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1.000 historische Exponate suchen eine neue Heimat

Museum zu vergeben: Manfred Glettler will seine Privatsammlung mit geschichtsträchtigen Fahrzeugen weitergeben.

Manfred Glettler trennt sich schweren Herzens von seiner Sammlung.
© Foto Fischer Manfred Glettler trennt sich schweren Herzens von seiner Sammlung.

Exakt 200 Jahre ist es her, da wurde der Vorläufer des Fahrrads erfunden, und wenn man Manfred Glettlers Privatsammlung in Altenmarkt besucht, kann man dieses Holzgefährt auch besichtigen. „Das ist aber natürlich ein Nachbau, die Originale hat längst der Holzwurm gefressen“, schmunzelt der ehemalige Berufsschullehrer beim Lokalaugenschein mit der „Steirischen Wirtschaft“. Alles andere in der Sammlung sei aber selbstverständlich original, versichert Glettler.

Begonnen hat seine Sammelleidenschaft in der Studienzeit, als er den Brautkasten seiner Großmutter vor dem sicheren Ende als Brennholz rettete. „Sie hat 1908 geheiratet und damals war der Kasten schon mindestens 100 Jahre alt“, sagt er und erzählt, dass seine Sammlung über die Jahre auf über 1.000 Exponate gewachsen ist. Dazu zählen auch 35 historische Fahrräder und 25 Kraftfahrzeuge. Von dem ersten Fahrrad über einen liebevoll restaurierten Steyr-Fiat Belvedere bis zum Traktor aus einer ungarischen Kolchose ist alles dabei. 

Vor 17 Jahren hat er seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Altenmarkt ein kleines Privatmuseum mit zwölf Abteilungen eröffnet. Neben der umfassenden Fahrzeugabteilung gibt es auch Kutschen, Nähmaschinen und sogar einen kleinen Dorfladen mit einer uralten Registrierkasse von der Firma Knotz aus Graz. 

Doch nun heißt es für Glettler, Abschied von seiner Leidenschaft zu nehmen: „Ich werde nächstes Jahr 75 Jahre alt. Nun geht es darum, mein Lebenswerk zu erhalten.“ Und da sich die Gemeinde den laufenden Betrieb des Museums nicht leisten kann, sucht er nun privat einen würdigen Nachfolger. „Die Sammlung muss aber unbedingt erhalten bleiben. Ich suche daher jemanden, der selbst Leidenschaft dafür aufbringen kann“, so Glettler.

Nähere Infos: Wer Interesse an der Sammlung hat, kann sich telefonisch bei Manfred Glettler unter 0664 41 23 088 melden

Autor: Michael Neumayr

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