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"Mutter-Tag" im Wandel der Zeit

Sie managen einen Betrieb und eine Familie: Zum Muttertag rücken wir vier Frauen ins Bild, die den Spagat zwischen Familie und Unternehmertum geschafft haben oder noch meistern (wollen). Wie sich die Rahmenbedingungen für Chefinnen mit Kindern gewandelt haben.

20 Millionen Euro spült der Muttertag in die weiß-grünen Kassen, im Schnitt werden 45 Euro investiert. Bundesweit wurden im Vorjahr 186 Millionen Euro umgesetzt.
© Billion Photos.com / Fotolia 20 Millionen Euro spült der Muttertag in die weiß-grünen Kassen, im Schnitt werden 45 Euro investiert. Bundesweit wurden im Vorjahr 186 Millionen Euro umgesetzt.

Wie die "next Generation" denkt

Anna Sampl ist eine junge Frau mit großen Plänen: Aufgewachsen in einem Familienbetrieb, sollen auch Kinder in ihrer beruflichen Zukunft Platz haben

Die Frage, wie sich ein Betrieb und eine Familie gleichzeitig managen lassen, stellt sich für Anna Sampl gar nicht: „Natürlich muss das möglich sein. Mit den Möglichkeiten heutzutage lässt sich beides bestimmt gut kombinieren.“ 

Die 23-Jährige muss es wissen, ist sie doch selbst Unternehmertochter und quasi in der elterlichen Firma – dem gleichnamigen Federerzeugungsbetrieb in Gußwerk mit derzeit 40 Mitarbeitern – aufgewachsen. Die Affinität zur Technik wurde der jungen Frau quasi in die Wiege gelegt. Heute studiert sie – als eine der wenigen Frauen – Luftfahrt/Aviation an der FH Joanneum in Graz. Wenn die Zeit reif ist, kann sie sich vorstellen, in den Betrieb der Eltern einzusteigen: „Es wäre für mich schon sehr reizvoll, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.“ 

Ein (möglicher) Kinderwunsch steht ihren Plänen nicht im Wege: „Die Rahmenbedingungen, um Job und Familie unter einen Hut zu bringen, haben sich sehr verbessert. Und meine Eltern haben mir stets vorgelebt, wie man mit drei Kindern ein Unternehmen voranbringen kann.“ Das   Familienunternehmen besteht seit 1945 und wird derzeit in der dritten Generation geführt. 

Welche Herausforderungen es gab

Gute Organisation und viel familiäre Unterstützung: So gelang es Anita Frauwallner, neben ihrem Job als Mutter den Betrieb AllergoSan aufzubauen.

Von Papamonat, Elternteilzeit und Krippenplätzen war noch keine Rede, als Anita Frauwallner vor 38 Jahren Mutter wurde. In den ersten Lebensjahren ihres Sohnes widmete sich die Sprachwissenschafterin ganz ihrem Kind. „Bis zum Schuleintritt war ich überwiegend bei Bernd zu Hause. Ein Privileg, weil ich dabei sein konnte, wie mein Kind die Welt entdeckte.“ Später arbeitete sie vormittags, als der Kleine in der Volksschule war. „Auch die Dualiät zwischen Beruf und Familie war für mich eine Bereicherung.“ Sukzessive begann Frauwallner, ihr Unternehmen – das Institut AllergoSan – aufzubauen. 

Als Bernd zwölf war, ein schwerer Schicksalsschlag: Sein Vater verstarb, Frauwallner wurde Witwe – und musste von nun an Familie und Betrieb allein managen. Freilich wäre es ohne „grandiose Organisation“ und „ein starkes familiäres Netzwerk“ nicht möglich gewesen, den Betrieb als alleinerziehende Mutter voranzutreiben. 

Heute zählt das Institut AllergoSan rund 150 Mitarbeiter. Der Unternehmerin ist es ein Anliegen, ihren Mitarbeitern so viel Flexibilität wie möglich zu bieten, „denn genau das braucht man mit Kind am dringendsten“, weiß sie aus eigener Erfahrung.

Warum es jetzt besser wird 

Ulrike Poscharnegg-Kriebernegg dirigiert als Chefin eines Transportunternehmens nicht nur 120 Mitarbeiter, sondern ist als zweifache Mutter auch Familienmanagerin.

„Mein Alltag bringt mich manchmal an die Belastungsgrenze.“ Das ist beim Terminkalender von Ulrike Poscharnegg-Kriebernegg kein Wunder, lenkt die Juristin doch mit ihren beiden Schwestern das gleichnamige Transportunternehmen in St. Johann im Saggautal und leitet daneben noch einen zweiten „Familienbetrieb“ an vorderster Front – nämlich in der Rolle als Mutter: Tochter Vanessa ist heute elf Jahre alt, die kleine Schwester Raphaela zwei Jahre jünger.

Wie das im Alltag funktionieren kann? „Eine gut organisierte Tagesstruktur ist das Um und Auf“, sagt die Unternehmerin, die wochentags  mit den Kindern bei ihren Eltern lebt. „Oma und Opa schauen viel auf die Kinder, dazu kommen die schulische Betreuung und eine Tagesmutter. Ohne diese breite Unterstützung könnte ich das Unternehmen nicht leiten“, sagt die Firmenchefin. Nachsatz: „Von einem Acht-Stunden-Tag bin ich weit entfernt.“ Um möglichst viel Zeit mit den Kindern verbringen zu können, erledigt Poscharnegg etwa Büroarbeiten oft noch in den Abendstunden. 

„Doch die Rahmenbedingungen werden auch bei uns am Land immer besser, das erleichtert die Vereinbarkeit wesentlich“, betont sie. So sei heuer erstmals an der Schule der Tochter eine Nachmittagsbetreuung angeboten worden. „Das hilft mir sehr“, schließt sie.

Was es noch aufzuholen gilt

Als Kindergärten um 12 Uhr zusperrten: Agentur-Chefin Gabi Lechner weiß um den Balanceakt Betrieb und Familie.

Als Benedikt (heute 22) und Antonia (20) Ende der Neunziger-Jahre zur Welt kamen, waren ganztägige Kinderbetreuungseinrichtungen ein Fremdwort. Ihre Mutter Gabi Lechner kann ein Lied davon singen, wenn sie sich zurückerinnert: „Der Kindergarten hat um 12 Uhr zugesperrt. Ohne Unterstützung meiner Schwiegereltern hätte ich nicht arbeiten gehen können.“ Die Grazerin hat damals eine Unterschriftenaktion für längere Öffnungszeiten im Kindergarten gestartet. Gleichzeitig hatte die Werbefachfrau damals an anderer Front zu kämpfen: „Als berufstätige Mutter hatte man damals das Stigma einer Rabenmutter.“ Lechner ließ sich aber nicht beirren, erhöhte ihr Arbeitspensum und verfolgte ihren Lebenstraum: Schließlich hat sie im Jahr 2007 den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und ihre eigene Werbeagentur gegründet. Sohn Benedikt hat übrigens im Betrieb der Mama eine Lehre zum Mediendesigner absolviert.

Karrieren von Frauen sind ihr auch heute noch ein wichtiges Anliegen. So engagiert sie sich als Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft für die 28.000 steirischen Unternehmerinnen. „Damit Unternehmertum und Familie besser vereinbar werden, fordern wir, dass der Arbeitsplatz im Wohnungsverband steuerlich begünstigt und das Kinderbetreuungsangebot weiter ausgebaut wird“, schließt sie.

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