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"Es braucht keine Verbote, sondern den Blick auf Innovation"

Im geplanten Gesetz zum Ölkesseltauschverbot werde der Einsatz innovativer, grüner Lösungen völlig außer Acht gelassen, so Obmann Roth.

Zapfhahn vor grünem Hintergrund
© phonolamaiphoto_Adobe Stock Europas innovativste „Power-to-Liqid“-Anlage soll bis 2022 in Österreich in Betrieb gehen. Hier wird aus erneuerbarer Energie Wasserstoff gewonnen, der zu CO2-neutralem, flüssigem Brenn- und Kraftstoff umgewandelt wird.

„Verbote schaffen Misstrauen und schränken die individuelle Entscheidungsfreiheit ein“, setzt sich Jürgen Roth, Fachverbandsobmann des Energiehandels, gegen das geplante steirische Baugesetz, das ein Austauschverbot bestehender Ölheizungskessel vorsieht, zur Wehr.  Denn das betreffe österreichweit rund 690.000 Haushalte, davon alleine 129.000 in der Steiermark, die mit ihren schon vorhandenen Heizölsystemen ihre Wärme erzeugen. 

"Ölkesseltauschverbot würde bis zu 20 Milliarden kosten"

„Wir sprechen hier nicht gegen das bereits seit August 2020 bestehende Verbot von fossilen Energieträgern in Neubauten. Wir sprechen hier von jenen hunderttausenden Menschen, denen es verboten werden soll, ihre bereits in Gebrauch befindlichen Heizungen zu reparieren bzw. in die Jahre gekommene Brennkessel gegen hocheffiziente, die praktisch feinstaubfrei verbrennen, auszutauschen“, stellt Roth klar. Ein solches Ölkesseltauschverbot würde sich österreichweit mit bis zu 20 Milliarden Euro an Investitionskosten niederschlagen. Damit werde man gezwungen, anstatt Reparaturen durchführen zu dürfen, gleich das gesamte Leitungs- und Rohrsystem im Haus aus- bzw. umzubauen. Und das sei schlichtweg für die meisten nicht leistbar, so Roth.

„Dieses geplante Verbot nimmt keine Rücksicht auf die Lebensrealität von mehr als zwei Millionen Österreichern.“ 
Jürgen Roth, Fachverbandsobmann Energiehandel

"Die grüne Alternative ist bereits fixfertig umsetzbar"

Unverständlich ist dieser Gesetzesvorstoß für Roth aber auch, weil hier nicht auf eine bereits vorhandene – „fixfertig umsetzbare“ – klimaneutrale Alternative Rücksicht genommen werde. Denn aktuell starte man gemeinsam mit der AVL List in Österreich die innovativste Anlage Europas, die Wasserstoff aus erneuerbarer Energie – also Wind-, Wasser- und Sonnenkraft – gewinnt und diesen dann wiederum zu CO2-neutralem, „grünem“ und nachhaltigem synthetischen Brenn- und Kraftstoff umwandelt, so Roth: Dieser könne dann einfach in die bestehenden Anlagen eingefüllt werden – ohne Umbau oder Adaptierungen der Infrastruktur, so Roth: „Es braucht keine Verbote, sondern den Blick auf Innovation, um den Weg in eine klimafreundliche und nachhaltige Zukunft zu gehen.“


Forderungen:

  • Die Lebensrealität von mehr als zwei Millionen Österreichern ist zu berücksichtigen.
  • Der Austausch von defekten Ölkesseln/Ölbrennwertgeräten ist ohne weitere Einschränkungen zuzulassen.
  • Die Übergangsfrist muss bis wenigstens 2025 verlängert werden.

Alle weiteren Infos zum "Ölkesseltauschverbot", sowie zur Energiewende mit grünen, flüssigen Energieträgern auf: wko.at/stmk/energiehandel


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