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"Wülde" Tracht mit Totenkopf

Wenn der steirische Rocker eine Lederne braucht, dann designt er diese einfach selbst - und startet damit ein "wüldes" Modelabel.

Bernd Schuster ist Mechaniker mit einem Faible für Tätowierungen und lebt einen rockigen Lifestyle. Und er hat es kürzlich in der Puls 4 Start-up-Show "2 Minuten 2 Millionen" geschafft, dass Finanz-Kapazunder Hans Peter Haselsteiner und Leo Hillinger plötzlich in den höchsten Tönen für steirische Trachten schwärmen. Einem Totenkopf mit Hirschgeweih als Label und mit "Wülde Hoamat" einem eingängigen aber nicht alltäglichen Unternehmensnamen sei Dank. "Wir interpretieren das Thema Tracht neu. Und zwar so, dass es sowohl dem tätowierten Rocker als auch dem stylish interessierten Kunden gleichermaßen gefällt", erklärt Schuster.

Neue Ideen

Mit Traditionen brechen wolle er nicht - auch wenn sich das Muster am Dirndlrock bei genauerer Betrachtung nicht als florale Grafik, sondern eben als Knochenschädel hinter Rosengirlanden präsentiert. "Wir fusionieren modernen Lifestyle mit steirischem Heimatgefühl", erklärt Schuster seine Mode. Was für ihn bedeute, die traditionelle Tracht für die etwas härteren Jungs und Mädels eben mit entsprechenden Details etwas aufzupeppen. Und es scheint, dass er damit eine bislang unbesetzte, aber höchst interessante Nische für sich entdeckt hat: So verkauft Schuster die maßgefertigten (und immer auf nur 25 Stück limitierten) Dirndl und die handbestickten Ledernen bereits online weit über die steirischen Grenzen hinaus. "Derzeit ist das Modebusiness aber noch im Aufbau. Wir sind aktuell nur online tätig, mit der Ausnahme unserer Kollektionspräsentation bei Kastner & Öhler", berichtet der Neo-Unternehmer.

Wie geht's weiter?

Geplant ist aber so bald wie möglich ein eigenes Geschäftslokal. "Unbedingt mit integriertem Tattoo-Studio für meine Ehefrau und ordentlich Freifläche davor, um auch coole Events wie Barbeques mit Livemusik zu veranstalten", erzählt Schuster von seinen nächsten Schritten. Und auch davon, warum der "FC Sauzipf" in Stainz eigentlich schuld daran sei, dass er unter die Modemacher gegeangen ist: "Immer wieder wurde bei Veranstaltungen die Tracht verlangt. Aber man muss mich doch nur ansehen, um zu wissen, dass mir handelsübliche Lederne viel zu bieder sind, um sie anzuziehen." Also hat er seine eigene Version gestaltet - auch gegen den Rat vieler kopfschüttelnder Besserwisser. Doch das habe ihn nicht gestört, sondern vielmehr angespornt, verrät er: "Ich habe immer an meine Idee geglaubt. Aber dass mich Leo Hillinger gleich vom Fleck weg für zwei seiner exklusiven Weinpräsentationsevents in Wien und Jois bucht, das wohl eher nicht."


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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