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"Durch Corona hat ein Umdenken stattgefunden"

Seit 2006 führt Harald Kogler die gleichnamige Red-Zac-Filiale in Gratwein. Wir haben den Unternehmer gefragt, wie er die Krise erlebt hat und worauf es jetzt beim Kaufverhalten ankommt.

Harald Kogler leitet seit 2006 die Red-Zac-Filiale in Gratwein.
© kk Harald Kogler leitet seit 2006 die Red-Zac-Filiale in Gratwein.

"Natürlich waren die letzten drei Monate nicht einfach. Trotzdem kann ich sagen, dass unser Betrieb noch mit einem blauen Auge davongekommen ist", erzählt Harald Kogler, Inhaber der Red-Zac-Filiale Kogler in Gratwein – Straßengel. Denn: Auch während der Krise waren die Dienstleistungen des Unternehmers gefragt. "Wenn die Waschmaschine kaputt geht oder der Fernseher defekt ist, dann möchte man nur ungern drei Monate auf eine Reparatur oder ein neues Produkt warten. Wir haben deshalb auch während des Lockdowns Auslieferungen getätigt und unsere Dienstleistungen – wenn auch eingeschränkt – angeboten", so Kogler, der von zwei Servicetechnikern unterstützt wurde.  

Trotz der relativ guten Auftragslage konnte man in den vergangenen Wochen natürlich nicht von einem Normalbetrieb sprechen. "Kundenbindung ist gerade jetzt essenziell. Man muss den Leuten vor Augen führen, welche positiven Folgen ein Einkauf vor Ort mit sich bringt. Durch regionale Einkäufe können nicht nur Arbeitsplätze erhalten und geschaffen, sondern auch das gesamte Stadtsystem aufrecht erhalten werden", unterstreicht Kogler. 

Entglobalisierung spürbar

Auch wenn die Corona-Krise für eine große Wirtschaftskrise gesorgt hat, kann Kogler der Pandemie auch etwas Positives abgewinnen: "Diese Ausnahmesituation hat viele Menschen dazu gebracht, wieder vermehrt vor Ort einzukaufen, es ist eine gewisse Entglobalisierung spürbar. Auch ich kaufe ausschließlich in der Region ein. Der Trend geht definitiv wieder zurück zur Regionalität, die Leute schätzen den persönlichen Service und den Ansprechpartner vor Ort." Selbst gegen internationale Onlinegiganten wie Amazon können sich kleine Betriebe nun besser durchsetzen, ist Kogler überzeugt. "Eine Waschmaschine kauft man einfach nicht auf Amazon. Außerdem mussten viele Kunden bereits teures Lehrgeld bezahlen, um festzustellen, dass man auch vor der Haustüre qualitativ hochwertige Waren bekommt", so der Unternehmer. 

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