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"Es ist die Stimmung, die entscheidet"

In seinem "Antrittsinterview" verrät der neue WKÖ-Vizepräsident Philipp Gady, warum die Konjunktur "im Kopf beginnt" und es Eigenverantwortung braucht, um die Wirtschaft im Land wieder auf Touren zu bringen.

Philipp Gady ist Geschäftsführer und Eigentümer des gleichnamigen steirischen Traditionsunternehmens. Er führt den Betrieb in dritter Generation. In der WKO Steiermark ist Gady u. a. Handelsspartenobmann-Stellvertreter.
© Foto Fischer Philipp Gady ist Geschäftsführer und Eigentümer des gleichnamigen steirischen Traditionsunternehmens. Er führt den Betrieb in dritter Generation. In der WKO Steiermark ist Gady u. a. Handelsspartenobmann-Stellvertreter.

Sie gehören seit knapp 14 Tagen dem neuen Team der Führungsspitze der WKÖ an. Was sind Ihre ersten Eindrücke als Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich? 

Philipp Gady: Ich starte in diese neue Funktion mit wirklich viel Vorfreude – denn ich sehe es als große Chance, die Wirtschaft in Österreich auf Bundesebene mitgestalten zu können, die anderen Landeskammern auf Interessensvertretungsebene noch besser kennenzulernen und die Anliegen aller Unternehmungen im Land mitvertreten zu dürfen. 

In welcher Art werden Sie sich besonders einbringen?

Gady: Es werden sicherlich meine Erfahrungen aus dem Blickwinkel eines eigentümergeführten mittelständischen Unternehmens sein.

Welche Ihrer Erfahrungen wären das beispielsweise?

Gady: Etwa, dass man sich, gerade in schwierigen Zeiten, auf seine Unternehmenswerte besinnt. In unserem Fall sind es Tradition, Leistung, Stolz und Vertrauen – und das gilt auf allen Ebenen. Denn es ist dieser Zusammenhalt im Betrieb, der zählt, insbesondere, wenn man vor Herausforderungen steht.

Die Wirtschaft steht ja aktuell vor der größten Herausforderung der jüngeren Geschichte. Wo gilt es vorrangig anzusetzen? 

Gady: Wir müssen jetzt auf allen Ebenen sämtliche Kräfte im Dialog mit der Politik – auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene – bündeln. Und dabei ist jeder gefordert, seinen Teil dazu beizutragen – auch die Unternehmen selbst, indem sie ihre Eigenverantwortung wahrnehmen. Wenn hier wirklich jeder die Ärmel hochkrempelt und am gleichen Strang zieht, bin ich mir sicher, dass wir die Krise gemeinsam erfolgreich überwinden können.

Die aktuellen Zahlen des steirischen Wirtschaftsbarometers zeigen aber, dass es mit der Zuversicht der Unternehmen nicht so gut bestellt ist. 

Gady: Corona hat in fast sämtlichen Wirtschaftsbereichen für massive Zäsuren gesorgt und es herrscht enorme Verunsicherung, nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Doch die Zahlen des Barometers bilden eine aktuelle Stimmungslage ab, hier ist nichts in Stein gemeißelt. Was ich damit sagen will, ist, dass es jetzt darum gehen muss, wieder Mut zu fassen. 

Wie kann das gelingen, wenn das Wirtschaftsklima hierzulande von plus 11,9 auf minus 71 Prozentpunkte in den Keller rasselte? Selbst während der Finanzkrise wurden die unternehmerischen Aussichten als besser beurteilt.

Gady: 90 Prozent der Wirtschaft sind Stimmung – und die beginnt in unser aller Köpfe.  

Es liegt also an uns allen, den Motor im Land wieder auf Touren zu bringen?

Gady: Ganz genau. Natürlich können wir die globale Coronasituation bzw. die daraus resultierende internationale Wirtschaftsentwicklung damit nicht verändern. Aber es ist meine tiefste persönliche Überzeugung, dass wir dennoch vieles selber in der Hand haben – um wieder positiv nach vorn blicken, bessere Stimmung im Land zu entfachen und damit den Konsum auf allen Ebenen wieder anzukurbeln. Es ist die Stimmung, die entscheidet.

Stichwort ankurbeln: Sie sind selbst im Kfz-Handel tätig. Dieser verzeichnet starke Einbußen durch Corona. Nun hat das Bundesgremium an die Regierung sowie die europäischen Verbände an die EU-Spitze appelliert, konjunkturfördernde Maßnahmen für die Branche zu setzen…

Gady: Die Steiermark ist ein Automotive-Land, von diesem Sektor hängt jeder fünfte Job direkt bzw. indirekt ab. Ziel muss es also natürlich sein, wieder auf Kurs zu kommen – um gleichzeitig damit auch weiter wichtiger Teil der Lösung in der Ökologisierungsdebatte zu sein – indem man alternative Technologien bzw. Hybride wie auch technisch modernste Verbrenner auf die Straße bringt und gleichzeitig alte Kfz von der Straße holt.  

Was definiert Sie als Privatperson, als Unternehmer, als Interessensvertreter?

Gady: Ich sage immer: Ich bin stolzer Steirer, begeisterter Österreicher und glühender Europäer. 

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