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2,8 Millionen Euro für Pflegestiftung

Pflegeheimbetreiber, Land und das AMS haben sich geeinigt, die Pflege mit einer Stiftung finanziell auf neue Beine zu stellen.

Pflegebedürftige Menschen an der Hand zu nehmen, das ist das Ziel der neuen Pflegestiftung.
© ©Katarzyna Bialasiewicz Photographee.eu Pflegebedürftige Menschen an der Hand zu nehmen, das ist das Ziel der neuen Pflegestiftung.

Schon im September haben sich die Verantwortlichen in den Pflegeheimen und im Land Steiermark auf ein zeitgemäßes Pflegemodell geeinigt, das jetzt umgesetzt wird. Mit einer Pflegestiftung wird rund die Hälfte der Kosten für dringend benötigte Mitarbeiter in der Pflege finanziert. Damit soll kurzfristig der Bedarf von 70 Heimhilfen und 400 Pflegeassistenten in der stationären und mobilen Altenbetreuung und damit rund die Hälfte des langfristig benötigten zusätzlichen Personals gedeckt
werden. 

Die Gesamtkosten der Stiftung, die für zwei Jahre eingerichtet wurde, belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, die sich die Unternehmen (1,2 Millionen Euro), das Land (eine Millione Euro) und das AMS (0,6 Millionen Euro) teilen. Der Berufsgruppenvorsitzende der steirischen Pflegeheime, Franz Ferner, spricht von einem wichtigen Signal für die gesamte Pflegelandschaft: „Bis 2020 werden den Heimen rund 800 Dienstposten mehr (bezogen auf Jahresbeginn 2016) zur Verfügung stehen und auch finanziert werden.“ Der Bedarf- und Entwicklungsplan des Landes sieht darüber hinaus einen Schwerpunkt der Versorgung zuhause vor. Noch heuer wird es zu einer Tarifsenkung für die Kunden in der Pflege in den eigenen vier Wänden kommen. 

Das Ziel liegt darin, mehr Betreuungsstunden für die Betroffenen leistbarer zu machen, was letztendlich zu einer Personalaufstockung führen wird. Eine klare Win-Win-Situation für Soziallandesrätin Doris Kampus: „Das ist eine Chance für viele Jobsuchende, die in einem neuen Beruf eine gute Ausbildung erhalten und damit wieder ins Berufsleben integriert werden. Und das sogar mit Jobgarantie, weil die Pflege ein Zukunftsmarkt ist.“ Die ersten Qualifizierungsmaßnahmen starten bereits im ersten Quartal. Die angedachten Ausbildungen sind über Jahre erprobt, jene zur Heimhilfe dauern sechs Monate, jene für die Pflegeassistenz zwölf Monate.

Helfende Hände:
In 220 Heimen arbeiten rund 11.000 Personen (55 Prozent Pflege), in den mobilen Diensten 5.000.


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