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"Ein Online-Shop alleine reicht nicht"

Volle Lager, aber keine Kunden – Unternehmer in Graz-Umgebung behelfen sich mit Gutscheinsystemen und Lieferservice.

Keine Besucher im Seiersberger Shoppingtempel: In der SCS bleiben aktuell die Lichter aus.
© Foto Fischer Keine Besucher im Seiersberger Shoppingtempel: In der SCS bleiben aktuell die Lichter aus.

Dass das Weihnachtsgeschäft heuer von einem zweiten Lockdown überschattet wird, trifft auch die Unternehmen in Graz-Umgebung hart. Insgesamt 3.132 Händler und deren 9.964 Mitarbeiter kämpfen aktuell mit den coronabedingten Maßnahmen und versuchen trotz der verhängten Einschränkungen die umsatztechnisch wichtige Weihnachtszeit so gut wie möglich über die Bühne zu bringen. „Diese Krise ist für unsere Branche eine absolute Katastrophe. Unser Lager ist randvoll und wir wissen nicht, wie wir die Ware anbringen sollen“, erzählt beispielsweise Gerhard Poller, Inhaber des Juweliergeschäftes Poller in Gratkorn. 

Online-Konkurrenz

Obwohl der Juwelier auf ein umsatzstarkes Jahr zurückblicken darf, blickt Poller den kommenden Monaten eher pessimistisch entgegen: „Wir hatten in unseren 42 Jahren als Schmuckgeschäft noch nie eine derartige Krise zu bewältigen. Die nächsten Monate werden sehr schwer.“ Auch wenn einige Stammkunden dem Geschäft die Treue halten, ist die Online-Konkurrenz durch Amazon und Co. zu einem der größten Probleme herangewachsen. „Wir haben selbst einen Online-Shop, doch damit alleine könnten wir nicht überleben“, so Poller. 

Auch bei „Harrys Wein & Genuss“ herrscht derzeit gähnende Leere. „Wegen Corona fällt bei mir die ganze Gastronomie flach, Weihnachtsfeiern wurden abgesagt und auch die Bestellungen von Firmenpräsenten fielen heuer eher schmal aus“, klagt Harry Suppan, Inhaber des Weinfachhandels in Gratkorn. Seit sechs Jahren stemmt Suppan seinen Laden alleine – vor allem in Krisenzeiten eine echte Herausforderung. „Vor rund einer Woche habe ich einen Online-Shop installiert, der nun hoffentlich gut in Anspruch genommen wird. Ich biete derzeit rund 500 Artikel an, die ich bei Nachfrage selbst ausliefern werde“, so Suppan. Dass nun auch noch die Schulen geschlossen werden mussten, macht es für den Vater eines schulpflichtigen Kindes nicht einfacher. 

Gutscheinsystem

Um den heimischen Betrieben in dieser schwierigen Zeit etwas unter die Arme zu greifen, wurden vielerorts individuelle Gutscheinlösungen ins Leben gerufen – so auch in Feldkirchen bei Graz. „Mit der Markt-Card wollen wir Leute dazu animieren, hier vor Ort einzukaufen. Als Anreiz dafür gibt‘s – je nach Höhe des Gutscheins – bis zu 40 Euro geschenkt“, so Projektinitiator Hannes Krois. Aktuell sind rund 30 Feldkirchner Betriebe als Gutscheinpartner gelistet – und es werden immer mehr. „Ab 20. November sind die Gutscheine in Form von Kunststoffkarten im Feldkirchner Gemeindeamt erhältlich“, freut sich Krois. Die erste Auflage hat einen Gesamtwert von 50.000 Euro – die Hälfte davon wird alleine von der Gemeindeverwaltung in der vorweihnachtlichen Zeit in Umlauf gebracht. Welche Unternehmen Teil dieser Aktion sind, verrät ein QR-Code auf der Rückseite der Gutscheinkarte – darunter Direktvermarkter, KMU, Dienstleistungsbetriebe und Gastronomiebetriebe. 

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