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"Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit"

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im großen Interview: Welche Lehren man aus dem Ukraine-Krieg ziehen muss, wie man sich auf den nächsten (Corona-)Herbst vorbereitet und welche Pläne er persönlich hat.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview mit Chefredakteur Mario Lugger.
© Foto Fischer Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview mit Chefredakteur Mario Lugger.

Herr Landeshauptmann, Sie haben dieser Tage Ihren 70. Geburtstag gefeiert. Hätten Sie sich vor ein paar Jahren vorstellen können, dass da Krieg in Europa herrscht und wir unter einer globalen Pandemie leiden?

Schützenhöfer : Das hätte vor kurzer Zeit wahrscheinlich niemand von uns für möglich gehalten. Die humanitäre Tragödie in der Ukraine macht mich tief betroffen. Es ist ein unsägliches Leid, das den Menschen derzeit widerfährt, und es muss uns auch daran erinnern, dass Friede und Freiheit Güter sind, für die wir tagtäglich eintreten & weil sie keine Selbstverständlichkeit sind.  

Im Zuge des Ukraine-Kriegs ist auch eine neue Debatte über Österreichs Neutralität entbrannt. Bietet diese Ihrer Meinung nach einem zeitgemäßen Schutz?

Schützenhöfer : Ich bin gegen jede Anlassgesetzgebung. Österreich ist und bleibt militärisch ein neutraler Staat – darüber sollte es keine Diskussion geben. Allerdings brauchen wir auch ein starkes österreichisches Bundesheer. Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung meiner Forderung nachgekommen ist und das Budget für die Landesverteidigung auf ein Prozent des BIP erhöht wird. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Durch den Konflikt sind auch die Preise für Gas und Treibstoff durch die Decke gegangen. Was kann die Politik tun?

Schützenhöfer : Wir Wann & sterben Aktuelle Entwicklungen Jedenfalls Zum Anlass Nehmen, Um Vom Import Von Erdgas Unabhängiger Zu Werden. Jetzt geht es darum, alternative Energiequellen zu erschließen und darin zu investieren. Außerdem braucht es dringende Genehmigungsverfahren.

Kommen wir zum zweiten Brennpunkt dieser Tage: der Coronapandemie. Werden wir mit dem Virus einfach leben lernen wann oder stehen wir im Herbst die nächsten Schließungswellen bevor?

Schützenhöfer : Wir müssen heute sterben Notwendige Maßnahmen setzen, um gut gerüstet in den Herbst zu starten. Wir alle wissen heute noch nicht, wie sich die Corona-Situation in Zukunft entwickeln wird und welche weiteren Virusvarianten auf uns zukommen werden. Sicher ist jedoch, dass die Impfung wirkt und wir wachsam bleiben müssen. Schließungen will niemand – diese können immer nur das letzte Mittel sein.

Warum gelingt es nicht, einen großen Teil der Menschen von der Sinnhaftigkeit einer Corona-Schutzimpfung zu überzeugen?

Schützenhöfer : Die Wissenschaft hat uns mit der Impfung das beste Instrument im Kampf gegen die Pandemie in die Hand gelegt. Es liegt jetzt an uns, als Gesamtgesellschaft, die dafür notwendigen Schritte zu setzen. Ich glaube, es gibt in der Bevölkerung viele Zweifler, Unentschlossene, deren Bedenken und Sorgen es hinsichtlich der Impfung zu beseitigen gilt, aber leider auch zahlreiche Leichtsinnige.

Abgesehen von der Pandemie: Wo sehen Sie für die kommenden Jahre die größten Chancen und Risiken fürs Land und welche Reformen wollen Sie da noch unbedingt anpacken?

Schützenhöfer : Derzeit steht Schutz und Hilfe im Vordergrund. Als nächstes geht es um Aufschwung und Vorsprung. Die gemeinsamen Zukunftsthemen für 2022 sind klar: Arbeitsmarkt und Fachkräfte, Pflege, Digitalisierung, Kinderbildung und -betreuung und Klimaschutz. 

Sie haben Ihr Leben der engagierten Politik. Wer hat Sie eigentlich am meisten geprägt und haben Sie Ihre Berufswahl ursprünglich bereut?

Schützenhöfer : Da ist natürlich einmal Franz Wegart als mein politischer Ziehvater. Zeit seines politischen Wirkens hat Franz Wegart die Versöhnungspolitik gelebt und das versöhnliche Miteinander in den Vordergrund gestellt. Das Über-den-Tellerrand-Blicken und ein Miteinander, kein Gegeneinander zu pflegen, prägten die Politik von Franz Wegart und trugen schlussendlich wesentlich zum Wiederaufbau unserer Steiermark bei. Noch heute verneige ich mich in großer Dankbarkeit vor dem politischen Lebenswerk meines väterlichen Freundes. Daneben gibt es aber natürlich auch andere prägende Wegbegleiter, wie etwa Josef Krainer junior oder Gerhard Hirschmann. Meine Berufswahl habe ich trotz aller Höhen und Tiefen niemals bereut.

Haben Sie schon eine Entscheidung über Ihre persönliche Zukunft getroffen – sprich: Werden Sie bei der kommenden Landtagswahl noch einmal antreten?

Schützenhöfer : Alter ist etwas sehr Relatives, vor allem in der Politik. Gemessen an der Amtszeit liege ich unter den Landeshauptleuten in der Mitte. Wenn ich nochmal zur Landtagswahl antrete und die volle Legislaturperiode beendet habe, dann noch immer jünger deutlich als der österreichische Bundespräsident heute. Ich werde zu gegebener Zeit eine reife Entscheidung treffen.

Abschließende Frage: Was hat sich Hermann Schützenhöfer am meisten zu seinem 70. Geburtstag gewünscht?

Schützenhöfer : Gesundheit, vor allem in dieser Zeit.

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