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Lieferdienste erobern das Homeoffice

Essen ist da! Noch nie wurden Lieferdienste so oft konsultiert wie im Lockdown-Jahr 2020. Und glaubt man zahlreichen Studien, dürfte sich dieser Trend auch 2021 fortsetzen – denn das „Essen auf Rädern“ wird immer beliebter, kreativer und nachhaltiger. 

Ob Pizza, Burger, Poke-Bowls oder Sushi – die Auswahl an lieferbaren Speisen lässt kaum noch Wünsche offen.
© AdobeStock Ob Pizza, Burger, Poke-Bowls oder Sushi – die Auswahl an lieferbaren Speisen lässt kaum noch Wünsche offen.

Sie sind die heimlichen Helden der Corona-Krise: Ohne die kulinarische Unterstützung von Lieferdiensten und ihren radelnden Zustellern wären die langen Tage im Homeoffice bei vielen wohl zu einer Butterbrot-und-Tiefkühlpizza-Orgie ausgeartet. Seit Beginn der Pandemie verzeichnen die steirischen Lieferservices ein massives Plus an Bestellungen – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass uns die klassische Gastronomie coronabedingt viel zu oft verwehrt geblieben ist. Allein der orange Liefergigant „Lieferando“ verzeichnete  zwischen Juli und September 2020 unglaubliche 151,4 Millionen Bestellungen weltweit – ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Österreich stieg die Zahl der Bestellungen zu Beginn der Corona-Krise im April und Mai um 40 Prozent – die Bestseller waren dabei Pizza, Burger, Asiatisch und Poke Bowls.

Von 500 auf 1.200 Bestellungen pro Tag

Neben den großen Lieferplattformen wie Lieferando, Mjam und Co. können aber auch lokale Lieferdienste wie „Velofood“ auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. „Vor der Pandemie hatten wir im Schnitt 500 Bestellungen pro Tag, mittlerweile sind wir bei bis zu 1.200“, freut sich Jonathan Stallegger, Gründer des nachhaltigen Grazer Lieferservice. Auch die Zahl der Velofood-Fahrradboten – allesamt selbständige Kuriere, davon 95 Prozent Studenten – ist im Lockdown auf 200 gestiegen. Diese profitieren ebenfalls von dem umsatzstarken Jahr 2020. „Mir ist es als Unternehmer wichtig, auch etwas zurückzugeben und einen nachhaltigen Betrieb zu führen. Darum haben wir mit unserem Gewinn aus dem Vorjahr 70.000 Euro an Ärzte ohne Grenzen gespendet, unseren Boten Zuschläge ausgezahlt und mithilfe von Spenden über 5.000 neue Bäume pflanzen können“, erzählt Stallegger. Erfreulich findet der Unternehmer die Tatsache, dass sich das Bewusstsein der Steirer zwischen dem ersten und den weiteren Lockdowns verändert zu haben scheint. „Die Leute legen jetzt mehr Wert drauf, wo sie ihr Essen bestellen. Wir kooperieren mit über 90 ausgewählten regionalen Restaurants, achten dabei auf biologisch abbaubare Verpackungen und stellen die Speisen ausschließlich per Fahrrad zu“, betont Stallegger. Auch andere Lieferplattformen steigen inzwischen auf den klimaneutralen Zug auf und achten auf umweltfreundliche Transportmittel und plastikfreie Verpackungen.

Liefertrend hält an

2020 war definitiv DAS Jahr der Lieferdienste. Doch wird sich die Bestellfreudigkeit der Österreicher auch im Jahr 2021 fortsetzen? „Ich bin mir sicher, dass dieser Trend weiter anhalten wird. Der Zenit ist noch nicht erreicht und die Hemmschwelle, Essen zu bestellen, ist bei vielen im vergangenen Jahr gesunken“, ist Stallegger überzeugt. Dass es nach wie vor Luft nach oben gibt, beweist unter anderem die Lieferplattform Mjam: Am 1. Februar startet Mjam einen Online-Supermarkt, bei dem Bestellungen binnen 30 Minuten nach Hause geliefert werden sollen. So können auf „mjam market“ künftig Lebensmittel, Haushaltsartikel und Drogerieprodukte gekauft werden – allerdings vorerst nur in Wien. Aber auch Lieferando mischt mit einer digitalen Kantine den Markt neu auf: Mit „Takeaway Pay“ können Unternehmen ihren Mitarbeitern, die nicht im Betrieb essen können, ein Guthaben für Lieferando bereitstellen und so bis zu 2.500 Personen mit Speisen versorgen. 

Ausblick

Wir dürfen also gespannt bleiben, was in den nächsten Jahren noch auf uns zukommen wird. Fakt ist, dass Lieferdienste weiter stark wachsen werden: Laut „Statista.com“ soll 2021 der Umsatz im „Online Food Delivery“-Segment auf 134,2 Milliarden Euro ansteigen und bis 2024 jährlich um mindestens 6,4 Prozent wachsen.  

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