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„Perfektes Jahr“ mit kleinen Abstrichen

Über ein Rekordjahr jubelt die Sparkasse. Getrübt wird die Freude durch die Krise des kroatischen Lebensmittelriesen Agrokor und Negativzinsen.

Der Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse vermeldet ein Rekordjahr; Sava Dalbokov, Georg Bucher, Franz Kerber und Gerhard ­Fabisch (v. l.).
© Steiermärkische Sparkasse Der Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse vermeldet ein Rekordjahr; Sava Dalbokov, Georg Bucher, Franz Kerber und Gerhard ­Fabisch (v. l.).

Höchst erfreulich ist das Geschäftsjahr 2017 für die Steiermärkische Sparkasse gelaufen: Nach dem Rekordjahr 2016 konnte der weiß-grüne Player auch im letzten Geschäftsjahr reüssieren – der Konzernüberschuss von 167 Millionen Euro, die Bilanzsumme von 15 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis von 190 Millionen Euro belegen den wirtschaftlichen Erfolg. Auch die Kernkapitalquote konnte auf 17,8 Prozent und die Eigenmittelquote auf 20,3 Prozent geschraubt werden. „Das liegt deutlich über dem gesetzlichen Limit, wir zählen damit zu den kapitalstärksten Banken“, sagte Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Lediglich zwei Schönheitsfehler trüben die Bilanz des ansonsten „perfekten Jahres“ (Fabisch): Zum einen drücken die Negativzinsen, die nach einem OGH-Urteil an die Bankkunden zurückgezahlt werden müssen, auf das Geschäft, zum anderen auch die Turbulenzen, die mit der Krise des kroatischen Lebensmittelriesen Agrokor einhergehen. Die Beinahe-Pleite des Mischkonzerns sorgte für einen massiven Ausfall in Kroatien.

Durch die Bank positiv verlief indes das Firmenkundengeschäft, berichtete Vorstandskollege Franz Kerber. Bei den Investitionsfinanzierungen konnte die Grenze von einer Milliarde Euro geknackt werden. „Das entspricht einem Zuwachs von 23,5 Prozent im Neugeschäft“, rechnete Kerber vor. Dank hoher Fördervolumen und Haftungszuschüssen wurden so manche Finanzierungen überhaupt erst möglich. Angezogen habe insbesondere das KMU-Geschäft: „Immer mehr Betriebe investieren in die Digitalisierung, um nicht den Anschluss zu verlieren“, so Kerber. Auch das Immobiliengeschäft läuft wie am Schnürchen, die Nachfrage ist ungebrochen: Das Finanzierungsvolumen liegt bei 558 Millionen Euro.

Von Karin Sattler

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