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2040 soll das "Nadelöhr" Geschichte sein

Die steirischen Unternehmen sind hocherfreut über die ÖBB-Pläne, den neuen Bosrucktunnel bis 2040 zu realisieren. Wird damit doch die klaffende Lücke in der Nord-Süd-Verbindung endlich geschlossen.

ÖBB Bahnhof
© ÖBB-David Payr Die Pyhrn-Schober-Achse gilt als Schlüsselstelle für den Ausbau der Transeuropäischen Eisenbahnnetze.

Jetzt ist der Süden dran! – Mit diesen Worten gab ÖBB-Chef Andreas Matthä vor wenigen Tagen die Marschrichtung in den aktuellen Bahninfrastruktur-Ausbauplänen vor. Und dieses klare Commitment von ÖBB und Politik, das Nadelöhr „Pyhrn-Schober-Achse“ endlich in Angriff zu nehmen, lässt die heimischen Betriebe aufatmen. Denn hier klafft seit Jahrzehnten eine enorme Lücke in der Schienenanbindung in den Nordwesten, hin zu den internationalen Drehkreuzen und der „neuen Seidenstraße“. Die Achse gilt hier als Schlüsselstelle für den Ausbau der Transeuropäischen Eisenbahnnetze.
Herzstück ist der neue Bosrucktunnel. „Die Fertigstellung bis 2040 muss das Ziel sein“, präsentiert Matthä auch erstmals öffentlich einen Zeithorizont für das – nach dem Semmeringbasis- und dem Koralmtunnel – dritte „absolute Jahrhundertprojekt der ÖBB“.

Wichtiges Signal

„Die Pyhrn-Schober-Achse ist seit Jahrzehnten der Flaschenhals in der Nord-Süd-Güterlogistik. Umso mehr freut uns die Aufnahme dieses Projekts in die Ausbaupläne“, betont Alfred Ferstl,  Obmann der Sparte Verkehr in der WKO Steiermark. Und es sei ein wichtiges Signal für die heimische Exportwirtschaft, ergänzt WKO-Präsident Josef Herk. „Mit dem nun bestätigten Ausbau wird eine jahrelange Forderung der Wirtschaft erfüllt“, erinnert Herk an den vor zwei Jahren auf politischer wie auch Sozialpartner-Ebne für dieses Projekt verstärkten Schulterschluss der vier angrenzenden Bundesländer. 

Wie essentiell gut ausgebaute Schienentransportwege für die steirische Wirtschaft sind, unterstreicht auch Industriellenvereinigung-Präsident Georg Knill: „Die Steiermark ist bei den Anbindungen zu den Exportmärkten in den Nordwesten deutlich benachteiligt. Doch gehen rund 28 Prozent aller heimischen Exporte nach Deutschland, das waren 2018 Waren im Wert von 6,9 Milliarden Euro.“ 

Noch deutlicher demonstriert Alfons Dachs-Wiesinger von Magna Steyr die Bedeutung des „neuen Bosrucks“ für die steirischen Betriebe: „Durch den Neubau und den damit einhergehenden zweigleisigen Ausbau wird das Nadelöhr Pyhrn-Schober-Strecke endlich beseitigt. Mehr als 70 Prozent der Import- und Exportwarenströme unseres Unternehmens fließen durch diesen Korridor.“

Keine Verzögerungen

So groß die Freude über den Start des Mega-Projekts bei den Unternehmen ist, so mahnen diese, neben einer möglichst flachen Trassierung, aber auch einen verlässlichen Umsetzungszeitplan an. Etwa Franz Glanz, Chef des Cargo Center Graz: „20 Jahre sind eine lange Vorlaufzeit und es darf keine Verzögerungen geben.“ Auch Ewald Verhounig, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark, erklärt, dass es jetzt vorrangig darum gehe, „möglichst schnell die notwendigen Genehmigungsverfahren zu stellen und in die konkrete Planungsphase zu kommen“.

Was die Kosten betrifft, so lässt sich Matthä noch nicht in die Karten schauen: „Der Bosruck ist geologisch mindestens so kompliziert wie der Semmering. Erste Kostenrechnungen werden nach den Erkundungsbohrungen gemacht.“ Im Raum stehen kolportierte 1,5 Milliarden Euro. Eine aktuelle Analyse zum Bosruck-Eisenbahntunnel von ILF Consulting zeige aber, so Verhounig, „dass die Kosten selbst in der längsten Tunnelvariante auf Preisbasis 2019 mit rund einer Milliarde deutlich unter den seinerzeit behaupteten 1,5 Milliarden der ÖBB liegen dürften.“


Franz Glanz, Cargo Center Graz: „Mit dem Neubau des Bosrucktunnels wird für die international aufgestellten Standortkunden die Güterverkehrsampel auf Grün in Richtung Verlagerung auf die Schiene und CO2-Einsparung gestellt.“

Alfons Dachs-Wiesinger, Magna Steyr Logistics: „Ich hoffe, dass die angekündigte Realisierung bis 2040 deutlich beschleunigt wird, damit die Transportlogistik schneller nachhaltiger gestaltet werden kann.“

Norbert Wenzel, Wenzel Logis­tics: „Diese Infrastrukturinvestition hat enorme Bedeutung für den Industriestandort. Und auch für die Umwelt – durch Lkw-Verlagerung von der Straße auf die Schiene, Entlastung des Transitverkehrs, CO₂-Einsparung etc.“

Georg Knill, IV Steiermark: „Wir benötigen gut ausgebaute Schienennetze für den Warentransport. Die internationale Anbindung an Drehkreuze und Handelsrouten ist für den Industriestandort Steiermark essentiell und wettbewerbsbeeinflussend.“


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