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"Ins kalte Wasser geschmissen worden"

Sarah Ruckenstuhl schrieb als erste österreichische Speditionskauffrau bei den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi Geschichte. 

Knifflige Logistikpro­bleme zu lösen ist ­Sarah Ruckenstuhls Leidenschaft – und das auf der ganzen Welt.
© Tony Belot Knifflige Logistikpro­bleme zu lösen ist ­Sarah Ruckenstuhls Leidenschaft – und das auf der ganzen Welt.

Es ist schwer, in die Fußstapfen anderer zu treten – aber noch schwerer ist es, selbst die allerersten Schritte zu machen. Einen Wettbewerb ohne Vergleichsmöglichkeiten oder Erfahrungsberichte zu bestreiten, erfordert eine Menge Mut. Diesen hat Sarah Ruckenstuhl bei den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi eindeutig bewiesen, als sie als erste Österreicherin überhaupt im Beruf „Speditionslogistik“ gegen zahlreiche andere Teilnehmer aus aller Welt antrat.

Erste Österreicherin

Vor allem die Vorbereitungsphase gestaltete sich aufgrund nicht vorhandener Erfahrungsberichte schwierig. „Ich bin richtig ins kalte Wasser geschmissen worden“, lacht Ruckenstuhl. Auch die hohen Ansprüche an sich selbst stellten die Nerven der Speditionskauffrau oft auf die Probe. „Wenn man als erste Österreicherin bei so einem Bewerb antritt, der außerdem noch dazu auf eine österreichische Initiative hin ins Leben gerufen wurde, dann möchte man natürlich mehr als nur gut abschneiden“, so die 23-jährige Vasoldsbergerin. Mit einer Bronzemedaille ist ihr dies auch überaus gut gelungen. „Wenn man immer mehr gibt als andere, dann will man auch noch den letzten Schritt auf der Karriereleiter gut meistern“, so die ambitionierte Logistikerin, die ihre Lehre bei DHL Freight in Kalsdorf absolvierte. 

Gänsehautmoment

Auch heute noch bekommt Ruckenstuhl Gänsehaut, wenn sie den Begriff „WorldSkills“ hört. „Alle Skills-Bewerbe sind absolut atemberaubend. Deshalb stehe ich den Teilnehmern der Euro-
Skills 2020 in Graz auch als Workshop Managerin zur Verfügung. Mein großer Traum wäre es, irgendwann als Trainerin mit dabei sein zu können“, so Ruckenstuhl, die aktuell in Vancouver bei einer Design- und Marketing-Agentur tätig ist und ab Mai 2020 wieder bei Sentup in Werndorf arbeiten wird. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks wurde ihre Bronze-Medaille bei Vorgesetzten und Kollegen hoch geschätzt. „So eine Auszeichnung macht sich natürlich immer super im Lebenslauf, egal, wo man sich bewirbt“, freut sich Ruckenstuhl. 

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