch neue Impulse. „Das ist eine wichtige Investition, um die Forschungs-PS der Steirer künftig noch besser auf die Wertschöpfungsstraße zu bringen. Damit können wir die Steiermark auch in diesem so wichtigen Segment noch stärker als europäische Spitzenregion positionieren.“

Hier geht es zur Studie und den Detailergebnissen.

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