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2.000 Besucher beim WKO-Unternehmertag

Krönender Höhepunkt war der Impulsvortrag des ehemaligen deutschen Außenministers Joschka Fischer.

Die Grazer Stadthalle stand heute voll und ganz im Zeichen des weiß-grünen Unternehmertums. Mehr als 2.000 Wirtschaftstreibende und Opinion Leader folgten der Einladung der WKO Steiermark zum großen Unternehmertag. Dieser begann bereits um 9 Uhr Vormittag mit einem Netzwerkfrühstück, dem ein umfangreiches Programm folgte: So zum Beispiel die Follow-me-Award-Verleihung, die Bildungsmesse der Steirischen Bildungsanbieter, eine Unternehmermesse mit mehr als 50 Ausstellern sowie eine Vielzahl von Workshops und Vorträgen, darüber hinaus der Dienstleisterkongress, 20 Branchentreffs und vieles mehr. Highlight des Tages war dann aber mit Sicherheit die Plenarveranstaltung mit dem ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer. Dieser zählt mittlerweile zu den gefragtesten Keynote-Speakern des deutschsprachigen Raums. Außerdem hat sich Fischer auch als Unternehmensberater einen Namen gemacht, so zum Beispiel für die Siemens AG, BMW oder den Handelskonzern Rewe. Am Unternehmertag begeisterte Fischer mit einem Impulsvortrag über Europas wirtschaftliche Zukunft in einer globalisierten Welt. „Alles in allem ein fulminanter Tag, der im nächsten Jahr auf jeden Fall seine Fortsetzung finden soll“, waren sich WKO Steiermark Präsident Josef Herk und die beiden Vizepräsidenten Benedikt Bittmann und Andreas Herz sowie die Direktoren Karl-Heinz Dernoscheg und Peter Hochegger einig.

 

Joschka Fischer über Europas wirtschaftliche Zukunft

Höhepunkt des Tages war der Vortrag des ehemaligen deutschen Vizekanzlers und Außenministers Joschka Fischer. Mit drastischen Worten zog der international gefragte Keynote-Speaker vom ersten Moment seines knapp einstündigen Vortrages die gesamte Halle in den Bann. Eindrucksvoll schilderte er die Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingsfrage. „Zentrale Frage ist: Bleibt dieses Europa zusammen? Macht ein Land die Grenzen dicht, folgen weitere und schlussendlich verlieren alle. Denn wir würden sehenden Auges eine Destabilisierung des Balkans in Kauf nehmen. Was das bedeutet, haben wir schon einmal erlebt“, so Fischer. Renationalisierung sei da auf jeden Fall kein Ausweg ­ nicht zuletzt aufgrund des großen Wandels. „Wenn wir uns die Welt anschauen können wir eines schon jetzt sagen: Die Zukunft wird weniger europäisch sein. Wir erleben einen Transfer von Wohlstand und Macht von West nach Ost. Die Antwort darauf kann nur Europa sein“, appellierte Fischer. Ein Europa, das sich den Herausforderungen der Digitalisierung und Globalisierung stellt. Bildung und technische Innovation seien dafür die entscheidenden Faktoren, wo die Steiermark grundsätzlich gut gerüstet ist.

 

Prominent besetzte Debatte

Starke Worte, denen sich auch die steirische Landespolitik anschloss. „Die Unternehmer sind Vorbilder, nicht Feindbilder. Sie brauchen entsprechende Rahmenbedingungen, denn hätten wir keine Unternehmer, die Gewinne machen, könnten wir keinen Sozialstaat aufrecht erhalten“, so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Die Förderungen von Arbeitsplätzen, speziell in den Regionen, habe für ihn absolute Priorität. „Besonders wichtig ist hier auch die Auffahrt auf den schnellen Datenhighway“, ergänzte Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann.

 

Weiters unter den prominenten Gästen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): GRAWE-Generaldirektor Othmar Ederer, Energie-Steiermark-Vorstandsprecher Christian Purrer, WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth, Remus-CEO Angelika Kresch, Nationalrat Werner Kogler, der Grazer Finanzstadtrat Gerhard Rüsch sowie Manuela Khom, zweite Landtagspräsidentin.


Rückfragehinweis:

Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652
E mario.lugger@wkstmk.at

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