th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

"Unternehmerinnen des Jahres" sind gekürt

Prämiert wurden Anna Kalcher („Beste Neugründerin“), Isabella Schmuck („Beste Durchhalterin“), Ines Wöckl („Beste Innovatorin“), Adele Fuchs („Beste Nachhaltige“) sowie Alexandra Wurm, die sich den „Publikumspreis“ sichern konnte.

WKO Steiermark Präsident Josef Herk (l.) und Vizepräsidentin sowie FiW-Landesvorsitzende Gabi Lechner (2.v.r.) gratulieren den Siegerinnen 2022: Isabella Schmuck, Adele Fuchs, Ines Wöckl, Anna Kalcher und Alexandra Wurm (v.l.)
© Klaus Morgenstern WKO Steiermark Präsident Josef Herk (l.) und Vizepräsidentin sowie FiW-Landesvorsitzende Gabi Lechner (2.v.r.) gratulieren den Siegerinnen 2022: Isabella Schmuck, Adele Fuchs, Ines Wöckl, Anna Kalcher und Alexandra Wurm (v.l.)

Die Zahl der Unternehmerinnen wächst und wächst: Lag der weibliche Anteil bei den Unternehmensgründungen vor zehn Jahren noch bei 39,3 Prozent, so sind es heute stolze 46,4 Prozent (exklusive Personenbetreuer:innen). Wie stark die steirische Wirtschaft mittlerweile von Frauen geprägt ist, zeigt auch ein Blick in die „Führungsetagen“: Mehr als ein Drittel aller Betriebe (37,6 Prozent) in der Steiermark – exakt 30.639 – werden von Frauen geführt, Tendenz steigend. Der Frauenanteil an den Ein-Personen-Unternehmen beträgt mittlerweile sogar 54,7 Prozent. Im Schnitt sind diese 47 Jahre alt. Die Statistik hier im Detail: 7,7 Prozent der steirischen Unternehmerinnen sind 29 Jahre oder jünger, 18,5 Prozent entfallen auf die 30- bis 39-Jährigen, 27,1 Prozent sind zwischen 40 und 49 Jahre alt, 32,5 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre sowie 14,2 Prozent sind 60 Jahre oder älter. 

Frauen auf der Überholspur

Unterm Strich bedeutet das jede Menge Arbeitsplätze im Land, denn in diesen von Frauen geführten Unternehmen sind im Schnitt drei unselbständig beschäftigte Mitarbeiter:innen tätig. Damit zeigen die weiß-grünen Chefinnen, dass sie weiterhin auf der Überholspur sind. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden am 04. Oktober 2022 zum bereits siebten Mal von „Frau in der Wirtschaft“ (FiW) die „Unternehmerinnen des Jahres“ in fünf Kategorien im Europasaal der WKO Steiermark gekürt. Die Verleihung wurde von WKO Steiermark Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzender Gabriele Lechner sowie – in Vertretung von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl – von Landtagsabgeordneter Cornelia Izzo vorgenommen, in Kooperation mit der Steiermärkischen Sparkasse. Unter den zahlreichen Gratulanten vertreten war auch WKO Steiermark Präsident Josef Herk. 

Frauen als tragende Säule der Wirtschaft

In fünf Kategorien wurden auch in diesem Jahr von einer fachkundigen Jury die Siegerinnen zur „Unternehmerin des Jahres 2022“ gekürt. Besonders im Fokus standen dabei Leistungen und Einsatz für den Wirtschaftsstandort Steiermark – und hier vor allem in Zeiten der Energie- und Rohstoffkrise sowie dem vorherrschenden Arbeitskräftemangel und nicht zu vergessen der Covid-19-Pandemie. Der Preis in der Kategorie „Beste Neugründerin“ geht in diesem Jahr an Meisterin Anna Kalcher (Geigenbau Geer OG). Den Award zur Unternehmerin des Jahres in der Kategorie „Beste Durchhalterin“ holt sich Isabella Schmuck (Ölmühle Schmuck). Die Kategorie „Beste Innovatorin“ sicherte sich Ines Wöckl (Flasher GmbH). In der Kategorie „Beste Nachhaltige“ überzeugte Adele Fuchs (Fuchs VISID KG – Steirerreis by Fuchs) und den heuer bereits das dritte Mal vergebenen „Publikumspreis“ konnte Alexandra Wurm (Arts of Woman) für sich entscheiden.


