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„Uns ist nichts zu groß oder zu klein“

Robert Brugger hat mit Anfang April die Leitung des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS) übernommen. Wir haben ihn zum großen Interview getroffen und zu seinen Plänen fürs ICS befragt. 

Robert Brugger ist seit Anfang April der neue Leiter des ICS.
© Foto Fischer Robert Brugger ist seit Anfang April der neue Leiter des ICS.

Herr Brugger, Sie waren über 20 Jahre lang für die Logistikbranche tätig und viel im Ausland unterwegs. Was reizt Sie nun am ICS?

Brugger: Ich kenne die Themen, Problemfelder und Lösungen, mit denen sich das ICS befasst, sehr gut aus meinen eigenen Erfahrungen. Deshalb möchte ich nun mein Know-how und mein Netzwerk einbringen, um Unternehmen dabei zu helfen, dorthin zu gelangen, wo sie hin möchten. Das ICS als Institution ist gut aufgestellt und ich arbeite mit einem sehr motivierten und engagierten Team. Für mich ist es spannend, nun aus dem Vorhandenen noch mehr im Sinne der steirischen Exportwirtschaft herauszuholen.

Wo sehen Sie die Schwerpunkte für die kommenden Jahre?

Brugger: Zum einen ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Projekte der letzten Jahre sehr wichtig. So die Fokusprogramme USA, China oder Russland beispielsweise. Und ich möchte, dass diese Länder auch nach Auslaufen der Fokusprogramme permanent am Radar behalten werden. Auch die aufgebauten Netzwerke sollen weiter gestärkt werden. Zum anderen üben sich steirische Unternehmen nach wie vor in einer gewissen Zurückhaltung, wenn es um Fernmärkte geht. Dem möchte ich entgegenwirken.

Was sind die wichtigsten Aufgaben des ICS?

Brugger: Wir versorgen Unternehmen mit Informationen durch persönliche Beratung und Veranstaltungen und wir bieten Qualifizierung in Form von Workshops und Trainings. Außerdem kommt uns eine gewisse Türöffnerfunktion in neue Märkte zu. Denn wir verfügen über umfassende Netzwerke und ermöglichen Betrieben die Teilnahme an Delegationsreisen, damit sie die für sie relevanten Länder aus erster Hand kennenlernen. Und nicht zuletzt beraten wir  Unternehmen zum Thema Export-Förderungen und helfen diese auch zu lukrieren.

Gibt es etwas, das Ihnen bei Ihrer neuen Tätigkeit besonders am Herzen liegt?

Brugger: Es ist mir ein großes Anliegen, den Neo-Exporteuren die Schwellenangst davor zu nehmen, den ersten Schritt in neue Märkte zu tun. Das ICS soll dabei als Begleiter agieren. Ich komme aus der Dienstleistungsbranche und sehe mich auch in meiner Funktion hier als Dienstleister. Das ICS ist eine Serviceagentur – dabei ist uns ist kein Anliegen zu klein und keine Firma zu groß, um unsere Unterstützung anzubieten.

Warum sind Export und ­Internationalisierung für die Steiermark so wichtig?

Brugger: Die Steiermark ist ganz stark auf Export ausgerichtet. So werden hierzulande sechs von zehn Euro durch Export verdient, und daran hängt wiederum eine Vielzahl an Arbeitsplätzen. Beim Blick auf die Größe Österreichs wird rasch klar, dass viele Unternehmen ohne den Blick über Grenzen hinaus nicht überleben könnten. Die Wirtschaft ist in der Steiermark in Wahrheit noch internationaler aufgestellt, als es auf den ersten Blick erscheint: So ist unser wichtigster Exportmarkt zwar Deutschland, unsere Produkte gehen allerdings im Huckepack-Verfahren über das Nachbarland noch weiter in die Welt hinaus. Man denke dabei beispielsweise an die Automotive-Zulieferindustrie.

Für wen ist der Außenhandel besonders wichtig?

Brugger: Es gibt keine Branche, für die der Export nicht wichtig wäre. Von der Lebensmittelindustrie über Holzfertigprodukte bis zur Metallindustrie und der Halbleitertechnologie, die Steiermark kann mit einer Vielzahl an Unternehmen aufwarten, die über die Grenzen hinaus extrem erfolgreich sind. 

Sehen Sie bei den steirischen Betrieben irgendwo Nachholbedarf? 

Brugger: Vielleicht in der Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren. In unserer Gesellschaft fehlt es oft auch am Mut, zu scheitern. Dennoch möchte ich Firmen ermutigen, den Schritt über die Grenzen zu gehen, auch wenn mögliche Risiken bestehen. Als Begleiter auf diesem Weg stehen wir den Unternehmen unterstützend zur Seite. 

Gibt es etwas, das Sie möglichen Neo-Exporteuren noch mitgeben möchten?

Brugger: Das ICS ist für alle da und es gibt nichts, was uns zu klein oder zu groß wäre.

Von Petra Mravlak

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