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"Es gibt viel Grund für Optimismus"

ACstyria-Geschäftsführerin Christa Zengerer im Cluster-Jubiläumsgespräch: Wie hart Corona die Unternehmen der heimischen Mobilitätsbranche bereits getroffen hat und warum positive Stimmung jetzt umso wichtiger ist.

Christa Zengerer im Gespräch
© Foto Fischer Seit 1. November 2018 ist Christa Zengerer Geschäftsführerin des ACstyria.

Das 25-jährige Bestehen des steirischen Mobilitätsclusters wird überschattet von der größten je dagewesenen Krise. Wie geht es den Betrieben?

Christa Zengerer: Corona hat natürlich auch die Unternehmen des ACstyria quer durch ihre Stärkefelder zum Teil massiv getroffen, die Stimmung ist deshalb eher abwartend. Eine Umfrage zu Beginn der Pandemie zeigte, dass bereits in den Tagen des ersten Lockdowns 60 Prozent unserer Partnerbetriebe die Auswirkungen der Krise stark bis sehr stark spürten. Und die Einbrüche von Lieferketten, globaler Nachfragestillstand oder die Unmöglichkeit, Mitarbeiter ins Ausland zu entsenden, machen den Unternehmen nach wie vor schwer zu schaffen – einige mussten ihre Produktionen enorm zurückfahren oder gänzlich stoppen. Was zum Teil mit schmerzhaften – persönlichen wie wirtschaftlichen – Konsequenzen einhergeht.

Zuletzt gab es ja bereits Personalreduktionen selbst bei Big Playern, wie beispielsweise der AVL bzw. wurden Schließungen, etwa bei Kendrion, angekündigt…

Zengerer: Es fällt  sicherlich keinem Unternehmen leicht, solch tiefgreifende Entscheidungen zu treffen. Die steirischen Unternehmer versuchen mit allen Kräften, ihre Mitarbeiter zu halten und damit auch den Fortbestand der Betriebe zu sichern.

Wo hat Corona bislang die tiefsten Spuren hinterlassen?

Zengerer: Insbesondere die Bereiche Automotive und Aerospace stehen aufgrund der globalen Corona-Auswirkungen vor enormen Schwierigkeiten, wohingegen etwa der Bereich Rail bislang so gut wie gar nicht von der Krise betroffen ist. Ganz im Gegenteil. 

Es gibt also auch Lichtblicke in diesen düsteren Zeiten?

Zengerer: Bestimmt. Und diese sind wichtiger denn je. So gibt es auch in den zuvor genannten stark betroffenen Bereichen Unternehmen, die in Vollauslastung arbeiten, die in den letzten Monaten sogar Mitarbeiter aufgebaut und neue Projekte an Land gezogen haben. 

Magna Steyr freut sich über den Deal mit Fisker. Hier sollen ab 2022 pro Jahr im Werksverbund bis zu 50.000 E-Autos gebaut werden…

Zengerer: Das ist eines dieser Beispiele, die zeigen, dass es immer auch Grund zu Optimismus gibt. Denn an einem Großauftrag partizipieren immer viele kleinere heimische Zulieferbetriebe. Das gleiche gilt auch – und das weit über die Clusterbetriebe hinaus bis hin zu lokalen Gewerbe- und Handwerksbetrieben – bei Investitionsprojekten. Hier haben gerade auch in den letzten Monaten viele steirische Unternehmen mit Millioneninvests mehr als deutlich gezeigt, dass sie – trotz Corona oder Corona zum Trotz – an die Zukunft des Standorts Steiermark glauben. 

Und was glauben Sie? Wohin geht die Reise?

Zengerer: Nicht nur in der aktuellen Krise, sondern auch bei den vielen generellen Herausforderungen der Zukunft ist es unsere Aufgabe, unsere Partnerunternehmen zu unterstützen. Gemeinsam mit den Gesellschaftern haben wir uns daher anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums strategisch neu ausgerichtet, um auch für die Zukunft ein derart hochinnovatives Umfeld zu schaffen, für das uns weltweit Anerkennung gezollt wird. Konkret rücken hier die Stärkefelder Digitalisierung, innovative Antriebs- und Fahrzeugkonzepte, autonome Systeme, Mobilitätsservices und die „Decarbonized Value Chain“ in den Fokus unserer vernetzten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten – als Antwort auf die An- und Herausforderungen der Zeit.

Welche Faktoren sehen Sie für den Erfolg des Clusters als entscheidend?  

Zengerer: Mit der Initiierung des Autoclusters im Jahr 1995 haben die Verantwortlichen in der Steiermark enormen Weitblick bewiesen: Hier werden seither Synergien zwischen großen und kleinen Betrieben sowie zwischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen genutzt, hier werden Netzwerke verdichtet und damit Visionen realisiert. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass die Unternehmen diese Krise auch gemeinsam überwinden werden können. Heute zählen wir im ACstyria rund 300 Unternehmen mit mehr als 70.000 Mitarbeitern. Sie bilden mit einem Umsatz von rund 17 Milliarden Euro eine wesentliche 

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