Statements

Gabriele Lechner, Vizepräsidentin WKO Steiermark und Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“ (FiW): „Unternehmerinnen haben in den vergangenen Jahren schier unglaubliches geleistet. Angefangen von den Mehrfachbelastungen der Corona-Pandemie bis hin zur Bewältigung des Arbeits- und Fachkräftemangels: Oft lag und liegt es an den Frauen, wirtschaftliche und familiäre Herausforderungen unter einen Hut zu bekommen. Das betrifft insbesondere die vielen personellen Lücken, die von den Unternehmerinnen meist selbst geschlossen werden müssen, ohne dabei Kinderbetreuung oder Familienleben zu vernachlässigen. Das geht nur mit Frauenpower und überdurchschnittlichem Einsatz! Umso mehr freut es mich, dass wir stellvertretend für diese vielen Heldinnen des wirtschaftlichen Alltags heuer bereits zum siebten Mal die Unternehmerinnen des Jahres in fünf Kategorien auszeichnen dürfen. Denn großartige Leistungen gehören vor den Vorhang geholt und Frauen sind als tragende Säulen unserer Wirtschaft längst nicht mehr wegzudenken, vor allem wenn wir den Mangel an Fach- und Arbeitskräften in den Griff bekommen wollen. Hier muss es uns gelingen noch mehr Frauen in die Arbeitswelt zu integrieren, dafür braucht es allerdings einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.“

Josef Herk, Präsident WKO Steiermark: „Der Schritt in die Selbstständigkeit ist auch der beste Weg zu mehr Gleichstellung. Wir als WKO Steiermark unterstützen diesen Weg mit all unseren Kräften, hier möchte ich insbesondere den großen Einsatz von „Frau in der Wirtschaft“ hervorheben. Der Erfolg dieser Arbeit zeigt sich nicht zuletzt in der steigenden Zahl an Unternehmerinnen in unserem Land. Sie leisten tagtäglich hervorragendes! Stellvertretend dafür darf ich den fünf Siegerinnen zu ihren Erfolgen gratulieren.“

Die Steckbriefe der Siegerinnen


Kategorie: Beste Neugründerin

Siegerin: Anna Kalcher, Geigenbau Geer OG, Bezirk Voitsberg/St. Marein a.W.

Mit viel Kreativität und Eigenleistung hat sich Anna Kalcher ihren Traum von der eigenen Werkstatt, mit der im März 2022 gegründeten Geigenbauwerkstatt verwirklicht. Hier werden in reiner Handarbeit nach der traditionellen Handwerkskunst des Geigenbaus Streich-instrumente als Einzelstücke mit höchster Güte gebaut. Die hervorragende Ausbildung, das Talent für dieses Handwerk, ihr Durchhaltevermögen und ihr unerschöpfliches Interesse an diesem Beruf heben Anna Kalcher von den Mitbewerbern ab.

Ihr Anspruch an ihre Arbeit ist sehr hoch und sie ist ständig bestrebt, ihren Wissensschatz zu erweitern, immer noch besser zu werden und niemals stehen zu bleiben. Zur Zielgruppe zählen Laien- sowie Profimusiker aller Altersgruppen regional und international. Besonderen Wert wird auf persönliche, ausführliche und kompetente Betreuung der Kunden gelegt. Anna Kalcher möchte damit vertraute Wegbegleiterin von MusikerInnen sein. Das Unternehmen steht für Qualität, Expertise und Ehrlichkeit.

 

Kategorie: Beste Durchhalterin

Siegerin: Isabella Schmuck, Ölmühle Schmuck, Bezirk Deutschlandsberg/Wildbach 

Der in Wildbach bei Deutschlandsberg ansässige Familienbetrieb wurde im Mai 2014 von Isabella Schmuck im jungen Alter von 18,5 Jahren durch den Unfalltod ihres Vaters übernommen. Mit Unterstützung ihrer Mutter führte sie den Traum der eigenen Ölmühle ihres Vaters fort.

Seit 1980 ist die Ölmühle Schmuck auf den steirischen Ölkürbis spezialisiert. Neben dem eigenen Anbau hat sich das Unternehmen auch in der Erntetechnik spezialisiert. Als letztes Glied in der Verarbeitungskette fehlte noch die eigene Mühle. Diese wurde im Jahr 2007 fertiggestellt. Seither werden die steirischen Kürbiskerne selbst verpresst und auch in Lohnarbeit angeboten. Die Zufriedenheit und ein faires Preis/Leistungsangebot auch in schwierigen Zeiten haben höchste Priorität.

Die größte Herausforderung war mit knapp 19 Jahren die Verantwortung für das Unternehmen zu übernehmen und erfolgreich weiterzuführen. Isabella Schmuck schaffte den Fortbestand des Betriebes. Unterstützung, Mut, Zuversicht und der Wille nicht aufzugeben, haben sie angetrieben, ihr erhaltenes Erbe aufrecht zu erhalten.

