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"Jetzt braucht es die nächsten Öffnungsschritte"

Das Ziel ist klar definiert: Gastronomie, Hotellerie und Co. müssen wieder öffnen – und zwar dauerhaft. Regelmäßige Testungen und strenge Kontrollen sollen dabei helfen, die Corona-Fallzahlen niedrig zu halten.

Laut einer aktuellen Market-Umfrage unter 416 Steirern und Kärntnern sprechen sich 66 Prozent für eine Öffnung mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen aus.
© s-motive/Adobe Stock Laut einer aktuellen Market-Umfrage unter 416 Steirern und Kärntnern sprechen sich 66 Prozent für eine Öffnung mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen aus.

Handel und körpernahe Dienstleister haben es bereits vorgezeigt, nun fordern weitere Branchen klare Öffnungsperspektiven. Von der Gastronomie und Hotellerie bis hin zu Busunternehmen macht man sich für mehr Planungssicherheit stark. „Der Lockdown-Winterschlaf muss endlich enden. Es braucht jetzt einen fixen zeitlichen Fahrplan für die nächsten Öffnungsschritte. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits gesehen, dass es funktionieren kann“, so WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Davon ist auch eine breite Mehrheit der Bevölkerung überzeugt.

66 Prozent für Restart

Laut einer aktuellen Market-Umfrage unter 416 Steirern und Kärntnern sprechen sich 66 Prozent für eine Öffnung mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen aus. Eine Verlängerung des Lockdowns hingegen halten nur 20 Prozent für sinnvoll. Eine klare Mehrheit also, die sich für eine baldige Wiederöffnung starkmacht. Noch breiter ist die Zustimmung zu Tests am Arbeitsplatz, diese befürworten 75 Prozent. Und 73 Prozent würden sich eine weitere Ausweitung der Teststationen wünschen. „Diese Umfrage zeigt, dass weitere Öffnungsschritte auch einen großen Schub für die flächendeckenden Tests bedeuten würden. Allein in den vergangenen vier Wochen ist die Zahl um 252 (!) Prozent gestiegen“, so Herk. Auch wenn sich die Regierung nach wie vor mit einer Aussicht auf weitere Öffnungsschritte zurückhält, hoffen immer mehr Branchen auf Lockerungen im März. „Wir bekennen uns zu verpflichtenden Eintrittstests in unseren Betrieben, es darf keine weitere unbefristete Verlängerung des Lockdowns geben.  Aber es braucht auch zumutbare Bedingungen für das Aufsperren. Deshalb fordern wir einen Ausbau der Testinfrastruktur speziell im ländlichen Raum, auch Selbsttests sollen zählen“, so Johann Spreitzhofer, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.

14 Tage Vorlaufzeit

Die ständig verschobenen Öffnungstermine seien weder für Mitarbeiter noch für Gäste und Lieferanten, aber vor allem auch für die Beherbergungs- und Gastro-Betriebe selbst nicht länger tragbar. Die fehlende Planbarkeit, mit der Betriebe seit Monaten konfrontiert sind, kann nicht mehr so hingenommen werden. Um einen erfolgreichen Restart gewährleisten zu können, bedarf es laut Spreitzhofer einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen. Die Letztentscheidung, wie ein Unternehmen mit Lockerungen umgehe, obliege  natürlich dem Betrieb selbst. „Wenn ein Aufsperren aus betriebswirtschaftlichen oder anderen Gründen nicht möglich ist, müssen Hilfsmaßnahmen für diese Unternehmen weitergehen“, so Spreitzhofer. 

Das sagen Steirische Tourismus-Unternehmen

Alfred Pierer, Almwellness Hotel Pierer, Teichalm: „Wann immer wir aufsperren dürfen, wir sind bereit für unsere Gäste.Ein negativer Covid-19-Test ist vorzulegen, er ist quasi die Eintrittskarte in unsere Wohlfühloase, wo alle Hygienemaßnahmen gesetzt wurden, die unsichtbar die Gäste schützen.“

Gerald Stoiser, Thermenhotel Stoiser, Loipersdorf: „Wenn wir vor Ostern öffnen können, dann kommt das doch etwas überraschend. Laufende Terminverschiebungen machen unsere Planung sehr schwer. Aber, wir sind bereit und freuen uns alle auf die Gäste, die nur mit einen Coronatest einchecken können.“ 

Melanie Hauptmann, Mitglied der GF, Hochschober, Turrach: „Wir sind bereit für den Neustart. Gäste sollten mit negativem Test anreisen, werden aber auch zweimal wöchentlich im Haus getestet. Wir haben sogar das Hochschober-Jahr neu definiert und bis April 2022 ohne Pause geöffnet.“


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