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"Junge Fachkräfte verdienen die Bühne"

Er ist Initiator und Wegbereiter der Berufs-EM in Graz: WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk über neue Vorbilder und nachhaltige Ziele des EuroSkills-Großevents.

WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk
© Oliver Wolf WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk

Von 22. bis 26. September findet in Österreich erstmals eine Berufs-EM statt. Warum war es Ihnen ein solches Anliegen, EuroSkills nach Graz zu holen?

Herk: Weil man diese Emotion und diese Leidenschaft einmal selbst erleben muss. Mich hat das vom ersten Skills-Besuch an in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Zu sehen, wie junge Menschen für ihre Arbeit brennen, zu welchen Höchstleistungen sie fähig sind und nicht zuletzt was für eine öffentliche Anerkennung sie im Rahmen eines solchen Wettbewerbs bekommen, das ist einzigartig. Und genau das brauchen wir! Positive Vorbilder für unsere Jugend, der wir so die ganze Vielfalt an beruflichen Karrierechancen vermitteln können. 

Was erwartet die Besucher beim Event vor Ort?

Herk: Eine Leistungsschau beruflicher Exzellenz, ein buntes Rahmenprogramm und jede Menge Emotionen. Die Stimmung ist vergleichbar mit der in einem Fußball-Stadion: Da wird angefeuert und mitgefiebert, die einzelnen Teilnehmer werden wie Sportstars gefeiert. Ein positiver Spirit, den wir dringend brauchen. Und natürlich gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, seine eigenen Talente im Rahmen unserer „Try your Skill“-Stationen selbst auszuprobieren. 

Berufliche Exzellenz auf der einen Seite, Fachkräftemangel auf der anderen. Welche Impulse erwarten Sie durch die Heim-EM in Graz?

Herk: Wir müssen den Stellenwert der beruflichen Ausbildung nachhaltig heben, öffentliche Wertschätzung ist dafür ein wichtiger Baustein. Wir haben ausgezeichnete Ausbildungsbetriebe mit hervorragenden Young Professionals, die international seit Jahren zu den Besten der Besten zählen. Ihre Arbeit verdient die große Bühne. Darüber hinaus können wir unser Land als europäischen Hotspot für Jungfachkräfte präsentieren, davon erwarte ich mir einen nachhaltigen Impuls. Ziel muss es sein, die Steiermark international als Land der Talente zu positionieren, mit einer Anziehungskraft ähnlich wie Red Bull Salzburg für hochbegabte junge Fußballer, um noch einen sportlichen Vergleich zu ziehen. Denn wir brauchen sie dringend, die jungen Fachkräfte von morgen, vor allem angesichts des massiven demografischen Wandels.  

Wie verändert diese demografische Entwicklung die steirische Arbeitswelt?

Herk: Allein in den vergangenen 15 Jahren hat sich der Anteil der über 50-jährigen Mitarbeiter in unseren Betrieben mehr als verdoppelt. Was kein Wunder ist, schließlich hat sich die Zahl der Jugendlichen in den vergangenen 40 Jahren nahezu halbiert. Dadurch gehen rein statistisch gesehen in den kommenden Jahren um 11.000 Personen mehr in Pension als nachkommen. Oder anders gesagt: Wir verlieren jedes Jahr das Potenzial einer Stadt wie Weiz am steirischen Arbeitsmarkt. Wir steuern hier also auf einen enormen personellen Engpass zu, der für jedes wirtschaftliche Wachstum zum Flaschenhals zu werden droht. Das Thema Fachkräfte-Sicherung muss darum ganz nach oben auf die politische Agenda.

Welchen Rat würden Sie Eltern und Jugendlichen, die gerade vor einer Berufswahl stehen, geben?

Herk: Sich gut zu informieren. Unsere Betriebe bieten ein derart breites Spektrum von Berufs- und Karrieremöglichkeiten, da ist für jedes Talent etwas dabei. Am besten, man schaut dafür bei den EuroSkills am Schwarzlsee vorbei, dort gibt es nicht nur Europas beste Jungfachkräfte zu sehen, sondern auch jede Menge Informationen und „Try a Skill“-Stationen, bei denen man Berufe selbst ausprobieren kann.

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