 

Kategorie: Beste Innovatorin

Siegerin: Ines Wöckl, Flasher GmbH, Graz 

Die in Graz ansässige Flasher GmbH entwickelt und vertreibt tragbare Hightech-Sicherheitsanwendungen. Die Vision des Unternehmens, die Sichtbarkeit und Sicherheit im Stadtverkehr zu erhöhen, spiegelt sich in ihrem ersten Produkt, der patentierten Wearable-Innovation Flasher, wider. Flasher ist ein einfach zu bedienendes, smartes Sicherheitsgadget für Mikromobilitätsnutzer (Rad-, E-Bike, E-Scooter-Fahrer*innen, usw.), das aus zwei Armreifen besteht. Um die Oberarme befestigt, bietet Flasher gestengesteuerte Blinker, automatisches Notbremslicht, verschiedene Nacht-/Sichtbarkeitsmodi und Konnektivität zu anderen Geräten, wodurch das Unfallrisiko reduziert wird. Flasher reagiert auf Bewegung und Gesten – durch einen einfachen Schwenk mit dem Ellenbogen wird der Blinker aktiviert. Die Hände bleiben dabei stabil am Lenker und an der Bremse. Dank ausgeprägter Expertise im Bereich der Erhebung und Auswertung von Bewegungs- und Fahrtdaten sowie der Erweiterbarkeit des Produktes dank Konnektivität zu anderen Systemen und innovativem, high-usability Befestigungsmechanismus, hat das Unternehmen das Potenzial, sich weltweit als Marktführer im Bereich des Onbody-Safety-Equipment zu etablieren.

 

Kategorie: Beste Nachhaltige

Siegerin: Adele Fuchs, Fuchs – Visid KG – Steirerreis by Fuchs – Bezirk Südoststmk/Klöch  

Die Fuchs Visid KG bekannt unter der Marke „Steirerreis by Fuchs“ produziert Reis nachhaltig und regional mit der Besonderheit, dass es die Produktion von Reis davor in Österreich noch nicht gegeben hat. Der Bruchreis, der beim Polieren entsteht, wird zu Reismehl, Reisgrieß weitervermahlen. Veredelte Produkte wie Nudeln, Reisbier, Zwieback, Reiswurst finden sich auch in der Produktpalette. Der Innovationsgeist von Adele Fuchs hat sie im Jahr 2010 auf diese Idee gebracht, die nach einer Testphase von 4 Jahren auch erfolgreich umgesetzt wurde. Der Reis wird teils auf Eigenflächen und mit Vertragslandwirten in der Region Südoststeiermark - im Vulkanland - wasserschonend angebaut, das heißt in der Produktion (Trockenanbau) ist der Wasserbedarf um 70% geringer, als in einer Produktion in Asien (Nassreisanbau). Weiters wird der Reis in der Region getrocknet und in der eigenen Reis Manufaktur aufbereitet, dh. es gibt sehr kurze Transportwege und damit wenig CO² Ausstoß. Die moderne Reis Manufaktur bewirtschaftet eine Gesamtanbaufläche von rund 60 ha.

 

Kategorie: Publikumspreis

Siegerin: Alexandra Wurm, Arts of Woman- unikates Schmuckdesign, Leoben 

Ausgezeichnet mit 371 Online-Stimmen hat das Unternehmen Arts of Woman von Alexandra Wurm aus Leoben den Publikumspreis für sich entschieden. Arts of Woman bedeutet – KUNST der Frau - keine Normalität sondern absolute Kreativität unter dem Motto, immer anders und außergewöhnlich zu sein. All das erfüllt Alexandra Wurm in ihrem Unternehmen mit größter Leidenschaft. Durch ihre Ausbildung als Gold- und Silberschmiedin und Einzelhandelskauffrau vereint sie vielfältige Kompetenzen und bietet in ihrem Geschäft KUNST HAND WERK aus Österreich. Mit Qualität und Individualität wird ein Gegenpol zur industriellen Massenfertigung gesetzt. Die entstandenen Entwürfe werden mit professioneller Handarbeit gefertigt, wobei großes Augenmerk auf die Vielfalt gelegt wird, so entstehen fertige Stücke aus einer Hand. Das Unternehmen hat sich auch individueller Sonderanfertigungen und der Nachhaltigkeit – unter dem Motto aus „Alt mach Neu“ - verschrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Sigrid Straßegger bringt Äpfel in Form.

Nachfolger des Jahres: Ihre Stimme für Sigrid Straßegger

Der Countdown läuft, am 1. Oktober startet das Voting für den Follow-me-Award – für Graz-Umgebung geht Sigrid Straßegger ins Rennen. mehr

Beatrix und Robert Kögler (Mitte), Katrin Hierzer (3. v. r.) und das Team

Nachfolger des Jahres: Ihre Stimme für Katrin Hierzer

Der Countdown läuft, am 1. Oktober startet das Voting für den Follow-me-Award – für die Südoststeiermark geht Katrin Hierzer ins Rennen. mehr

Die glücklichen Sieger. V.l.n.r.:  Fabian Gems (Platz 1), Monika Pucher (Siegerin Schülerwertung), Manuel Prohaska (Platz 3), vorne: Christina Niederl (Platz 2) Copyright Foto Fischer

Wie man in nur 90 Sekunden überzeugt

Innovative Ideen, die in nur 90 Sekunden eine Expertenjury begeistern – das ist der „Elevator Pitch“ der Jungen Wirtschaft. Die Jury kürte schließlich Fabian Gems mit „SUPASO“ zum Sieger. mehr